Sozialministerin Ulrike Scharf im Austausch mit Weidener Erzieherinnen und Erziehern
Sozialministerin Ulrike Scharf im Austausch mit Weidener Erzieherinnen und Erziehern
Im Mittelpunkt stand der direkte Austausch über die aktuellen Herausforderungen in der frühkindlichen Betreuung. Dazu hat CSU-Kreisvorsitzender Stephan Gollwitzer, Bürgermeister Lothar Höher und Oberbürgermeisterkandidat Dr. Benjamin Zeitler die Träger und Leitungen der Kindertagesstätten, Kindergärten und Kinderkrippen zu einem Fachgespräch eingeladen.
Zentrales Thema war die geplante Novellierung des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes (BayKiBiG). Mit dem neuen Kitagesetz will die Staatsregierung die Weichen für die Zukunft der Kinderbetreuung stellen. Weniger Bürokratie, einfachere Förderverfahren und mehr Personal sind die zentralen Ziele der Reform. Der Gesetzentwurf befindet sich derzeit noch in der Ausarbeitung.
Große Erwartungen an das neue Gesetz
Im Gespräch wurde deutlich, dass die Erwartungen an die Reform hoch sind. Viele Kita-Leitungen wünschen sich insbesondere eine frühzeitigere und verlässlichere Information über Fördermittel durch den Freistaat. Derzeit kämen entsprechende Hinweise häufig zu spät, was die Planung erheblich erschwere. Darüber hinaus wurde ein Ausbau der Frühförderung gefordert, um Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf frühzeitig und gezielt begleiten zu können. Auch die dauerhafte Finanzierung von Sprach-Kitas sowie der Bedarf an unterstützenden Teamkräften waren zentrale Anliegen der Praktikerinnen und Praktiker.
Wandel in der Betreuungslandschaft
Ein Blick auf aktuelle Zahlen zeigt zudem strukturelle Veränderungen: Bundesweit sinkt die Zahl der betreuten Kinder unter drei Jahren deutlich. Gerade kleinere Einrichtungen stehen dadurch vor Herausforderungen. Gruppen können teilweise nicht mehr vollständig ausgelastet werden, während dennoch ausreichend Personal vorgehalten werden muss – unabhängig von der tatsächlichen Kinderzahl. Gleichzeitig gibt es vorsichtigen Optimismus: Der vielfach diskutierte Fachkräftemangel könnte sich in den kommenden Jahren etwas entspannen. Dennoch bleibt für viele Träger die zentrale Frage, wie Personal, Auslastung und Finanzierung künftig besser in Einklang gebracht werden können.
Klare Botschaft aus Weiden
Für den Oberbürgermeisterkandidaten Zeitler und die CSU Weiden ist klar: „Gute frühkindliche Bildung ist eine der wichtigsten Investitionen in die Zukunft“. Deshalb ist es entscheidend, die Erfahrungen und Anregungen aus der Praxis frühzeitig in den Gesetzgebungsprozess einzubringen. Der offene und konstruktive Austausch mit Sozialministerin Ulrike Scharf war dafür ein wichtiger Schritt. Zeitler versprach, diesen auch fortzusetzen, um hier frühzeitig die Themen der KiTas aufgreifen zu können.


