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SPD startet Kommunalwahlkampf in Eslarn

Eslarn. Die SPD hat am Sonntagabend im Kommunbrauhaus Eslarn ihren Kommunalwahlkampf offiziell gestartet.

SPD startet Kommunalwahlkampf in Eslarn

Foto: Walter Beyerlein
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Landratskandidat Tino Bayer betonte, sich um dieses Amt nicht aus Imagegründen, sondern aus Liebe zur Heimat und dem „Fahrziel Zukunft“ zu bewerben. MdL Nicole Bäumler, Schirmitz, möchte in der neuen Wahlperiode den Landkreis Neustadt/WN zum „familienfreundlichsten Landkreis“ Bayerns gestalten.

Auftakt im Kommunbrauhaus Eslarn

Eslarns Bürgermeister Reiner Gäbl als Hausherr hieß die Genossinnen und Genossen im Bierlebnis-Kommunbrauhaus willkommen. Dazu vermerkte Eslarns Bürgermeister nicht ohne Stolz, dass dieses einmalige Projekt vor vielen Jahren vom SPD-Ortverein Eslarn ins Leben gerufen wurde. Dies verband Gäbl mit einer kurzen Erläuterung über das Brauen des Bieres in der Kommunbrauerei. „Der Vater unseres Bürgermeisterkandidaten Georg Zierer ist der Braumeister und er ist schon 98 Jahre alt. Alles also in sozialdemokratischer Hand“, meinte der Bürgermeister und hatte dafür den Beifall der Gäste sicher.

Breite Unterstützung aus dem Landkreis

Anschließend begrüßte Bürgermeister Reiner Gäbl seine politischen Gäste. Gekommen waren Nicole Bäumler, MdL, der Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Günter Stich, stellvertretende Landrätin Karolina Forster und eine Vielzahl amtierender SPD-Bürgermeister. Daran schloss sich der Willkommensgruß an die Bürgermeisterkandidatinnen und Bürgermeisterkandidaten an. Dies waren Hans-Peter Reil, Waldthurn, Monika Waldeck, Etzenricht, Julia Bayer, Luhe-Wildenau, Walther Piehler, Schirmitz, Werner Rieß, Pleystein, Anja Kirchsieper, Schwarzenbach, Holger Bannert, Flossenbürg, und Monika Zintl, Vohenstrauß.

Günter Stich, Fraktionsvorsitzender der SPD im Kreistag Neustadt/WN, betonte, dass die Bürgerinnen und Bürger die Kandidatinnen und Kandidaten wählen, denen sie das Vertrauen schenken. Die Frage der Parteizugehörigkeit stehe oftmals hinten an, meinte Günter Stich. Rückblickend auf die zu Ende gehende Wahlperiode zeige sich, dass die SPD-Fraktion im Kreistag erfolgreich in diesem Gremium gearbeitet habe. Günter Stich bat, dem Listenführer für die Kreistagswahl, Tino Bayer, zugleich auch Landratskandidat, das Vertrauen für sein „Fahrziel Zukunft“ zu schenken, ebenso wie den 60 Kandidaten und Kandidatinnen. „Die Zukunft sichern und gestalten ist eine echte Aufgabe“, betonte der Fraktionsvorsitzende und meinte dazu, dass sich das nicht mit Hirngespinsten erledigen lasse, sondern es die Einstellung der Partei und entsprechende Grundwerte brauche. Und passend zum Beruf des Landratskandidaten Tino Bayer forderte Günter Stich alle SPDler zum „Einsteigen in den Bus“ auf, um das Fahrziel Zukunft mit einem starken Fahrer zu erreichen.

Ziele für eine familienfreundliche Region

Stellvertretende Landrätin Karolina Forster wertete die starke Präsenz der Gäste im Kommunbrauhaus als Zeichen der „Lust auf die Zukunft“ und des Willens, die Kommunen aktiv zu gestalten. Die bevorstehende Kommunalwahl bezeichnete Karolina Forster als richtungsentscheidend, um als Ziele bezahlbaren Wohnraum, verlässliche Betreuung, starke Vereine und ein solidarisches Miteinander zu erreichen. „Unser Wahlprogramm ist nicht am Schreibtisch entstanden. Wir wollen gestalten und nicht nur verwalten, sondern auch zuhören und dann handeln“. Landratskandidat Tino Bayer sei „unverbraucht“, er verstehe es blendend, nah am Menschen, an der Sache zu sein und sich mit Herzblut für die Gemeinden einzusetzen.

Nicole Bäumler, MdL, sprach von einem besonderen Tag, weil an diesem Abend der Startschuss für den gemeinsamen Wahlkampf mit dem „Fahrziel Zukunft“ gegeben werde. Das klare Ziel sei, einen lebenswerten Landkreis Neustadt/WN zu erreichen, in Verbindung mit einer Politik, die „alle Menschen mitnehme“. Dies sei kein leerer Spruch, sondern ein echtes Versprechen, betonte Nicole Bäumler. Die Berufsbilder der Kandidatinnen und Kandidaten seien völlig unterschiedlich, es sei aber der Wille aller vorhanden, den Landkreis Neustadt/WN noch besser zu machen. „Wir wollen den Landkreis Neustadt/WN zum familienfreundlichsten Landkreis in ganz Bayern machen“, betonte Nicole Bäumler unter zustimmendem Beifall der Genossinnen und Genossen.

OTH Amberg-Weiden
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Nähe, Sicherheit und Nachhaltigkeit

Landratskandidat Tino Bayer ist überzeugt, dass die SPD mit ihrer Stärke bei der Kommunalwahl agieren kann. Er wolle mit seiner Kandidatur den Landkreis nach vorne bringen. „Gute Politik darf sich nicht auf den Sitzungssaal beschränken, sondern beginnt am häuslichen Küchentisch und setzt sich über gemeindliche Einrichtungen wie beispielsweise die Feuerwehr fort“. Er wolle ein Landrat sein, der führt, Entscheidungen nicht versteckt, sondern Verantwortung übernimmt und Vertrauen und Ehrlichkeit ernst nehme. Tino Bayer betonte, dass gerade Familienfreundlichkeit sich nicht nur auf Spielplätze beschränke, sondern darunter auch bezahlbarer Wohnraum, eine gute Gesundheitsversorgung auch im ländlichen Bereich und die Beibehaltung der Natur für die Kinder zu verstehen sei.

Wichtig sei aber auch, junge Menschen zum Verbleib im Landkreis zu bewegen und dies mit der Schaffung von Arbeitsplätzen zu fördern. Großes Augenmerk will Tino Bayer auf die Sicherheit der Bevölkerung legen und die Feuerwehren und Hilfseinrichtungen entsprechend ausstatten. Als besonders wichtig beim Einsatz erneuerbarer Energie nannte der Landratskandidat die Errichtung von Solaranlagen auf den Dächern kreiseigener Gebäude. Gleichzeitig spricht sich der SPD-Landratskandidat dafür aus, die jüngere Generation davon zu überzeugen, mal ein älteres Gebäude zu sanieren, statt auf die grüne Wiese zu bauen. Klar die Aussage zur Versorgung der Bevölkerung: Die SPD im Landkreis stehe für starke Kreiskliniken und wohnortnahe Versorgung. Eindeutig auch die Einschätzung Tino Bayers zur Versorgung der Bevölkerung mit Rettungswagen.

Mobilität und Lebensorte im Fokus

„Immer wieder steht für lange Zeit ein Rettungswagen ohne Toilette und andere Versorgungsmöglichkeiten beim Zirl-Wirt, weil der Rettungswagen aus Lohma vielleicht sogar nach Regensburg fahren musste“. Immer wieder wird die Ansprache Tino Bayers vom spontanen Beifall der Gäste begleitet. So auch bei seinen Einschätzungen über die Mobilität, die alltagstauglich, für Menschen jeglichen Alters, mit und ohne körperliche Beeinträchtigungen, sein müsse. Er wünsche sich auch barrierefreie Ortskerne und die Gewährleistung der Nahversorgung. „Unsere Städte und Dörfer sollen keine ‚Schlaforte‘, sondern ‚Lebensorte‘ sein. Eine Lanze bricht Tino Bayer für die Landwirtschaft, ohne die die Lichter ausgehen würden.

Zum Abschluss machte Tino Bayer deutlich, dass er für die Kandidatur nicht aus Imagegründen, sondern aus Überzeugung, aus Liebe zur Heimat und als Zeichen demokratischer Vielfalt bereitstehe und erhielt auch für diese Erklärung stürmischen Beifall.