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Stadtrat Pressath: Stadtplatz soll kommen

Pressath. Das Fehlen eines richtigen Stadtplatzes ist ein Manko in Pressath. Nun hat die Stadt Schritte unternommen, um an der Reinwaldstraße in der Nähe zum Rathaus einen solche zu realisieren. Stadtplaner Klaus Stiefler stellt Möglichkeiten vor.

Stadtrat Pressath: Stadtplatz soll kommen

Die Umbauarbeiten an der Reinwaldstraße laufen bereits. Hier soll ein Pressath einen Stadtplatz mit Bücherei bekommen. Foto: Stefan Neidl

Eine Eigenheit von Pressath ist der geschlossene Stadtgrundriss. Das Rathaus wird dabei seit der Gründung vor Jahrhunderten von Gassen umgeben, es fehlt dadurch ein Stadtplatz oder Marktplatz, wie er in anderen Gemeinden üblich ist.

Schon länger sind Stadt und Stadtrat damit beschäftigt, dies zu ändern. Entlang der Reinwaldstraße hat die Gemeinde Grund erworben und auch schon Abrisse vorgenommen, um dort einen solchen Stadtplatz mitsamt einer Stadt- und Pfarrbibliothek entstehen zu lassen. Architekt Klaus Stiefler vom Architektur- und Stadtplanungsbüro RSP aus Bayreuth hatte mehrere mögliche Alternativen dem Gremium vorzustellen.

Probleme mit angrenzendem Eigentum

Dabei soll das Gebiet südlich und um der Reinwaldstraße entwickelt werden. Zwei der drei „Lins“-Gebäude sind erworben worden, um durch deren Rückbau den nötigen Platz zu schaffen. Stiefler führt aber auch Probleme auf: „Der Grenzverlauf zwischen den Lins-Anwesen und dem Pfarrhof gestaltet sich schwierig. Auch gibt es einige private Grundstücke im öffentlichen Straßenraum.“

Vergangene Planungen sahen Investitionen in einen Neubau einer Regionaldirektion einer Versicherung vor. Diese hat aber mittlerweile an einem anderen Standort gebaut, darum Stieflers Empfehlung keine Suche nach einem neuen Investor zu starten: „Die Stadt sollte das Projekt allein umsetzten. Das beschleunigt und vereinfacht das Verfahren.“

Sechs mögliche Varianten

Insgesamt stellte der Städtebauplaner sechs Alternativen für eine Gestaltung des Platzes vor. Diese unterschieden sich durch den Bau eines Pavillons an der Pfarrgartengrenze, dem Standort der Bücherei, einer möglichen Neubebauung, den Größen von Freiflächen. Manche Varianten sahen sogar den Einbau einer Tiefgarage vor. Die Realisierung anderer Varianten hingen von der Verkaufsbereitschaft von Privateigentümern ab.

Bei der anschließenden Präsentation zeichnete sich im Stadtrat eine Tendenz für die Variante 6 ab: Demnach soll das „Rauchanwesen“ und die Bestandsgebäude zur Stadt- und Pfarrbücherei umgebaut und saniert werden. Eine weitere kulturelle Nutzung, zum Beispiel für ein Lesecafé, einen Bibliotheksgarten und weitere Veranstaltungen, wäre möglich. Bei dieser Alternative wäre der Einbau einer Tiefgarage aber laut Stiefler nicht mehr sinnvoll.

Spedition Wagner
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Stadtrat gegen Nutzung des Pfarrgartens

Bürgermeister Bernahrd Stagl (SPD) erklärte auf Nachfrage von Martin Schmidt (CSU), dass bereits Gespräche mit der Diözese als Eigentümerin des angrenzenden Kirchengeländes geführt wurden. Es war eine Nutzung des Pfarrgartens für die Öffentlichkeit ins Spiel gebracht worden – Andreas Reindl (CSU) sprach sich klar dagegen aus, dieser solle zur Erholung dienen. Er sah aber auch Probleme mit der anschließenden Kreisstraße.

Reindl fragte nach dem Zeitplan bis zur Umsetzung. Stangl sagte, dies habe die Stadt selbst in der Hand. Die Variante 6 begrüßte der Bürgermeister und hätte für ihn auch den Vorteil, dass mit den höchsten Fördergeldern gerechnet werden könnte.

Der Stadtrat beschloss einstimmig, das Planungsbüro mit der weiteren Planung zu beauftragen, die Anregungen aus der Diskussion einzuarbeiten und die Ergebnisse im Stadtrat erneut vorzustellen.