Jetzt Tickets für die kommenden Jahn-Spiele sichern!
RE-Solar
RE-Solar

Tarifrunde Telekom: ver.di Oberpfalz ruft zu Warnstreik auf

Weiden/Regensburg. Vor der entscheidenden vierten Tarifverhandlungsrunde für die Deutsche Telekom am Montag und Dienstag (13./14. Mai) in Potsdam ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zum vollschichtigen Warnstreik auf.

Tarifrunde Telekom: ver.di Oberpfalz ruft zu Warnstreik auf

Der Warnstreik von letzter Woche: 110 Telekom-Mitarbeiter gingen in Weiden auf die Straße. Foto: Eva Bößl/ver.di

Die Beschäftigten sind aufgerufen, den Forderungen am Montag, 13. Mai, “Nachdruck zu verleihen”, heißt es in einer Pressemitteilung. Davon betroffen seien auch die Telekom-Standorte in der Oberpfalz: Regensburg und Weiden. Streiklokal ist ab 9.30 Uhr der “Postkeller”.

„Die Warnstreikaktionen in dieser Woche haben gezeigt: Das bisherige Angebot der Arbeitgeber reicht bei weitem nicht aus, um die Erwartungen der Beschäftigten zu erfüllen. In der entscheidenden Verhandlungsrunde muss eine deutliche Bewegung erfolgen, wenn ein längerer Konflikt abgewendet werden soll“, sagte ver.di-Arbeitskampfleiter Pascal Röckert.

Schon letzte Woche Warnstreiks

Auch in Bayern wird es wieder zu zahlreichen Streikaktionen kommen. Die rund 20 bayerischen Streiklokale sind geöffnet, außerdem sind wieder Kundgebungen und Demonstrationszüge in Bayern geplant. „Die über 2.000 Kolleginnen und Kollegen sind ungebrochen hochmotiviert und entschlossen, ihre berechtigten Forderungen durchzusetzen“, erklärt die bayerische ver.di Arbeitskampfleiterin Eva Bößl.

Zuletzt hätten sich in dieser Woche am Montag (6. Mai 2024) und Dienstag (7. Mai 2024) jeweils rund 13.000 Beschäftigten an bundesweiten Warnstreiks beteiligt. Die Streikmaßnahmen seien sehr wirkungsvoll gewesen; so habe es enorme Wartezeiten im Kundenservice gegeben, Techniker-Termine hätten abgesagt werden müssen und T-Shops seien zum Teil geschlossen worden.

„Die Beschäftigten sind enttäuscht, nach den für sie aufreibenden und anstrengenden Jahren hoher Inflationsbelastungen, die für den Konzern gleichzeitig Rekordgewinne gebracht haben, nicht mehr Wertschätzung von der Konzernspitze zu erfahren“, betont Alexander Gröbner (Geschäftsführer ver.di Bezirk Oberpfalz). Das zuletzt von den Arbeitgebern vorgelegte Angebot sei nicht ausreichend gewesen.

So seien die angebotenen Entgelterhöhungen zu gering und zudem sei die Laufzeit des Tarifvertrages von 27 Monaten zu lang. „Die vierte Verhandlungsrunde ist der letzte vereinbarte Verhandlungstermin in der Tarifrunde 2024. Wenn jetzt kein deutlich verbessertes, einigungsfähiges Angebot auf den Tisch kommt, riskieren die Arbeitgeber einen weitaus stärkeren Konflikt“ so Gröbner weiter.

Spedition Wagner
Spedition Wagner

Hintergrund

ver.di fordert in der diesjährigen Tarifrunde für die bundesweit rund 70.000 Tarifbeschäftigten eine Entgeltsteigerung von 12 Prozent, mindestens aber 400 Euro pro Monat, bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen sowie die Entgelte der dual Studierenden sollen um monatlich 185 Euro erhöht werden.