Ver.di-Senioren wählen Vorstand und kritisieren Sozialreformen in Weiden

Ver.di-Senioren wählen Vorstand und kritisieren Sozialreformen in Weiden
Im Gewerkschaftshaus in Weiden ging es für den Vorstand der ver.di-Senioren in der Nordoberpfalz um die Festlegung der Aktivitäten im Herbst. Klar herauskristallisiert hat sich dabei der Widerstand gegen die geplanten Reformen im Sozialstaat. Ob Gesundheit, Pflege oder Rente: Auf allen Feldern erkennen die Seniorenvertreter eine erhebliche Schieflage bei den Belastungen. Das zeigt sich besonders in der Fläche, im Rahmen der Gesundheitsversorgung. Wege werden weiter, Termine bei Fachärzten rücken noch weiter in die Ferne, und Beiträge und Zuzahlungen steigen. Dazu kommen Beeinträchtigungen im Rentenrecht und eine Pflegereform, die den Erfordernissen nicht gerecht wird.
Forderung nach Finanzierung aus Steuermitteln
Die Gewerkschaften haben dazu Alternativen entwickelt und werben für ein echtes Umsteuern. Dazu gehört grundsätzlich, die Lasten, die von den Sozialversicherten für die Allgemeinheit getragen werden, endlich vollständig aus Steuermitteln zu finanzieren. Der ständige Griff in die Sozialkassen muss ein Ende finden, so der Vorsitzende Manfred Haberzeth. Auch die ungleiche Belastung von Einkommen zu beseitigen wäre ein echter Reformschritt.
Demonstration in Schwandorf am 29. Juli 2026
Auch der Mangel an Tarifbindung schadet dem gesamten Sozialsystem. Deshalb beteiligen sich auch die Senioren in ver.di an den anstehenden Demonstrationen. Gelegenheit dazu gibt es bereits am 29. Juli 2026 in Schwandorf. Die Demo startet um 17 Uhr unter dem Motto „Zeit, dass sich was dreht“.
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