Caritas GROW feiert fünf Jahre wirksame Gesundheitsförderung in Regensburg
Caritas GROW feiert fünf Jahre wirksame Gesundheitsförderung in Regensburg
Caritas GROW ist mehr als Betriebliches Gesundheitsmanagement. „Unser Programm ist der positiven Psychologie verpflichtet und hat damit das erklärte Ziel, Menschen zu ihren besten Möglichkeiten zu verhelfen“, sagt Dipl.-Psychologe Dr. Stefan Gerhardinger, der das Programm vor fünf Jahren entwickelt hat und damit pro Jahr über 3.000 Menschen erreicht. Die Workshops und Angebote stehen nicht nur Mitarbeitenden der Caritas offen.
Positive Psychologie statt klassischem BGM
Regensburg – Als im Juni 2021 der erste Caritas GROW-Workshop unter dem Titel „Selbstmanagement“ startete, wurde schnell klar, dass die Kinderschuhe des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) nicht lange passen würden. „GROW ist und will mehr sein als klassisches BGM“, erklärt der Psychologe und GROW-„Erfinder“ Dr. Stefan Gerhardinger in Diensten des Caritasverbandes für die Diözese Regensburg. „Unser Programm ist der positiven Psychologie verpflichtet und hat damit das erklärte Ziel, Menschen zu ihren besten Möglichkeiten zu verhelfen.“ In Präsenzveranstaltungen werden mittlerweile pro Jahr 3.000 Teilnehmende erreicht. Die einmal wöchentlich über die Homepage erscheinende „Minutenpsychologie“ erreicht deutschlandweit einen immer größeren Nutzerkreis.
Psychische Gesundheit als Wirtschaftsfaktor
Der Erhalt auch der psychischen Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist eine wichtige Aufgabe des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Psychische Erkrankungen verursachen einen signifikanten Teil der krankheitsbedingten Fehltage in Unternehmen, oft mit langen Ausfallzeiten von durchschnittlich 38,9 Tagen. Sie zählen zu den drei häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit und haben in den letzten Jahren Höchststände erreicht, wobei Depressionen besonders häufig sind. Das berichtet der Dachverband der Betriebskrankenkassen BKK im Jahresbericht 2025. Ein krankheitsbedingter Ausfall kostet in Deutschland pro Mitarbeiter im Durchschnitt 400 bis 500 Euro.
Arbeitgeber haben eine Fürsorgepflicht, sie haben selbstverständlich auch betriebswirtschaftliche Ziele. Daher ist die Gesundheitsförderung der Mitarbeitenden aus verschiedenen Gründen ein unbedingt notwendiger Standard. „Der Return on Invest bei Maßnahmen zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement liegt derzeit bei eins zu 2,7, das heißt, jeder investierte Euro zahlt sich deutlich aus“, sagt Dr. Stefan Gerhardinger.
Programm 2026: 17 Workshops von Konfliktmanagement bis Emotionsregulation
17 Workshops stehen 2026 auf dem Jahresprogramm von Caritas GROW, vom „Konfliktmanagement“ bis zur „Emotionsregulation“. „Unsere Philosophie und unser Programm ist es“, so der erfahrene Psychologische Psychotherapeut und Supervisor, „Mitarbeitende und deren Arbeitswelt bei ihrer Entwicklung zu assistieren, Wachstum zu fördern und damit der rasanten Dynamisierung der modernen Welt adäquat und psychisch gesund zu begegnen.“ Gerhardinger handelt bei seinem Workshopangebot nicht allein. GROW hat einen Pool an hochqualifizierten Honorarkräften. „Wir sind in unterschiedlichen Workshop-Moderations-Tandems im Einsatz. Aktuell sind es sechs Trainerinnen und Trainer, wobei wir unsere Backups jederzeit nutzen können, wenn es die Auftragslage erfordert.“
„Betriebliches Gesundheitsmanagement verhilft den Mitarbeitern und Führungskräften zu den besten ihrer Möglichkeiten. Eine gesunde Belegschaft ist mehr als nur Zufall, Selbstkompetenzen zu fördern, ist entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens.“ (Zu lesen auf der Homepage von Caritas GROW)
Externe Teilnehmende bereichern die Perspektiven
Zunächst wurden die vor Ort angebotenen Workshops ausschließlich von Teilnehmenden aus der Caritas besucht. Inzwischen nutzen immer mehr externe Unternehmen und Einrichtungen die öffentlichen Angebote. „Das ist für die Teilnehmenden sehr gewinnbringend, denn Gruppenteilnehmer aus anderen Berufsfeldern, von anderen Arbeitgebern haben einerseits ganz andere Themen und Perspektiven, andererseits aber auch im Grunde ganz oft dieselben Probleme und Fragestellungen“, definiert der Caritas-Experte die synergetischen Ansätze. In vielen Fällen können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre dienstlichen Fortbildungsbudgets nutzen. „Es gibt aber auch immer wieder Privatzahler“, so Gerhardinger.
Praxisnah: Lernen durch Üben, Reflexion und Austausch
Die Caritas GROW-Workshops bieten in allen Angeboten wissenschaftlich fundiertes, an aktuellem Fachwissen orientiertes Know-how. Diese Workshops sind keine Telekolleg-Veranstaltungen, betont Gerhardinger. „Unsere Prämisse lautet: Aus der Praxis für die Praxis.“ Theoretische Grundlagen werden kombiniert mit einem Erfahrungslernen. Durch angeleitetes Üben, Selbstreflexion und den Austausch mit den anderen Workshopteilnehmenden erfolgt entdeckendes Lernen. „Zugegeben, unsere Angebote erfordern ein Verlassen mancher Komfortzone“, relativiert Gerhardinger, aber nur dann sei Weiterentwicklung möglich. Die Teilnehmenden beschreibt er als sehr berufs- und lebenserfahrene Menschen. Durch standardisierte Feedbackbögen und durch in Reflexionsrunden abgefragte Rückmeldungen ergebe sich seit Anbeginn von GROW ein konsistentes und sehr erfreuliches Ergebnis. „Die Teilnehmer sind im Schnitt sehr zufrieden mit unseren Angeboten. Gemäß den Schulnoten liegen wir stets zwischen 1 und 2“, freut sich Dr. Stefan Gerhardinger über die Bewertungen seines Programms.
Zur Person: Dr. Stefan Gerhardinger
Dr. phil. Stefan Gerhardinger, Jahrgang 1965, ist Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut und Supervisor. Nach dem Studienabschluss 1993 arbeitete er an der Klinik und Poliklinik für Chirurgie des Universitätsklinikums Regensburg und promovierte über die „Wirksamkeit psychologischer Operationsvorbereitung“. Seit 1996 steht er in verschiedenen Funktionen in Diensten des Caritasverbandes für die Diözese Regensburg in Weiden, Tirschenreuth und Regensburg. Seit September 2020 leitet er die Stabsstelle Betriebliches Gesundheitsmanagement.
Neben seiner Dozententätigkeit für diverse Einrichtungen, Betriebe und Behörden arbeitet er als Coach und Supervisor in verschiedenen Kliniken. Dr. Stefan Gerhardinger kann auf zahlreiche Publikationen und Buchveröffentlichungen verweisen, wie zum Beispiel „Die Entwicklung der Therapeutenpersönlichkeit“, das mittlerweile in zweiter Auflage im Springer-Verlag erschienen ist.
Termine 2026: Von Burnout-Prävention bis Onboarding
Das Workshop-Programm 2026 ist wieder vielfältig. „Konfliktmanagement“, „Gesprächsführung“ und „Führungskompetenz-Booster“ wurden bereits absolviert. Die nächsten Termine und Themen im ersten Halbjahr sind:
- 22. April: „Burnout-Prophylaxe“
- 19. Mai: „Projekt- und Change-Management“
- 10. Juni: „Teamentwicklung“
- 19. Juni: „Onboarding“
Die weiteren Workshop-Termine können über die Homepage eingesehen werden, über die man sich direkt anmelden kann.
Workshop „Stressmanagement“ am 11. November
Wer ist heutzutage nicht stressgeplagt? Stress ist modern. Jeder empfindet mehr oder weniger Stress, aus ganz unterschiedlichen Gründen. Die Stressquellen sind dabei sehr individuell. Neben privaten Belastungen wird in zunehmendem Maße berufliche Überforderung genannt. Häufig ist es die Kombination von außergewöhnlichen privaten und beruflichen Anforderungen, die Menschen zunehmend fordert und nicht selten überfordert. Nicht verarbeiteter Stress kann krank machen, körperlich und psychisch.
Im Workshop werden Stressquellen beschrieben und individuelle Reaktionen darauf analysiert. Haltungen und Einstellungen werden reflektiert. Die Komponenten des Stressmanagements werden gebrauchsfertig dargeboten.
Minutenpsychologie: Wöchentliche Impulse
„Wussten Sie eigentlich …“, fangen alle der mittlerweile 261 Inspirationen unter dem Titel „Minutenpsychologie“ von Dr. Stefan Gerhardinger an. So stellt die aktuellste Nummer 261 die Frage in den Mittelpunkt: „Wussten Sie eigentlich, dass die Mitarbeiterfluktuation in Deutschland über alle Branchen hinweg bei 30 bis 40 Prozent pro Jahr liegt?“ Was der Experte dazu sagt, finden Interessierte ebenfalls auf der Homepage.




