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Prädikat Ausgezeichnete Oberpfälzer Fischküche für Stieglmühle in Waldershof

Waldershof. Bezirkstagspräsident Franz Löffler und Hans Holler vom Fischereiverband Oberpfalz ehren die Wirte Karin und Uwe Gläßl. Ihr Gasthaus zur Stieglmühle trägt nun das Prädikat „Ausgezeichnete Oberpfälzer Fischküche“.

Waldershof. Bezirkstagspräsident Franz Löffler und Hans Holler vom Fischereiverband Oberpfalz ehren die Wirte Karin und Uwe Gläßl. Ihr Gasthaus zur Stieglmühle trägt nun das Prädikat „Ausgezeichnete Oberpfälzer Fischküche“.
Hans Holler, Präsident des Fischereiverbands Oberpfalz, Roland Grillmeier, Fischerei- und Umweltreferent des Bezirks, die Geehrten Uwe und Karin Gläßl, Bezirkstagspräsident Franz Löffler, Bürgermeisterin Margit Bayer, Walter Jonas, Regierungspräsident der Oberpfalz sowie Bezirksrätin Gabriele Bayer. Foto: Anna Heidenreich

Prädikat Ausgezeichnete Oberpfälzer Fischküche für Stieglmühle in Waldershof

Seit 1995 ehren der Bezirk und der Fischereiverband Oberpfalz Gaststätten, die regionalen Fisch anbieten und hervorragend zubereiten. Diesmal würdigte Bezirkstagspräsident Franz Löffler die Verdienste von Familie Gläßl in Waldershof (Landkreis Tirschenreuth).

Auszeichnung für die Stieglmühle in Waldershof

Karin und Uwe Gläßl scheinen die Zeit anhalten zu können – im besten Sinne. Draußen vor dem Wirtshaus eine Landidylle: Magerwiesen, Wälder und Teiche, soweit das Auge reicht, eine Handvoll Hühner scharrt in der Erde, die Hasen lugen neugierig aus dem Stall. Drinnen wird gewurstet, veredelt, gekocht, bewirtet, und was auf den Teller kommt, ist fast immer direkt vor der Haustür gewachsen und gediehen. Die Wirtsleute der Stieglmühle in Waldershof leben, was oft totgesagt wird.

Würdigung durch Fischereiverband und Bezirk

Genau diesen Verdienst um die Oberpfälzer Wirtshauskultur haben Bezirkstagspräsident Franz Löffler und der Präsident des Fischereiverbands Oberpfalz, Hans Holler, nun gewürdigt. Im Namen von Bezirk und Fischereiverband verliehen sie das Prädikat „Ausgezeichnete Oberpfälzer Fischküche“ an die Familie Gläßl. „Es ist einfach wertvoll, dass es noch Gastronomen gibt, die für regionalen Fisch etwas darbieten“, sagte Hans Holler bei der Begrüßung der Ehrengäste, die zur Auszeichnung angereist waren – darunter Regierungspräsident Walter Jonas, Bürgermeisterin Margit Bayer, mehrere Bezirksräte sowie Vertreter der Fischerei und Teichwirtschaft und des Naturschutzes.

Auch Franz Löffler betonte bei der Verleihung, von welchem unschätzbaren Wert die Arbeit von Karin und Uwe Gläßl sei. „Die Abhängigkeiten durch internationale Lieferketten, in die wir uns in den vergangenen Jahrzehnten begeben haben, können ganz schön grausam sein. Das haben wir doch jetzt gespürt: Sei es bei der Energie oder bei den Lebensmitteln. Wir müssen uns wieder darauf besinnen, was wir eigentlich hier vor Ort haben und was wir auch können! Ich bin überzeugt: Regionalität ist nachhaltig der beste Weg.“

Regionalität als bester Weg

Es brauche mehr Wertschätzung für das, was uns die heimische Natur gibt, und das immaterielle Kulturerbe der Karpfenteichwirtschaft, sagte der Bezirkstagspräsident weiter. „Aus genau diesen Gründen haben wir 1995 gemeinsam mit dem Fischereiverband diese Auszeichnung ins Leben gerufen.“ In Richtung der Geehrten sagte er: „Sie bringen heimischen Fisch – von heimischen Köchen zubereitet – auf die heimischen Teller, und da geht uns einfach das Herz auf.“

Die Brunnenkresse für den Salat auf dem Vorspeisenteller hat Koch und Metzgermeister Uwe Gläßl erst am frühen Morgen gepflückt. Foto: Anna Heidenreich
Kein Lachs, sondern Lachsforelle aus heimischen Teichen: Das zarte, nahezu grätenfreie Fischfilet machte deutlich, dass es keine langen Transportwege für exquisite Zutaten braucht – vor allem nicht im Landkreis Tirschenreuth. Foto: Anna Heidenreich

Tradition und handwerkliche Küche

Uwe Gläßl, ganz Oberpfälzer, machte nicht viele Worte. „Mei, gescheiter wär’s, ich würde mir was holen oder mich beliefern lassen. Aber ich bin halt so ein Mensch, ich brauch’ das, nachts um drei noch rauszulaufen zum Bach.“ Warum er sich das antut? So habe es bei Familie Gläßl schon der Uropa vorgelebt.

Grammer Solar
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„Ich mach’ das so, weil ich so aufgewachsen bin. Wir hatten immer eine Landwirtschaft, haben daheim geschlachtet, gewurstet und gekocht. Vielen Dank für die Auszeichnung, dass das g’schätzt wird“, sprach‘s und verschwand in der Küche – um aus bodenständigen Zutaten meisterhafte Gerichte zu zaubern: Saiblingstatar mit geröstetem Brot und zweierlei fruchtig marinierten Salaten von der Brunnenkresse und Bärlauch. Stieglmühlner Fischsuppe vom Zander, die dank Noten von Ingwer und Koriander statt an den Steinwald eher an Fernostasien erinnert. Und als Hauptgang: Lachsforellenfilet und Spargel an frischen Tagliarini und Zitronensoße.

Über den Bezirk Oberpfalz

Als dritte kommunale Ebene neben den Gemeinden und Landkreisen unterstützt der Bezirk Oberpfalz mit rund 450 Mitarbeitenden Menschen mit Behinderungen sowie Pflegebedürftige und engagiert sich in der Kultur- und Heimatpflege, in der Fischerei und Teichwirtschaft und im Umwelt- und Landschaftsschutz. Die rund 4.000 Beschäftigten der „Medizinischen Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz (medbo KU)“ sind an acht Standorten für die neurologische und psychiatrische Gesundheit der Oberpfälzerinnen und Oberpfälzer im Einsatz.