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Schlüsselloch statt großen Schnitt: schonende Bandscheiben-OP im Klinikum Weiden

[Advertorial] Weiden. Gute Nachricht für Bandscheibenpatienten: Das Klinikum Weiden kann jetzt auch vollendoskopisch minimal operieren. Schonend, präzise – und vor allem: wohnortnah. Ein Gespräch mit Chefarzt PD Dr. Thomas Reithmeier und Ltd. Oberarzt Numier Alyosef.

Schlüsselloch statt großen Schnitt: schonende Bandscheiben-OP im Klinikum Weiden

Chefarzt PD Dr. Thomas Reithmeier und Ltd. Oberarzt Numier Alyosef im Echo-Gespräch. Foto: Friedrich Peterhans

Die voll-endoskopische Wirbelsäulenchirurgie gilt in der Fachwelt als bedeutender Fortschritt. Statt großer Schnitte arbeitet der Operateur durch einen nur wenige Millimeter breiten Zugang – mit Kamera, Licht und feinsten Instrumenten.

Die Vorteile sind durch Studien gut belegt: geringere Gewebeschäden, weniger Schmerzen, ein niedrigeres Infektionsrisiko und eine deutlich schnellere Mobilisation. Viele Patientinnen und Patienten können bereits wenige Stunden nach dem Eingriff wieder aufstehen. Oft reicht ein kurzer stationärer Aufenthalt von ein bis zwei Tagen.

Entscheidend bleibt allerdings die richtige Indikation. Nicht jede Erkrankung der Wirbelsäule eignet sich für das Verfahren – bei komplexen Eingriffen bleibt die klassische Chirurgie weiterhin Standard.

Minimal invasiver endoskopischer Eingriff: Anstatt eines großen Schnitts werden über wenige, millimeterkleine Zugänge eine feine Kamera (das Endoskop) und Spezialinstrumente eingeführt, um den Körper von innen zu behandeln. Grafik: Klinikum Weiden

„Beste Sicht auf das OP-Feld“

Wie funktioniert die Methode?

PD Dr. Thomas Reithmeier: Im Endoskopie-Stift, der je nach Anwendung einen Durchmesser von 6 bis 10 Millimeter hat, ist eine hochauflösende Kamera integriert, um so das OP-Feld auf einem großen Bildschirm zu spiegeln. Der Chirurg hat somit beste Sicht, daneben befindet sich mein Arbeitskanal, die Röhre, durch die ich das Instrument durchführen kann.

Sie sagen, „je nach Anwendung“ – nach welchen Instrumenten richtet sich der Durchmesser?

LUCE – DENK.summit
LUCE – DENK.summit

Reithmeier: Fräse, Stanze und ein blutstillendes Instrument können durch den Stift geführt werden.

Chefarzt PD Dr. Thomas Reithmeier im Echo-Gespräch. Foto: Jürgen Herda

Schnell wieder auf den Beinen

Was sind die signifikanten Vorteile für die Patienten?

Reithmeier: Die Patienten können noch einen Tag früher nach Hause, sie haben schneller ihre Mobilität zurück, haben weniger Wundschmerz, eine geringere Infektionsrate, einen geringeren Weichteilschaden …

Numier Alyosef: … eine kleinere Narbe – ein statt drei bis vier Zentimeter.

Reithmeier: Das verschafft uns ein Alleinstellungsmerkmal in der Region. Man hätte auch weiter mikrochirurgisch operieren können, Vorteile bringt das zunächst einmal ja nur den Patienten, weshalb wir die Geschäftsführung vom Sinn der Anschaffung überzeugen mussten.

Leitender Oberarzt Numier Alyosef im Echo-Gespräch. Foto: Jürgen Herda

Hightech im Miniaturformat

Ist so ein System teuer?

Reithmeier: Sie brauchen die Varianz an schwenkbaren Instrumenten, ein Pumpensystem mit kontinuierlicher Spülung, einen HD-Monitor sowie eine hochauflösende, robuste Kamera im Miniaturformat. Und Sie müssen sich vorstellen, dass der Führungskanal nur etwa einen Zentimeter Durchmesser hat. Beim Fräsen harter Knochen brauchen Sie Instrumente mit sehr hoher Qualität. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf 120.000 bis 200.000 Euro.

Win-win für Patienten und Klinik

Sind kürzere Liegezeiten nicht auch ein Vorteil für die Klinik?

Reithmeier: Wenn der Patient kürzer da ist, ist das auch ein Vorteil für das Klinikum – wir haben also eine Win-win-Situation. Die Genesungszeit wird beschleunigt, und auch jede Kasse ist froh über jede Stunde, die der Patient nicht im Krankenhaus liegt.

Chefarzt PD Dr. Thomas Reithmeier und Ltd. Oberarzt Numier Alyosef im Echo-Gespräch. Foto: Friedrich Peterhans

Nachsorge bleibt entscheidend

Wie lange bleibt man nach dem Eingriff in der Klinik?

Reithmeier: Je nach Verträglichkeit der Narkose eine Nacht bis zwei Tage. Wir wollen uns die Wunde anschauen, die Mobilisation erklären und eine solide postoperative Nachsorge gewährleisten – auch das Einstellen der Physiotherapie.

Kann der Patient nach der OP etwas falsch machen?

Reithmeier: Ja. Wenn er sich falsch bückt, verdreht oder den ganzen Tag sitzt, kann er auch nach einer kleinen OP etwas falsch machen. Die Bandscheibe ist ja nicht geheilt – wir haben nur das Stück entfernt, das Probleme macht.

Was passiert beim Bandscheibenvorfall?

Reithmeier: Bei einem Riss in der Bandscheibe ist gallertartiges Material ausgetreten und drückt auf Nerven. Die Öffnung bleibt zunächst bestehen, deshalb muss man darauf achten, dass nichts nachrutscht, bis alles vernarbt ist. Das bedeutet für Patienten: richtige Bewegung, gezielte Physiotherapie und Geduld sind entscheidend für den langfristigen Erfolg.

Sind Ischias und Hexenschuss das Gleiche?

Reithmeier: Sie können vieles bedeuten. Der Hexenschuss ist meist ein lokal begrenzter Rückenschmerz, Ischias bschreibt ausstrahlenden Schmerzen ins Bein . Das kann eine Nervenreizung sein – oder ein Bandscheibenvorfall. Deshalb ist die genaue Diagnose entscheidend.

Chefarzt PD Dr. Thomas Reithmeier im Echo-Gespräch. Foto: Jürgen Herda

Wo die Methode an ihre Grenzen stößt

Wann wird noch klassisch operiert?

Reithmeier: Wenn Wirbel instabil sind oder Gelenke entfernt werden müssen, etwa bei starkem Verschleiß. Dann muss oft versteift werden.

Wann eignet sich die Endoskopie besonders?

Reithmeier: Vor allem bei frischen Bandscheibenvorfällen. Einschränkungen gibt es, wenn der Spinalkanal sehr eng ist.

Alyosef: Wir können heute schon mehr Fälle minimalinvasiv behandeln als früher, etwa über seitliche Zugänge zum Nervenaustritt.

Leitender Oberarzt Numier Alyosef im Echo-Gespräch. Foto: Jürgen Herda

Erfolgsquote und Entwicklung

Wie häufig lässt sich die Methode anwenden?

Reithmeier: Bei einfachen Vorfällen in etwa 50 bis 80 Prozent der Fälle.

Wie hoch ist die Erfolgsquote?

Alyosef: Sowohl bei mikroskopischen als auch bei endoskopischen Operationen liegt sie bei rund 92 Prozent. Ziel ist es, die Integrität der Wirbelsäule möglichst zu erhalten.

Operieren – oder lieber abwarten?

Reithmeier: Ein wichtiger Punkt in der Weidener Strategie: Nicht jeder Rückenschmerz führt sofort in den OP. 90 Prozent der Patienten kommen ohne Operation aus. Wenn es vertretbar ist, behandeln wir zunächst drei bis sechs Wochen konservativ.

Chefarzt PD Dr. Thomas Reithmeier und Ltd. Oberarzt Numier Alyosef im Echo-Gespräch. Foto: Friedrich Peterhans

Was bedeutet konservativ?

Reithmeier: Physiotherapie und Infiltration – also gezielte Schmerztherapie an der betroffenen Stelle. Wenn der Schmerz durchbrochen wird, kommt der Körper oft wieder ins Gleichgewicht. Auch psychosoziale Faktoren spielen eine Rolle: Stress, Überlastung oder chronische Schmerzverarbeitung können den Heilungsverlauf beeinflussen – entsprechend fließen heute auch multimodale Therapiekonzepte ein.

Fazit

Mit der endoskopischen Wirbelsäulenchirurgie positioniert sich das Klinikum Weiden als moderne Anlaufstelle für Rückenschmerzpatienten in der Region. Für viele bedeutet das vor allem eines: kürzere Wege – und eine Behandlung auf dem neuesten Stand der Medizin, direkt vor der Haustür.

Die Vorteile der endoskopischen Bandscheiben-OP

  • Sehr kleiner Hautschnitt (ca. 5–8 mm)
  • Deutlich geringerer Muskel- und Gewebeschaden
  • Weniger Schmerzen nach der Operation
  • Niedriges Infektionsrisiko
  • weniger Narbenbildung im operativen Zugangsweg
  • Schnelle Mobilisation – oft wenige Stunden nach OP
  • Kurzer Klinikaufenthalt (1–2 Tage)
  • Schnellere Rückkehr in Alltag und Beruf
  • Hochpräzise OP durch Kamera mit exzellenter Sicht.