Argauer erlöst den SC Luhe-Wildenau spät – wichtiger Heimsieg gegen Passau

Argauer erlöst den SC Luhe-Wildenau spät – wichtiger Heimsieg gegen Passau
Der SC Luhe-Wildenau feiert am 15. Spieltag der Landesliga Mitte einen hart erkämpften 2:1-Heimsieg gegen den 1. FC Passau. Dank einer leidenschaftlichen Leistungssteigerung im zweiten Durchgang belohnt sich die Heimmannschaft vor 150 Zuschauern für ihren hohen Aufwand und sichert sich extrem wichtige Punkte auf dem eigenen Konto.
Spielinfos
- Wettbewerb: Landesliga Mitte, 15. Spieltag
- Begegnung: SC Luhe-Wildenau – 1. FC 1911 Passau
- Endstand: 2:1 (1:1)
- Torschützen: Paul Fenzl (10.), Noah Aklassou (31.), Nico Argauer (83.)
- Schiedsrichter: Lukas Pflaum
- Zuschauer: 150
- Spielort: Michael-Höhbauer-Stadion, Luhe-Wildenau
Frühe Führung, ungewöhnlicher Ausgleich
Der SC Luhe-Wildenau erwischte einen guten Start und ging in der 10. Spielminute in Führung. Nico Argauer eroberte im Mittelfeld den Ball und leitete ihn auf den Flügel zu Josef Fenzl weiter. Dessen Flanke erreichte David Bezdicka, der den Ball sehenswert zu Paul Fenzl weiterleiten wollte. Der Passauer Emil Hogemann bekam die Situation nicht unter Kontrolle, sodass Fenzl frei vor Torhüter Paul Burgmeier auftauchte und überlegt zum 1:0 abschloss.
In der Folge blieb die Begegnung zunächst überschaubar. Zwar gab es auf beiden Seiten einige Torannäherungen, klare Chancen blieben jedoch Mangelware. Dann sorgte die 31. Minute für eine Szene, die den Spielverlauf unerwartet veränderte.
Johannes Gradl vom SC verfolgte Jakob Holzinger im Mittelfeld und hielt den Passauer längere Zeit am Trikot fest. Schiedsrichter Lukas Pflaum pfiff Freistoß, viele Zuschauer rechneten bereits mit einer Gelben Karte. Doch der Ball war frei, und Holzinger reagierte gedankenschnell. Er erkannte den in den freien Raum gestarteten Noah Aklassou und spielte ihn an. Aklassou umkurvte den herausstürmenden SC-Torhüter Moritz Plößl und schob zum 1:1 ein. Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeitpause.
Mehr Tempo nach der Pause – beide Torhüter gefordert
Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie deutlich an Fahrt auf. Beide Mannschaften kamen nun zu besseren Möglichkeiten, und die Torhüter rückten zunehmend in den Mittelpunkt. Moritz Plößl und sein Gegenüber Paul Burgmeier verhinderten mit mehreren starken Paraden weitere Treffer.
Auf Passauer Seite hatte Noah Aklassou Pech, als sein Abschluss am Pfosten landete. Auf der Gegenseite fehlte David Bezdicka nur wenig, als sein Schuss haarscharf am Tor vorbeistrich. Die Begegnung wurde offener, und beide Teams suchten entschlossener den Weg nach vorne.
Für die Gastgeber ging es auch darum, nach komplizierten Wochen wieder Sicherheit zu gewinnen. Spielertrainer Benjamin Urban sprach die Probleme der vergangenen Partien offen an: „Es waren komplizierte Wochen, wir bekommen zurzeit zu einfache Gegentore.“ Umso wichtiger war für ihn die Reaktion nach der Pause, in der sich seine Mannschaft zunehmend stabilisierte und den Sieg unbedingt wollte.
Argauer entscheidet die Partie
In der 83. Minute schlug der SC erneut zu. Janne Lautner fing einen Ball der Gäste ab und leitete ihn direkt zu David Bezdicka weiter. Der Angreifer, der damit bereits seinen zweiten Assist verbuchte, spielte sofort auf den gestarteten Nico Argauer. Der SC-Offensivspieler stand im Strafraum nahezu frei vor Burgmeier, blieb ruhig und schob überlegt ins lange Eck zum 2:1 ein.
Passau versuchte in der Schlussphase noch einmal alles, um zumindest einen Punkt mitzunehmen. In der Nachspielzeit bot sich Leon Eder die große Ausgleichschance, doch sein Kopfball strich knapp am Pfosten vorbei. Danach durfte Luhe-Wildenau aufatmen und einen hart erkämpften Heimsieg feiern.
Passaus Trainer Patrick Choroba zeigte sich nach dem Abpfiff enttäuscht von der Leistung seiner Mannschaft: „Es sind zwei verunsicherte Mannschaften auf dem Platz gestanden. Am Anfang war das Spiel wild und zerfahren, in der zweiten Halbzeit sind wir komplett abgeflacht. Da ist zu wenig von den Jungs gekommen, obwohl wir noch zwei, drei gute Chancen hatten.“ Nach dem Rückstand sei sein Team „mausetot“ gewesen. „Im Moment können wir die Spiele nicht auf unsere Seite ziehen“, lautete Chorobas ernüchterndes Fazit.
Ganz anders fiel die Einschätzung von Benjamin Urban aus, der vor allem den Einsatz seiner Spieler hervorhob: „In der zweiten Halbzeit haben wir uns belohnt. Ich bin stolz, dass wir das unbedingt wollten und mit Willen über die Ziellinie gebracht haben.“
Schwere Aufgabe in Hauzenberg
Der 1. FC Passau steht nach 15 Spieltagen mit 22 Punkten auf Tabellenplatz acht. Der SC Luhe-Wildenau belegt weiterhin Rang 10 mit 19 Punkten. In der eng zusammengerückten Liga beträgt der Abstand zum Relegationsplatz lediglich drei Punkte.
Am kommenden Spieltag empfängt Passau den FC Amberg und will dort die nächste Gelegenheit nutzen, um weitere Punkte einzufahren. Auf den SC wartet eine deutlich schwierigere Aufgabe: Die Mannschaft von Benjamin Urban gastiert beim Tabellenzweiten FC Sturm Hauzenberg. Dort wird es erneut darauf ankommen, die kämpferische Einstellung aus der zweiten Halbzeit über die gesamte Spielzeit auf den Platz zu bringen.













