EAD Dirnberger, Jobs
EAD Dirnberger, Jobs

Blue Devils gehen trotz couragierter Leistung, aber Chancenwucher, erneut leer aus

Weiden. Wieder belohnten sich die Blue Devils nicht für eine ganz starke Leistung und mussten sich dem EV Landshut höchst unglücklich mit 4:5 geschlagen geben. Die Fans bekamen ein hochklassiges Spiel zu sehen, in dem Weiden einfach zu viele Chancen vergab.

Blue Devils gehen trotz couragierter Leistung, aber Chancenwucher, erneut leer aus

Cedric Schiemenz hält drauf. Doch wie in dieser Szene scheiterte der Weidener Angreifer – ebenso wie seine Teamkollegen – immer wieder an der vielbeinigen Gästedefensive. Foto: Christian Kaminsky.

DEL 2, 34. Spieltag

Blue Devils Weiden – EV Landshut 4:5 (1:2, 0:2, 3:1)

Tore: 7. Min. Manuel Edfelder (Alex-Olivier Voyer) 1:0, 12. Min. Lindberg (Elsner, PP 1) 1:1, 14. Min. Dersch (Lindner) 1:2, 24. Stieler 1:3 (PP1) 36. Min. Lindberg 1:4, 43. Min. Noah Samansky (Neal Samansky) 2:4, 55. Min. Luis Marusch (Edfelder) 3:4, 59. Min. Gooch (Emptynet) 35m, 60. Min. Tommy Muck (Cedric Schiemenz, Tyler Ward) 4:5. Strafminuten: Weiden: 4; Landshut: 12. – Zuschauer: 2163.

Die nächste unglückliche Niederlage für die Truppe von Coach Sebastian Buchwieser. Die Blue Devils belohnten sich einmal mehr nicht für eine mindestens zwei Drittel bärenstarke Leistung. Entscheidend war der zweite Durchgang, als man die nicht überzeugenden, aber ausgebufften Gäste auf 1:4 davonziehen ließ. Gegen die favorisierten Landshuter zeigte sich einmal mehr überdeutlich, woran es bei den Blue Devils in erster Linie hapert: an der Chancenverwertung. Man spielt meist nicht schlecht – am Sonntag sogar sehr gut – erarbeitet sich zahllose Gelegenheiten, allein, man verwertet selbst die dicksten Dinger nicht. 44:21 Torschüsse zugunsten der Blue Devils sprechen eine eindeutige Sprache. Wie es besser geht, zeigten die routinierten Gäste: Sie machten aus ihren wenigen Chancen die Tore zum richtigen Zeitpunkt und waren in Überzahl brutal effektiv. Weiden dagegen agierte gerade in den 5:4-Situationen zu umständlich und größtenteils harmlos.

Anzeige – Der Artikel wird präsentiert von der Harald Gollwitzer GmbH.

Die Blue Devils starteten nach der höchst unglücklichen Niederlage in Bad Neuheim mit Michael McNiven im Tor, und einer taktischen Umstellung: Coach Sebastian Buchwieser beorderte nach dem Ausfall des angeschlagenen ZachTsekos Goldhelm Luca Gläser in die erste Reihe neben Tyler Ward und Alex-Olivier Voyer. Mit Vlad Filin, Tomas Rubes und Nick Jermain fehlten den Gastgebern weiterhin vier wichtige Spieler. Aber auch Gästecoach Uwe Krupp musste auf einige Akteure verzichten.

Gastgeber beginnen dominant

Die Blue Devils boten eines ihrer stärksten Drittel seit Langem und lagen trotzdem sehr unglücklich zurück. Aggressiv und entschlossen drückten sie die Gäste in deren Verteidigungsdrittel, verpassten aber eine höhere Führung. Allerdings resultierte die Weidener Führung sehr glücklich: Edfelder schoss an die Bande und von den Schonern des Gästegoalies Dietl prallte der Puck ins Tor. Die Gäste erwiesen sich hier als viel cleverer und machten aus wenigen Chancen zwei Tore. Neben den vergebenen Gelegenheiten hatten die Devils auch noch Pech, als Voyer den Puck an den Pfosten hämmerte. So ging es mit einer recht schmeichelhaften Gästeführung in die Kabinen.

Anzeige sporteurope.tv – Partner von OberpfalzECHO

„Pferdelunge“ Tommy Muck

Eine Lehrstunde bezüglich Effizienz brachte der zweite Durchgang. Die Gastgeber bemühten sich weiterhin redlich, schafften es aber nicht, den nicht immer sicheren Gästegoalie zu überwinden. Dagegen blieb Landshut eiskalt und zog – scheinbar uneinholbar – auf 4:1 davon. Doch wie ist das Motto der Blue Devils? „Weidner geben niemals auf!“ Unter dieser Devise dominierte man den Favoriten im letzten Abschnitt ganz klar und kam tatsächlich noch auf 3:4 heran. Selbst als der Landshuter Gooch beim gezogenen Weidener Goalie das zum 3:5-Emptynetgoal genutzt hatte, steckten die Devils nicht auf und 26 Sekunden vor der Schlusssirene gelang „Pferdelunge“ Tommy Muck das 4:5. Mit etwas Glück hätten Voyer und Neal Samansky sogar noch den Ausgleich erzielen können, doch die Gäste brachten den außerordentlich schmeichelhaften Sieg mit viel Glück über die Zeit.

VGN Nürnberg Phase 2
VGN Nürnberg Phase 2