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Handball: Spitzenspiel zwischen Weiden und Wackersdorf ein Krimi

Weiden. Ein Spitzenspiel, das seinem Namen in jeder Hinsicht gerecht wurde, sahen die Zuschauer am Samstag. Es war wieder Werbung für den Handballsport.

Handball: Spitzenspiel zwischen Weiden und Wackersdorf ein Krimi

Stefano Flier war bester Werfer der HSG Weiden. Foto: Jürgen Masching

Handball-Bezirksliga Ostbayern

HSG Weiden – TV Wackersdorf 31:31 (15:18)

Was als Topspiel angekündigt war, entwickelte sich am Samstagnachmittag in der voll besetzten Realschulturnhalle in Weiden zu einem echten Handball-Krimi. In der Bezirksliga Ostbayern trennten sich Tabellenführer HSG Weiden und Verfolger TV Wackersdorf nach 60 intensiven Minuten mit einem 31:31-Unentschieden.

Die Ausgangslage versprach Spannung: Weiden ging mit einem Vorsprung von zwei Punkten als Tabellenführer in die Partie, während der TV Wackersdorf als hartnäckigster Verfolger aus dem Landkreis Schwandorf anreiste. Bereits das Hinspiel hatte für große Emotionen gesorgt, als die Weidener einen deutlichen Rückstand noch drehten und knapp siegten – eine Rechnung, die die Gäste diesmal begleichen wollten.

Wackersdorf mit starker ersten Halbzeit

Der Beginn der Partie verlief ausgeglichen, ehe sich die HSG Weiden bis zur neunten Minute auf 6:3 absetzen konnte. Doch die Gäste zeigten eindrucksvoll, warum sie zu den Topteams der Liga zählen. Tor um Tor kämpfte sich Wackersdorf zurück ins Spiel und übernahm nach einer Auszeit in der 22. Minute erstmals die Führung. In einer starken Phase bis zur Pause bauten die Gäste ihren Vorsprung auf drei Tore aus – mit einer 18:15-Führung ging es in die Halbzeit.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb der TV Wackersdorf zunächst tonangebend. Weiden kam zwar immer wieder auf zwei Tore heran, ließ jedoch zahlreiche Chancen aus teils ungünstigen Wurfpositionen liegen. Entweder scheiterte man am stark aufgelegten Gästekeeper oder am Pfosten. In der 46. Minute schien die Partie endgültig zu kippen, als Wackersdorfs Max Standecker das 26:22 erzielte und die Gäste kurz darauf auch noch in Überzahl agieren konnten. Viele der Zuschauer sahen den TV Wackersdorf zu diesem Zeitpunkt bereits auf der Siegerstraße, die Gästefans feierten lautstark.

Weiden am Ende mit dem stärkeren Finish

Doch dann zeigte der Tabellenführer Moral. Mit frischen Kräften von der gut besetzten Bank und spürbarer Entschlossenheit startete Weiden eine furiose Aufholjagd. Zwar stemmte sich Wackersdorf tapfer gegen den Druck, doch der Kräfteverschleiß machte sich zunehmend bemerkbar. Zwei Minuten vor dem Ende gelang der HSG schließlich der viel umjubelte Ausgleich zum 31:31. In der hektischen Schlussphase hatten beide Teams noch Möglichkeiten auf den Siegtreffer, ließen diese jedoch ungenutzt.

Beide Trainer sahen sehr gutes Spiel ihres Teams

Am Ende stand ein möglicherweise glückliches, aber hart erkämpftes Unentschieden für den Tabellenführer. HSG-Trainer Jannis Prelle zeigte sich zufrieden: „Aufgrund der Moral und Einstellung meiner Mannschaft ist der Punkt verdient. Wir sind erneut gegen einen starken Gegner zurückgekommen.“

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Wackersdorfs Trainer Johann Schießl haderte hingegen etwas mit dem Ergebnis: „Wir hatten nur zehn Feldspieler, zwei davon angeschlagen, und am Ende hat die Kraft gefehlt. Trotzdem hätten wir das Spiel gewinnen müssen. Wir haben zu viele einfache Abschlüsse vergeben und hätten mit vier oder fünf Toren wegziehen können. Jetzt müssen wir auf einen Ausrutscher von Weiden hoffen.“

Prelle ergänzte abschließend: „Ob das glücklich ist oder die Moral meines Teams zeigt, darüber kann man diskutieren. Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Wackersdorf hätte nach der Führung auch gewinnen können. Es war ein sehr schnelles Spiel mit vielen Fehlwürfen. Ich habe heute alle drei Torhüter eingesetzt – jeder hat seinen Teil beigetragen. Ein Sieg für Wackersdorf wäre heute ebenfalls nicht unverdient gewesen.“