3:0-Führung reicht für die Blue Devils nicht zum Sieg
3:0-Führung reicht für die Blue Devils nicht zum Sieg
Fünf Punkte fehlen den Blue Devils Weiden aktuell im Rennen um den letzten Pre-Playoff-Platz der DEL2. Gegen die Wölfe Freiburg, einen direkten Kontrahenten, empfing Weiden in der Hans-Schröpf-Arena die Breisgauer – im zweiten DEL2-Jahr mit klarer Playoff-Mission und nach einem fünf-Punkte-Wochenende.
Im Tor stand erneut Michael McNiven, während Simon Wolf als Backup bereitstand. Wegen Krankheit fehlte Fabian Ribnitzky, dafür rückte Daniel Schwaiger in die erste Verteidiger-Paarung zu Tommy Muck. Die Gäste aus dem Breisgau wollten ihre letzte Chance nutzen, um den Playdowns zu entrinnen, und traten unter Coach Juraj Faith entsprechend entschlossen auf. So kündigte sich ein kämpferisches Duell auf Augenhöhe an, was beiden Trainern auch bewusst war, bei dem Weiden zu Hause die Zähler unbedingt behalten wollte.
Frühe Strafe, spätes Glück: Weiden setzt das erste Zeichen
Vor dem Spiel hatte Interimstrainer Jürgen Rumrich es noch gesagt, „man solle von der Strafbank wegbleiben.“ Bereits nach wenigen Sekunden kassierte Paul Vinzens jedoch die erste Strafe. In Überzahl traf Fabian Ilestedt nur den Pfosten. Der EHC Freiburg störte den Aufbau der Blue Devils früh, und Weiden fand kaum Wege ins Angriffsdrittel. Kam doch etwas durch, stand Fabian Hegmann sicher. Größere Möglichkeiten erspielten sich zunächst die Wölfe. Nach neun Minuten musste ein Freiburger runter, und Weiden erhielt sein Powerplay, doch Hegmann parierte mehrfach.
Danach starteten die Gäste eine kleine Drangphase, aber Michael McNiven hielt stark. Weiter blieben die Wölfe das aktivere Team und vergaben gute Chancen. Auf der Gegenseite setzten die Oberpfälzer einen Schuss an die Latte. Beim folgenden Bully reagierte schließlich Paul Vinzens am schnellsten und netzte zum etwas glücklichen 1:0 ein. Mit dieser knappen Führung gingen die Blue Devils in die erste Pause.
Wards Jubiläum und Freiburger Aufholjagd
Zerfahren begann das zweite Drittel, geordnete Aktionen blieben Mangelware. Die Blue Devils investierten mehr nach vorn, kamen aber selten zwingend zum Abschluss. Freiburg störte mit aggressivem Forechecking und bremste Weiden aus. Dann jubelte Weiden doch: Tyler Ward fälschte einen Schuss von Tommy Muck ab und traf ins Gästetor. Die Wölfe antworteten mit wütenden Angriffen, Michael McNiven hielt stark. Chancen erspielten sich beide Seiten, die Torhüter entschärften mehrfach brenzlige Situationen. Zudem rettete erneut das Aluminium für die Oberpfälzer.
In der 31. Minute legte Ward nach und erzielte mit seinem 100. Treffer für die Blue Devils das 3:0. Danach drückten die Breisgauer, Weiden klärte die Scheibe nicht, und Fabian Ilestedt verkürzte. Kurz darauf fuhr Freiburg einen Konter und stellte auf 3:2. Die Gastgeber wirkten nun fahrig, leisteten sich Fehlpässe und Puckverluste. Den Ausgleich suchten die Gäste energisch, doch Weiden rettete die knappe Führung in die Pause. Calvin Pokorny meinte im Pauseninterview: „Die Pause tut uns jetzt gut, um den Kopf wieder frei zu bekommen.“
Ausgleich der Wölfe und Zittern bis zur Sirene
In der Hans-Schröpf-Arena erwischten die Blue Devils Weiden den besseren Start ins Schlussdrittel, doch Fabian Hegmann parierte alles. Eine Strafzeit gegen Luca Gläser bremste den Schwung. Die Oberpfälzer verteidigten stark und überstanden das brenzlige Unterzahlspiel. Kurz darauf glich Freiburg aus, als die Scheibe vom Schlittschuh von Alex-Olivier Voyer über Michael McNiven ins Tor sprang.
Weiden zeigte Nerven, und Michael McNiven verhinderte sogar den Führungstreffer der Breisgauer. Eine Strafzeit stoppte die Gäste etwas, und die Blue Devils drängten wieder auf die Führung, doch der Ertrag fehlte. In dieser Phase schied Tommy Muck aus, was der Stabilität nicht half. Mehrfach ragte McNiven als starker Rückhalt heraus. Pech hatte Noah Samanski, der nur das Gestänge traf. So gingen beide Teams in die Schlusssekunden, und es blieb bei 3:3 nach 60 Minuten.
Entscheidung in der Verlängerung
Die Overtime startete verhalten, beide Teams lauerten auf die Lücke. Dann rutschte Alex-Olivier Voyer in den Abschluss und verpasste den möglichen Siegtreffer im Liegen nur knapp. Kurz darauf scheiterte Tyler Ward nach feinem Antritt, während Luca Gläser den Rebound nicht über die Linie drückte. Schließlich nutzten die Gäste aus dem Breisgau ihre Chance und entschieden die Partie für den EHC Freiburg. Damit konnten die Blue Devils die Niederlagen der vor ihnen liegenden Mannschaften nicht nutzen.
Blue Devils Weiden – EHC Freiburg 3:4 (1:0/2:2/0:1/0:1)
Tore:
1:0 P. Vinzens (18:57), 2:0 T. Ward (25:08), 3:0 T. Ward (30:47), 3:1 F. Ilestedt (34:11), 3:2 T. Schwamberger (35:04), 3:3 L. Mühlbauer (46:18), 3:4 L. Mühlbauer (63:14)
Schüsse:
34 – 36
Strafen:
6 – 6
Zuschauer:
2211




