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Alan Letang, der neue starke Mann hinter der Bande der Blue Devils Weiden

Weiden. Am Samstag erste Telefongespräche mit dem Team-Präsidenten, am Dienstag in Deutschland angekommen, hier erste Gespräche geführt, am Mittwoch das erste Training geleitet und danach der Presse Rede und Antwort gestanden: Alan Letang, der neue Trainer der Blue Devils, hat intensive Tage hinter sich und nicht viel Zeit, um sein Team vor dem Abstieg zu retten.

Alan Letang, der neue starke Mann hinter der Bande der Blue Devils Weiden

Alan Letang, der neue Headcoach der Blue Devils Weiden. Foto: Udo Fürst

Es ist eine Mammutaufgabe für Alan Letang, den neuen Trainer der Blue Devils: Fünf Punkte in sechs Spielen müssen die Seinen auf die Eispiraten Crimmitschau gutmachen, um vielleicht doch noch den letzten Pre-Play-off-Platz in der DEL 2 zu erreichen. In einem ersten Kennenlerngespräch in der Devils-Lounge erwies sich der seit vielen Jahren in Kanada lebende Kroate als fokussierter und leidenschaftlicher Fachmann mit einem klaren Ziel. Ausführlich und geduldig beantwortete er die Fragen der Medienvertreter. An seiner Seite: Sportlicher Leiter und Interimstrainer Jürgen Rumrich sowie Geschäftsführer Franz Vodermeier. Zuvor hatte sich Letang bereits mit den Führungsspielern der Blue Devils und seinem Trainervorgänger Rumrich ausführlich ausgetauscht.

Zweifacher Goldmedaillengewinner

In Kanada leitete der 50 Jahre alte Letang zuletzt eine Eishockeyschule. „Als Trainer willst du immer ganz nahe am Eis sein, willst immer an der Bande stehen. Als ich in den vergangenen Monaten zu Hause einige Trainings und Skill-Einheiten für meine Hockeyschule geleitet habe, kam meine Leidenschaft zurück. Als mich Stephan Seeger angerufen hat, war es für mich keine Frage, diese reizvolle Aufgabe anzunehmen. Ich kenne das deutsche Eishockey ein wenig und weiß über die DEL 2, dass es eine gute Liga mit guten Teams und guten Trainern ist. Es ist eine spannende Herausforderung, auf die ich mich freue.“

Von 2021 bis November 2025 arbeitete Letang als Headcoach der Sarnia Sting in der Ontario Hockey League (OHL). Als Assistenztrainer der kanadischen U 20-Nationalmannschaft gewann er bei den U 20-Junioren-Weltmeisterschaften 2019/20 und 2022/23 jeweils die Goldmedaille. Als Spieler absolvierte er 14 Partien in der NHL. Auch in Deutschland ist Letang kein Unbekannter: Für die DEL-Clubs Kaufbeuren, Augsburg, Hamburg und Nürnberg kam er auf mehr als 200 Einsätze. Weitere internationale Stationen führten ihn nach Kroatien und in die Schweiz.

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Videoanalysen und viele Gespräche

In den vergangenen Tagen habe er sich über seinen neuen Verein durch ausführliche Videoanalysen und Gespräche hauptsächlich mit Jürgen Rumrich (mit dem Letang in Hamburg zusammen gespielt hat) und den Führungsspielern informiert. Sportlich wolle und könne er nicht über Nacht alles ändern. Er sei davon überzeugt, dass die Stimmung im Team nach wie vor gut sei. „Jeder, mit dem ich gesprochen habe, sagt, dass die Mannschaft hart arbeitet, leidenschaftlich spielt und eine Einheit bildet. Es sind nur einige Details in unserem Spiel, die wir verbessern müssen. Etwas mehr Tempo, den Puck länger in der Offensivzone halten und mehr hochkarätige Chancen kreieren. Ich freue mich darauf, mit den Jungs zu arbeiten.“

Was war seine Motivation, von Kanada nach Deutschland zu gehen? „Mich hat die Leidenschaft überzeugt, mit der die Verantwortlichen hier arbeiten. Alle suchen nach Lösungen. Und diese Lösungen liegen in der Kabine bei den Spielern, ich möchte sie aus ihnen herausholen. Ich bin hierhergekommen, um mich zu beweisen und hoffentlich etwas für die Zukunft aufzubauen. Ich freue mich, diese Herausforderung anzunehmen.“

Sportlicher Leiter Jürgen Rumrich, Trainer Alan Letang und Geschäftsführer Franz Vodermeier (von links) beim Pressegespräch. Foto: Udo Fürst

Fokus liegt auf Tempo

Alan Letang über den Trainer Alan Letang: „Ich bin ein Trainer, der nah an seinen Spielern ist und viel kommuniziert. Mein Spielstil ist sehr wettkampforientiert, schnell und energiegeladen, aber auch strukturiert. Der Fokus liegt auf Tempo. Die Eisfläche ist groß, aber die gefährlichen Bereiche sind überall gleich. Wenn wir mehr Spieler dorthin bringen, können wir erfolgreich sein.“ Wichtig sei für ihn, dass er die Spieler kennenlerne, ihre Persönlichkeiten verstehe und Vertrauen aufbaue. „Dass sie an unsere Arbeit glauben, ist entscheidend.“

Zoigltermine
Zoigltermine

Wichtig ist dem neuen Coach eine vertrauensvolle Zusammenarbeit bei den Blue Devils. Bei zwei Akteuren dürfte das kein Problem sein: Michael McNiven hatte er in seinem ersten Trainerjahr in Owen Sound als 19-jährigen Torhüter unter seinen Fittichen. Und mit Jürgen Rumrich hat er früher in Hamburg zusammengespielt. „Es ist wichtig, jemanden zu kennen. Ich kann mich auf ihn verlassen und wir können ehrlich zueinander sein.“