Blue Devils dominieren die Eisbären lange, lassen aber zu viele Chancen liegen
Blue Devils dominieren die Eisbären lange, lassen aber zu viele Chancen liegen
DEL 2, 47. Spieltag
Eisbären Regensburg – Blue Devils Weiden 4:3 (1:1, 0:1, 2:1, 1:0) n.P.
Tore: 2. Min. Kevin Slezak 1:0, 8. Min. Manuel Edfelder (Noah Samansky, 5/4) 1:1, 31. Min. Cedric Schiemenz (Alex-Olivier Voyer) 1:2, 48. Min. Morley 2:2, 54. Min. Mähler 3:2, 60. Schiemenz 3:3, 65. Min. Bracco (Penalty) 4:3. – Strafminuten: Eisbären: 6, Blue Devils: 8. – Zuschauer: 4611. – Wie schon so oft in dieser Saison haben die Blue Devils leichtfertig einen durchaus möglichen Sieg verschenkt. Zwei Drittel war das Team von Neu-Trainer Alan Letang klar besser, vergab aber dutzendweise Chancen im Minutentakt. Es ging schon nicht mehr auf die berühmte Kuhhaut, was die Devils in Form der Samanski-Brüder, Gläser, Voyer, Edfelder, Schiemenz oder Voyer an Möglichkeiten liegen ließen. Bezeichnend hier auch das Penaltyschießen, in dem Schiemenz, Voyer und Gläser kläglich vergaben. Zur Ehrenrettung der Devils kann man anführen, dass sich Eisbären-Goalie Jonas Neffin einmal mehr in absoluter Topform präsentierte und die Gästeangreifer mehrfach verzweifeln ließ.
Kalt erwischt
Die Blue Devils mussten im mit Spannung erwarteten Derby weiterhin auf Torjäger Tyler Ward verzichten. Das veranlasste den neuen Coach Alan Letang, die Reihen etwas durcheinanderzuwürfeln. So bildeten Luca Gläser, Zach Tsekos und überraschend Tom Schwarz die erste Sturmreihe, in der Abwehr starteten Tommy Muck und Maximilian Kolb. Im Tor startete Michael McNiven. Die Blue Devils wurden schon nach 80 Sekunden kalt erwischt, als sie Slezak vergaßen, der mutterseelenalleine dem ansonsten starken Goalie McNiven keine Chance ließ. Weiden musste sich nur kurz schütteln und war fortan die klar spielbestimmende Mannschaft. Lohn für den engagierten Auftritt war der verdiente Ausgleich durch Edfelder im ersten Überzahlspiel.
Cedric Schiemenz herrliches Tor
Ähnliches Bild im zweiten Drittel: Die Blue Devils wurden immer stärker, Regensburg konnte sich kaum noch aus dem eigenen Drittel befreien. Folgerichtig ging man durch ein herrliches Tor von Cedric Schiemenz in Führung, vergab danach weitere Hochkaräter. Auch im letzten Abschnitt sah es lange nicht nach einem Ausgleich der Eisbären aus. Zu dominant traten die Gäste auf, wirkten bissiger, spielfreudiger und fokussierter. Erst als aufgrund der sehr aufwendigen Spielweise etwas die Kräfte nachließen, kam Regensburg wieder auf. Dennoch waren die beiden Eisbären-Treffer unnötig, entsprangen sie doch zwei Nachlässigkeiten in der Defensive.
Als Coach Letang den Torwart gezogen hatte, nahm sich der bärenstarke Schiemenz ein Herz und sorgte 59 Sekunden vor der Schlusssirene mit seinem zweiten Treffer für den hochverdienten Ausgleich. Nachdem in der Verlängerung keine Tore fielen, musste das Penaltyschießen entscheiden. Hier erwiesen sich mit Ausnahme des Regensburgers Bracco alle Schützen als wenig treffsicher. Zudem war Eisbären-Goalie Neffin auch hier unüberwindbar.
Weiter geht es für die Blue Devils am Sonntag gegen die Bietigheim Stellers. Da heißt es wieder: Verlieren verboten, es zählen nur noch Siege.


