Blue Devils starten das Unternehmen Klassenerhalt in der DEL2
Blue Devils starten das Unternehmen Klassenerhalt in der DEL2
Play-down-Drama, 1. Akt: Am Freitag (20 Uhr) empfangen die Blue Devils im ersten Spiel den ESV Kaufbeuren zum Abstiegs-Showdown. Die gute Nachricht: Die Hausherren gehen mit einem 1:0‑Vorsprung in die Serie, ohne gespielt zu haben. Grund dafür ist die DEL2-Regel, nach der ein Team, das nach der Hauptrunde mehr als zehn Punkte Abstand zum anderen gesammelt hat, nur noch drei statt vier Siege in der Serie „Best-of-seven“ benötigt. Weil der Hauptrundenletzte Kaufbeuren nur 44 Zähler sammelte, startet Weiden (57 Punkte) mit dem Vorteil, „nur“ noch drei Spiele gewinnen zu müssen.
Mentale Unterstützung im Future Lab
Die Blue Devils waren in der ersten Play-down-Runde gegen den EC Bad Nauheim relativ chancenlos, verloren viermal und boten hauptsächlich in den zwei letzten Partien eine teilweise unterirdische Leistung. Da so etwas nicht spurlos an den Akteuren und deren Köpfen vorbeigeht, hat man sich in dieser Woche mentale Unterstützung geholt. „In der Playdown-Serie geht es nicht nur um Taktik und Fitness, sondern auch um den Kopf“, schreibt der Verein in den sozialen Medien und berichtet von einem inspirierenden Impulsvortrag des Sportpsychologen Markus Flemming im Future Lab der LUCE-Stiftung von Lars und Christian Engel. Dabei habe man wertvolle Einblicke in mentale Stärke und Wettkampfvorbereitung gewonnen. „Um bewusst neue Perspektiven zu schaffen und raus aus der gewohnten Kabinenumgebung zu kommen, fand das Meeting in Weiherhammer statt. Die Blue Devils dankten Florian Waldeck und Severin Hirmer, die diese besondere Location kurzfristig zur Verfügung gestellt haben.
Psyche der Spieler ist gefragt
Personell werden sich kaum Veränderungen gegenüber dem letzten Spiel in Bad Nauheim ergeben. Lediglich hinter dem Einsatz von Neal Samanski steht noch ein Fragezeichen. Trainer Alan Letang ist klar, dass die Serie gegen Kaufbeuren sehr „eng wird“. Trotz der Enttäuschung über die jüngsten Spiele bleibt der Kanadier zuversichtlich: „Wir haben die Chance, das Ende der Saison neu zu schreiben. Wenn wir die Serie rocken, wird niemand mehr an die Misere im Januar oder Februar denken.“
Gegen Kaufbeuren sei vor allem auch die Psyche der Spieler gefragt. Er versuche, den Spielern ihr Vertrauen zurückzugeben. Teamgeist und Zusammenhalt seien besonders wichtig. Letang erwähnt hier besonders die Veranstaltung im Future Lab. „Da konnten sich die Jungs wichtige Anregungen holen.“In den bevorstehenden Spielen müssen wir alles geben, jeden Puck blocken und vorn unsere Chancen nutzen.“ An dieser Philosophie habe sich nichts geändert. Die Mannschaft sei bereit und er glaube an sie.


