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OTH Amberg-Weiden
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Nach Messerstich bei Kolping-Freizeit: Heute wird Urteil erwartet

Weiden. Am Landgericht Weiden wird heute ein Urteil gegen einen 22-Jährigen aus Niederbayern erwartet. Er hatte im Sommer 2025 bei einem Kolpingjugend-Wochenende in Altendorf bei Pressath seine Freundin und einen Kumpel mit einem Messer angegriffen.

Weiden. Am Landgericht Weiden wird heute ein Urteil gegen einen 22-Jährigen aus Niederbayern erwartet. Er hatte im Sommer 2025 bei einem Kolpingjugend-Wochenende in Altendorf bei Pressath seine Freundin und einen Kumpel mit einem Messer angegriffen.
Ein inzwischen 22-jähriger Niederbayer steht aktuell vor der 1. großen Strafkammer am Landgericht Weiden. Foto: Christine Ascherl

Nach Messerstich bei Kolping-Freizeit: Heute wird Urteil erwartet

Die 1. große Strafkammer hört am Montag und Dienstag die letzten Zeugen. Die Polizeistreife, die als erste vor Ort war, traf vor dem Jugendgästehaus auf die Gruppe aufgeregter junger Leute. Der Tatverdächtige war zu diesem Zeitpunkt schon von anderen Teilnehmern zu Boden gebracht worden. Der damals 21-Jährige kniete auf dem Boden. Die Polizisten legten ihm Handfesseln an.

Täter wurde bewusstlos getreten

In dieser Situation kam es zu einer weiteren Tätlichkeit: Ein junger Mann aus der Gruppe trat dem Täter mit dem beschuhten Fuß gegen den Kopf. „Er wurde bewusstlos getreten“, berichtet der Polizist, der von diesem Angriff völlig überrumpelt wurde. Nach 10, 20 Sekunden sei der Angeklagte wieder zu sich gekommen. Er blutete stark aus Mund und Nase.

Eine weitere Streife brachte eine Blutprobe des Opfers in das Klinikum Weiden, damit bei Eintreffen schon Bluttransfusionen bereitstanden. Währenddessen lief vor Ort in Altendrof die Reanimation an.

Notarzt schildert dramatische Reanimation

Der Notarzt schildert die Situation, als er um 22.38 Uhr eintraf (der Notruf ging um 22.24 Uhr ein). Der Verletzte lag auf dem Boden, konnte nur noch seinen Vornamen sagen. „Er war in einem massiven Schock.“ An der Opfer bewusstlos, das Herz stand still. Die Reanimation hatte zunächst keinen Erfolg, woraufhin eine Thorax-Drainage gemacht wurde. Etwa ein Liter Blut wurde entfernt, ehe das Herz des Patienten wieder in einen Eigenrhythmus fiel. Im Rettungswagen kam es noch einmal zu einem Herzstillstand, der aber mit Adrenalin behoben werden konnte. Dann wurde der Patient nach Weiden gebracht.

Ohne ärztliches Eingreifen wäre der Patient gestorben. „Alles hat gut funktioniert. Ich hatte ein hervorragendes Team dabei“, sagt der Notarzt. Es habe ihn gefreut, dass er vor kurzem erfahren habe, dass der Verletzte keine neurologischen Defizite erlitten habe. „Das ist in einem solchen Verlauf nicht die Regel.“ Wenn es bei Reanimation nicht gelinge, einen Minimal-Kreislauf aufrechtzuerhalten, sei mit Hirnschäden zu rechnen.

Nachts um 2 Uhr nach Regensburg geflogen

Ein Arzt des Klinikums Weiden übernahm den Verletzten im Schockraum der Notaufnahme. Der Mediziner entschied nach einer Computertomographie die lebensrettende Verlegung in eine Spezialklinik. Der Verletzte bekam in Weiden noch zwei Bluttransfusionen und wurde gegen 2 Uhr per Hubschrauber an die Herz-Thorax-Chirurgie nach Regensburg verlegt.    

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Am Dienstag wird noch das Gutachten des psychiatrischen Sachverständigen Dr. Johannes Schwerdtner erwartet. Der Angeklagte hatte zum Tatzeitpunkt 2,3 bis 2,4 Promille. Dann stehen die Plädoyers an. Noch für Dienstag wird mit einem Urteil gerechnet.

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