Nächster Rückschlag für die Blue Devils Weiden: Gegen Bietigheim bleiben wichtige Punkte liegen
Nächster Rückschlag für die Blue Devils Weiden: Gegen Bietigheim bleiben wichtige Punkte liegen
In der Hans-Schröpf-Arena trafen die Blue Devils Weiden auf die SC Bietigheim Steelers. Heimdebüt für den neuen Devils-Coach Alan Letang, der am Freitag in seinem ersten Spiel in Regensburg einen Punkt holte. Weiden fehlten erneut einige wichtige Spieler. Neben den Langzeitverletzten pausierten Zach Tsekos und Tyler Ward, dazu Keeper Felix Noack. Michael McNiven stand zwischen den Pfosten, Cedric Schiemenz rückte zu Alex-Olivier Voyer und Luca Gläser.
Letang arbeitete in den letzten Tagen intensiv am Kennenlernen der Mannschaft und profitierte vom starken Staff der Blue Devils, wusste aber auch, dass noch viel Arbeit vor ihm lag. Die Weidner jagten weiter Platz 10, doch zählten nur noch Siege.
Aktiver Start, kalte Dusche für Weiden
Mit Schwung starteten die Blue Devils Weiden in ihr DEL2-Heimspiel gegen die Bietigheim Steelers, doch auch die Gäste suchten sofort den Weg zum Tor. Constantin Vogt vergab die erste Großchance, verlor im Gegenzug die Scheibe im eigenen Drittel, und die Steelers vollendeten zum 0:1. Anschließend bot sich Noah Samanski die nächste Möglichkeit, doch wie am Freitag in Regensburg ließen die Weidener beste Einschussgelegenheiten aus. Der Gegentreffer setzte den Oberpfälzern zu, sodass kaum noch Kombinationen funktionierten, während Bietigheim mit einfacher Struktur immer wieder gefährlich blieb.
Paul Vinzens tankte sich einmal durch, scheiterte jedoch an Olafr Schmidt. In den Schlussminuten zeigten sich die Blue Devils wieder etwas aktiver, klare Chancen blieben aber aus. Kurz vor der ersten Pause gab es die erste Strafzeit im Spiel, Weiden spielte imPowerplay, brachte jedoch keinen einzigen Schuss aufs Tor und ging mit 0:1 in die Kabinen.
Auf und Ab im Mitteldrittel: Weiden meldete sich, die Steelers konterten
Zu Beginn des Mitteldrittels drängten die Blue Devils Weiden auf die schnelle Rückkehr, doch vieles blieb Stückwerk. Bietigheim tat nur das Nötigste und verwaltete zunächst. Dann kombinierten die Samanski-Brüder – Neal Samanski vollendete sicher zum Ausgleich. Anschließend kam Cedric Schiemenz zur nächsten Chance, Olafr Schmidt konnte jedoch parieren. Weiden suchte den nächsten Treffer, die Steelers verteidigten diszipliniert und setzten gefährliche Konter. Nach einer Glanztat von Michael McNiven sorgten sehr diskutable Entscheidungen für Strafzeiten auf beiden Seiten. Die aufgeheizten Emotionen brachten weitere Weidener Möglichkeiten, doch Schmidt hielt stark. Bietigheim zeigte sich danach etwas gefährlicher, McNiven stand seinem Gegenüber in nichts nach. Bei einem abgefälschten Schuss von der blauen Linie war auch er geschlagen. Bei Weidens Abschlüssen fehlte häufig der Verkehr vor Schmidt, der die Scheibe sicher festmachte.
Mehrere Minuten verliefen unspektakulär, ehe Maximilian Kolb die Hans-Schröpf-Arena mit dem Ausgleich aufweckte. Kurz darauf bot sich Paul Vinzens die große Chance zur Führung, er vergab. Die Gäste antworteten prompt und stellten die Führung wieder her. Acht Sekunden vor Drittelende entschieden die bis dahin schwachen Unparteiischen nach Videobeweis auf keine Strafzeit wegen hohen Stocks. Diese Entscheidungen heizten die Gemüter auf, nach dem Abpfiff gerieten mehrere Akteure aneinander.
Späte Steelers-Treffer besiegelten Weidens Niederlage
Im Schlussdrittel beruhigten sich die Gemüter, und die SC Bietigheim Steelers erspielten sich die erste Möglichkeit. Danach blieben die Gäste gefährlicher, doch Michael McNiven hielt mit mehreren Paraden die Blue Devils Weiden im Spiel. Weiden trug zwar kontrollierte Angriffe vor, erzeugte jedoch zunächst keine Torgefahr. Luis Marusch kam zu einer großen Möglichkeit, im Gegenzug kassierten die Blue Devils eine Strafzeit. Im anschließenden, zweiminütigen Powerplay hatten die Gastgeber Glück: Bietigheim vergab mehrere Hochkaräter, es blieb beim 2:3.
Weiden drängte weiter, fand aber kaum Abschlüsse. Fünf Minuten vor dem Ende bot sich den Blue Devils in Überzahl die nächste Chance, doch die Gäste verteidigten stark und hielten den Vorsprung. Als Letang den Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers zog, erzielten die Steelers das 2:4. Kurz darauf folgte noch der fünfte Treffer für die Gäste, die die Partie am Ende verdient gewannen.
Blue Devils Weiden – Bietigheim Steelers 2:5 (0:1/2:2/0:2)
Tore:
0:1 C. Fonstad (03:52), 1:1 Neal Samasnki (22:27), 1:2 M. Racuk (31:46), 2:2 M. Kolb (36:50), 2:3 M. Racuk (38:25), 2:4 T. Schüle (57:51), 2:5 M. Racuk (58:58)
Schüsse:
32 – 29
Strafzeiten:
4 – 6
Zuschauer:
1767




