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Enorm wichtiger Sieg für die Blue Devils gegen undisziplinierte Joker

Weiden. Enorm wichtig war der Sieg für die Blue Devils am Sonntagabend gegen den Tabellenletzten aus Kaufbeuren, der mehr damit beschäftigt war, die Strafbank zu wärmen.

Enorm wichtiger Sieg für die Blue Devils gegen undisziplinierte Joker

Luca Gläser (im Vordergrund) traf ins Tor, Neal Samanski ließ die Fäuste sprechen. Foto: Christian Kaminsky

Vier Sturmreihen und drei Verteidigerpaare stellte Weidens Coach Sebastian Buchwieser für die enorm wichtige Partie gegen das Tabellenschlusslicht ESV Kaufbeuren auf. Dabei beließ er die erste Formation mit Zach Tsekos als Center sowie Tyler Ward und Alex-Oliver Voyer auf den Flügeln. Im Vergleich zum Freitag war Noah Samanski wieder im Aufgebot. Nach dem Punktgewinn in Ravensburg peilten die Blue Devils Weiden in der Hans-Schröpf-Arena den ersten Sieg nach sechs sieglosen Auftritten an.

Fünf Punkte betrug der Rückstand auf Düsseldorf, das den ersten Pre-Playoff-Platz hielt, deshalb musste aus Weidener Sicht ein Dreier her. Kaufbeuren hatte am Freitag gegen Crimmitschau gepunktet und wollte das Wochenende in Weiden positiv abschließen. Entsprechend standen beide Mannschaften unter Druck.

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Früher Doppelschlag der Blue Devils setzt die Joker unter Druck

In der Hans-Schröpf-Arena begann die Partie zerfahren. Beide Teams suchten den Rhythmus. Dann prüfte Noah Samanski ESV-Keeper Rihards Babulis mit einem Strahl an die Latte. Luca Gläser, Weidens Goldhelm, drückte den Rebound zur Führung über die Linie. Nur Sekunden später tauchte Tyler Ward frei im Drittel auf und erhöhte auf 2:0. Für die Blue-Devils-Fans bot sich ein ungewohntes Bild.

Kaufbeuren ordnete das Spiel und arbeitete sich in die Begegnung. Felix Noack parierte seine erste Prüfung sicher. Weiden blieb kompakt und setzte über schnelle Vorstöße nach, während Babulis deutlich mehr Arbeit bekam als sein Gegenüber. Rio Kaiser kam nach einem Check ins Gesicht von Cedric Schiemenz mit einer kleinen Strafe davon. Die Oberpfälzer nutzten die folgende Überzahl dann aber nicht. Mit der verdienten 2:0-Führung gingen die Blue Devils Weiden in die erste Pause. Der ehemalige Spieler der Weidener, Vincent Schlenker, meinte zum Spiel seines Teams aus Kaufbeuren: „Es ist eine Frechheit, wie wir hier auftreten.“

Zerfahrenes Mitteldrittel mit Toren und Zündstoff

Beide Teams kamen auch ins zweite Drittel ohne Struktur, Kombinationen misslangen reihenweise. Die Blue Devils Weiden versuchten das Heft wieder zu übernehmen, fanden aber zunächst keine Durchschlagskraft. Kaufbeuren agierte etwas aggressiver, während Weiden phasenweise passiver auftrat; schönes Eishockey boten beide nicht. Nach acht Minuten erhielt Weiden erneut Überzahl, vergab die Möglichkeit jedoch abermals harmlos. Weiter prägten Fehlpässe die Abfolge, dann bekamen die Gäste aus dem Allgäu ihre erste Überzahl. Nach einem starken Break von Fabian Voit konterte auf der Gegenseite Tyson McLellan und traf zum ersten Tor für Kaufbeuren.

Als spielerisch wenig zusammenlief, sprachen die Fäuste. Die Schiedsrichter griffen bei einer kleinen Auseinandersetzung zunächst nicht ein, danach eskalierte es zur Keilerei. Nach langer Videobetrachtung mussten Neal Samanski und Maximilian Kislinger mit einer großen Strafe frühzeitig unter die Dusche. Weiden spielte anschließend wieder in Überzahl, und diesmal zappelte die Scheibe im Netz der Joker: Alex-Oliver Voyer zeichnete sich als Torschütze aus. Mit einem Zwei-Tore-Vorsprung nahm Weiden den Vorsprung mit in die zweite Pause.

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Strafminuten und ein Muck-Hammer prägten das Schlussdrittel

Mit Reihenumstellungen auf beiden Seiten starteten die Teams ins Schlussdrittel, die Joker warfen nun alles rein, um noch Punkte mitzunehmen. Eine Strafzeit bremste den Schwung, und Weiden durfte im Powerplay ansetzen. Durch eine weitere Undiszipliniertheit entstand ein 5-gegen-3, wo Kapitän Tommy Muck per Schlagschuss das 4:1 erzielte. Danach hatten die Gastgeber die Partie wieder besser im Griff. Zudem parierte Felix Noack die wenigen Abschlüsse der Kaufbeurer sicher.

Kurz darauf blieb die Strafbank der Gäste nicht leer, Rio Kaiser musste erneut Platz nehmen. Weiden erspielte sich große Chancen, doch Rihards Babulis hielt mit starken Paraden den Kasten der Joker sauber. Im Anschluss gerieten Tyson McLellan und Paul Vinzens aneinander. Kaufbeuren kassierte weitere Minuten, ohne den zweiten Treffer zu erzielen. Am Ende spielten die Blue Devils die Partie konzentriert zu Ende, kamen am Kaufbeurer Keeper aber nicht mehr vorbei. So holten die Weidener drei Zähler und verkürzten den Rückstand auf die Düsseldorfer EG auf zwei Punkte.

Blue Devils Weiden – ESV Kaufbeuren 4:1 (2:0/1:1/1:0)

Tore:

1:0 L. Gläser (03:07), 2:0 T. Ward (5:21), 2:1 T. McLellan (34:21), 3:1 A. Voyer (36:53), 4:1 T. Muck (43:39)

Schüsse:

43 – 15

Strafen:

33 – 45

Zuschauer:

2246