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Geht die Achterbahnfahrt der Blue Devils weiter?

Weiden. Nach dem Wechselbad der Gefühle am vergangenen Wochenende warten auf die Blue Devils am Freitag (gegen Landshut) und Sonntag (in Memmingen) erneut zwei große Herausforderungen.

Geht die Achterbahnfahrt der Blue Devils weiter?

Hinter dem Einsatz von Captain Tommy Muck (blaues Trikot, links) und Topscorer Brayden Tracey stehen noch Fragezeichen. Foto: Jonas Birk

Die Blue Devils gleichen in der bisherigen DEL2‑Saison einer Wundertüte. Prächtigen Auftritten wie gegen Rosenheim oder in Kassel folgen in der Regel Einbrüche (Freiburg, Lausitzer Füchse), die man sich nur schwer erklären kann. Als Entschuldigung kann man am ehesten noch die Verletzungsmisere hernehmen, die das Team hauptsächlich im Defensivbereich doch arg schwächt. So fallen neben dem Langzeitverletzten Goalie Michael McNiven seit Wochen auch die absoluten Leistungsträger Kapitän Tommy Muck, Vladislav Filin und Mario Scalzo aus. Zuletzt hatte Coach Dave Matsos nur noch fünf Verteidiger zur Verfügung. Zu allem Übel musste am vergangenen Wochenende auch Topscorer Brayden Tracey erkrankt passen.

Wiedersehen mit David Elsner

Am Wochenende stehen die Blue Devils wieder vor zwei großen Herausforderungen: Am Freitag (20 Uhr) erwartet man den Tabellendritten EV Landshut, am Sonntag geht die Reise zum Aufsteiger Memmingen Indians, dem man zum Saisonauftakt auf eigenem Eis mit 3:4 nach Verlängerung unterlegen war. An diese Partie wird man sich nur ungern erinnern, führte man doch mit 2:0 und 3:1, ehe die Gäste die Partie noch drehten.

Landshut reist mit einer nur von einer Shutout-Niederlage unterbrochenen Serie von fünf Siegen mit breiter Brust an. Dabei gibt es ein Wiedersehen mit Ex-Devil David Elsner, der bei den Niederbayern eine ganz starke Saison spielt und mit 14 Punkten nur zwei Zähler hinter Topscorer Tor Immo rangiert. Doch auch David Stieler und Trevor Gooch (je 13) sind außerordentlich torgefährlich. Dennoch: Unbesiegbar ist die Truppe von Trainer und Eishockeylegende Uwe Krupp sicher nicht, was Schlusslicht Bad Nauheim vor wenigen Wochen beim 2:1-Sieg nach Verlängerung bewies. Viel wird auch darauf ankommen, ob Brayden Tracey wieder einsatzfähig ist und seine Erkrankung aus den Beinen geschüttelt hat. Wie sehr der Kanadier dem Team fehlt, hat sich am Sonntag beim 2:5 gegen die Lausitzer Füchse gezeigt.

Memmingen nach Traumstart auf dem Boden der Tatsachen

Nicht viel einfacher dürfte es für die Blue Devils am Sonntag beim ECDC Memmingen werden. Die Indians sind hervorragend in die Saison gestartet, wurden aber mittlerweile auf den harten DEL2-Boden geholt. Sieben Niederlagen zuletzt steht nur ein Sieg gegen Crimmitschau am vergangenen Freitag gegenüber. Memmingen (16) hat nur zwei Punkte mehr auf dem Konto als die Blue Devils. Man könnte die Gastgeber mit einem Sieg am Hühnerberg also in der Tabelle überholen. Vorausgesetzt, Memmingen gewinnt am Freitag nicht in Regensburg. Gefährlichste Indians sind Matteo Gennaro, Félix Brassard und Jamal Watson mit jeweils zwölf Scorerpunkten. Mit Edgars Homjakovs gibt es ein weiteres Wiedersehen mit einem früheren Blue Devil.

SSV Jahn – 3. Slot
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