Dr. Bernhardt
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Huskies gewinnen klar gegen Blue Devils

Weiden. Blue Devils verlieren 0:5 gegen dominante Kasseler und bleiben ohne Tor. Führungsspieler wie Voit und Muck wurden extrem vermisst und die vor 1.828 Zuschauern sahen ein eher flaues DEL2 -Spiel.

Weiden. Blue Devils verlieren 0:5 gegen dominante Kasseler und bleiben ohne Tor. Führungsspieler wie Voit und Muck wurden extrem vermisst und die vor 1.828 Zuschauern sahen ein eher flaues DEL2 -Spiel.
Am 42. Spieltag waren die Huskies aus Kassel eine Nummer zu groß für die Blue Devils. Foto: Christian Kaminksy

Huskies gewinnen klar gegen Blue Devils

42. Spieltag in der DEL2

Blue Devils Weiden vs. EC Kassel Huskies 0:5 (0:3, 0:1, 0:1)

Zum Freitags-Spiel trafen die Blue Devils Weiden in der Hans-Schröpf-Arena auf die EC Kassel Huskies – Platz 11 gegen den Zweiten. Die Vorzeichen standen denkbar schlecht, denn Weiden hatte gegen Kassel noch nicht gewonnen. Fabian Voit fehlte nach dem brutalen Check der Vorwoche. Kapitän Tommy Muck trainierte unter der Woche wieder, kann aber frühestens am Sonntag spielen. Interimstrainer Jürgen Rumrich sagte vor dem Spiel: „Wir haben uns viel vorgenommen und dürfen keine oder nur wenig Fehler machen“. Huskies-Coach Todd Woodcroft erwartete ein schweres Spiel und konnte auf einen vollen Kader zurückgreifen. Im Tor starteten Michael McNiven für Weiden und Oleg Shilin für Kassel.

Guter Start, dann Kasseler Doppelschlag

Schon nach 60 Sekunden kassierte Goldhelm Luca Gläser zwei Minuten wegen Hakens, doch Weiden killte stark und Kassel nutzte das Powerplay nicht. In den ersten fünf Minuten erspielten sich die Blue Devils zwar mehrere gute Möglichkeiten, doch die Huskies hatten innerhalb weniger Sekunden mit zwei Pfostentreffern die deutlich besseren Chancen. Nach einem schnellen Gegenstoß versenkte dann Tristan Keck trocken zum 0:1 in den Kasten von Michael McNiven. Nur eine Minute später fälschte Luis Marusch einen Querschläger unglücklich ins eigene Tor ab – die Offiziellen schrieben das 0:2 Maciej Rutkowski zu.

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Mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken kontrollierten die Nordhessen fortan das Geschehen und störten die Weidner früh. In der 16. Minute erhielten die Blue Devils ihr erstes Powerplay, fanden aber nicht in die Formation und kreierten keine zwingende Aktion. Kurz vor der Sirene entstand ein großes Getümmel vor dem Devils-Tor, Kassel feuerte mehrfach auf McNiven und bugsierte den Puck schließlich über die Linie. Die Schiedsrichter überprüften den Treffer per Video und bestätigten ihn, sodass der Favorit mit 3:0 in die Drittelpause ging.

Ruppiger Auftakt und ein feiner Huskies-Treffer

Gleich zu Beginn der 2. Drittels lieferte sich Dominik Bohac mit Hans Detsch eine handfeste Boxeinlage. Beide nahmen fünf Minuten in der Kühlbox Platz, und nach Laurin Brauns Foul spielte Weiden kurz in Überzahl. Im anschließenden Powerplay folgte der nächste Meinungsaustausch, wobei Weiden eine 2+2-Minuten-Strafe kassierte. Während des Kasseler Überzahlspiels startete Weiden einen Alleingang, und Oleg Shilin holte Zach Tsekos von den Schlittschuhen. Während der ersten fünf Minuten im Mitteldrittel sahen die Zuschauer also ein durchaus wildes und zerfahrenes Match.

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In der 29. Minute dann der nächste Treffer für die Schlittenhunde. Hunter Garlent zog ums Tor von Michael McNiven und vollendete nach perfektem Zuspiel von Tyler Benson zur 4:0 Führung. Die 35 mitgereisten Huskies-Fans hatten ihre Freude am Spielverlauf und sahen einen starken Auftritt ihrer Mannschaft. Kurz vor Drittelende lies der ECK ein weiteres Powerplay ungenutzt, auch, weil die Blue Devils die Unterzahl diszipliniert wegverteidigten.

Huskies machen den Deckel drauf

Kassel knüpfte im Schlussdrittel nahtlos an die Kontrolle der vorherigen Abschnitte an. Phasenweise glich die Partie fast einem Trainingsspiel. Die Huskies bestimmten das Geschehen und erledigten nur, was nötig war. Weiden fand keine Idee, wie sie in die Partie zurückkommen könnten.

OTH Amberg-Weiden
OTH Amberg-Weiden

Erst in Minute 54 fuhren die Blue Devils einen schönen Angriff und setzten einen satten Schlagschuss, doch die Scheibe rauschte erneut über das Tor. Kassel spielte die Schlussminuten unspektakulär, aber mit voller Kontrolle, herunter und stellte drei Minuten vor dem Ende durch Mitchell Hoelscher auf 0:5. Die letzte Chance für Weiden verbuchte Neal Samanski zum Ehrentreffer, scheiterte jedoch erneut an Oleg Shilin. Kurz danach kassierte er 2+2 Strafminuten wegen hohen Stocks mit Verletzungsfolge. Die Huskies spielten die verbleibende Zeit herunter und nahmen die drei Punkte mit.

Blick nach Weißwasser

Fehlenden Willen konnten die 1828 Zuschauer des Abends den Blue Devils nicht absprechen, dennoch fehlten erneut die Tore. Zudem spürten die Blauen Teufel den Ausfall von Fabian Voit und Tommy Muck deutlich. Am Sonntag steht für die Blue Devils die Fahrt nach Weißwasser an. Um den Anschluss an Rang zehn nicht vorzeitig zu verlieren, müssen sie dort Punkte mitnehmen.