Etwas pomadige Blue Devils verlieren bei Schlusslicht Freiburg unnötig, aber verdient
Etwas pomadige Blue Devils verlieren bei Schlusslicht Freiburg unnötig, aber verdient
DEL2, 10. Spieltag:
EHC Freiburg – Blue Devils Weiden 5:3 (1:1, 1:1, 3:1)
Die Blue Devils mussten im Breisgau weiterhin auf die Verteidiger Captain Tommy Muck und Mario Scalzo verzichten, was die Defensivoptionen für Coach Dave Matsos defensiv doch einigermaßen einschränkte. Beide Teams legten in den ersten Minuten los wie die Feuerwehr und lieferten sich einen rasanten Schlagabtausch. Freiburg erarbeitete sich langsam ein leichtes Übergewicht, doch die Führung des EHC kam dann doch recht überraschend. Goalie Patrick Mühlberger sah den Schlagschuss von Kühnhauser von der blauen Linie zu spät und konnte nicht mehr reagieren. In der Folge wurde Freiburg stärker und der Devils-Goalie verhinderte mögliche weitere Freiburger Treffer. Weiden fing sich aber schnell und nutzte das erste Überzahlspiel durch Regush eiskalt zum jetzt verdienten Ausgleich. https://sporteurope.tv/del2/ehc-freiburg-vs-blue-devils-weiden
Blue Devils nur stark in Überzahl
Auch im zweiten Abschnitt sahen die Zuschauer ein ziemlich gleichverteiltes Spiel mit den etwas strukturierteren Angriffen der Gastgeber. Die Blue Devils hielten allerdings dagegen und waren hauptsächlich bei Kontern gefährlich. Überzeugend das Überzahlspiel der Gäste, in dem man die ersten beiden Treffer erzielte. Vor allem die 2:1-Führung war dabei überragend herausgespielt. Über die Stationen Tyler Gron und Brayden Tracey vollendete erneut Regush kaltblütig zur Weidener Führung. Die Freude über den perfekt herausgespielten Treffer eine Sekunde vor Ablauf der Freiburger Strafe dauerte allerdings nur knapp vier Minuten, ehe auch Freiburg in Überzahl der Ausgleich gelang. Danach überstanden die Devils ein weiteres Unterzahlspiel schadlos. Fast wäre Maxi Brunner sogar ein Shorthander gelungen, als er alleine auf Schmidt zulief, den Puck aber nicht am EHC‑Goalie vorbeibrachte.
Die Gastgeber starteten mit einem Blitztreffer ins letzte Drittel. Nach nur fünf Sekunden und einer Weidener Schlafmützigkeit beim Bully eilte EHC-Torjäger McCallum alleine auf Mühlberger zu und ließ dem tüchtigen Weidener Goalie keine Chance. Die Blue Devils waren davon sichtlich beeindruckt und brachten offensiv nicht allzu viel zustande. Im Gegenteil. Freiburg beherrschte nun klar die Szenerie und hatte mehrmals die Chance, zu erhöhen. Das vorentscheidende 4:2 machte Kiefersauer knapp drei Minuten vor Schluss, nach einem erneuten Missverständnis zwischen den Blue Devils.
Das schlechte Auswärtsgesicht der Blue Devils
Voyer machte es mit seinem „Kacktor“, ein Freiburger fälschte den eigentlich harmlosen Schuss mit der Hand ins eigene Tor ab) nochmals spannend. Doch als Wirth wenig später ins leere Tor traf (Mühlberger hatte seinen Kasten zugunsten eines sechsten Feldspielers verlassen), war die Partie endgültig entschieden. Den Blue Devils kann man zwar den Willen nicht absprechen, aber vieles blieb an diesem Abend nur Stückwerk. Man zeigte wieder einmal sein schlechtes „Auswärtsgesicht“. Gefährlich wurde es nur dann, wenn Tracey, Regush oder Golod am Puck waren. Das sah man aber auch zu selten, weil einige Akteure seltsam teilnahmslos wirkten. Die Gastgeber dagegen wollten den Sieg mehr. Sie waren in den entscheidenden Situationen schneller, entschlossener, pucksicherer und vor dem gegnerischen Tor gefährlicher.
Statistik
Tore: 4. Min. Kühnhauser 1:0, 12. Min. Michael Regush (Jordan Knackstedt, PP1) 1:1, 26. Min. Regush (Brayden Tracey, PP1) 1:2. 31. Min. Mühlbauer (PP1) 2:2, 41. Min. McCallum 3:2, 58. Min. Kiefersauer 4:2, 58. Min. Alex Olivier Voyer (Charly Jahnke, Knackstedt) 4:3, 59. Min. Wirth (Empty Net) 5:3.
Strafminuten: Freiburg: 8 – Weiden: 6
Zuschauer: 2017


