Was für ein wahnsinniges Spiel der Blue Devils Weiden
Was für ein wahnsinniges Spiel der Blue Devils Weiden
Bei den Blue Devils stand Patrik Mühlberger wieder zwischen den Pfosten. Filip Reisnecker, Tommy Muck und Mario Scalzo fehlten verletzt. Sein Debüt im Weidener Trikot feierte Maxim Golod, der ein starkes Spiel zeigte. Kristian Hufsky befand sich noch in der Eingewöhnungsphase. Der Gast aus Rosenheim reiste mit viel Rückenwind an. Nach schwierigem Saisonstart fanden die Mangfallstädter in die Spur und kamen mit drei Siegen auf das Weidener Eis. Zudem stand mit Tomas Rubes ein ehemaliger Weidener Publikumsliebling im Aufgebot der Oberbayern.
Rasanter Auftakt mit Toren auf beiden Seiten
Rasant starteten beide Teams mit Chancen in den ersten Sekunden, und früh fiel das erste Tor: Einen Schuss von der blauen Linie lenkte Lewis Zerter-Gossage für Rosenheim ins Netz. Die Antwort der Blue Devils folgte prompt: Maxim Golod tankte sich durch und legte für Alex-Olivier Voyer auf, der zum 1:1 traf. Im weiter flotten Schlagabtausch besaßen die Gäste ein leichtes Übergewicht, doch Weiden setzte den nächsten Stich: Lukas Ribarik fälschte einen Schuss zum 2:1 ab. Kurz darauf geriet Weiden erstmals in Unterzahl und überstand das Boxplay ohne Mühe. Rosenheim drückte auf den Ausgleich, aber die Blue Devils verteidigten kompakt, und Patrik Mühlberger parierte die Schüsse sicher. Vier Minuten vor der Pause ein Handgemenge, aus dem eine Überzahl für die Gastgeber hervorging. Im Powerplay tat sich Weiden schwer und kassierte sogar den 2:2-Ausgleich durch Lukas Laub. Nickligkeiten häuften sich bis zur Pausensirene, ehe das Drittel 2:2 endete.
Das wilde Spiel geht auch im Mitteldrittel weiter
Weiden startete druckvoll ins Mitteldrittel: Nach nur 33 Sekunden traf Goldhelm Brayden Tracy aus einem fast unmöglichen Winkel zum 3:2. Es folgte ein wildes Hin und Her. Die anschließende Überzahl der Blue Devils blieb ungenutzt, denn die Gastgeber taten sich schwer, und die besseren Möglichkeiten hatten die Starbulls. Danach versuchten die Rosenheimer, mehr Druck aufzubauen, doch meist war schon an der Defensive der Blue Devils Endstation.
Vorne agierten die Weidener dagegen eiskalt: Voyer setzte sich vor dem Tor gegen mehrere Gegenspieler durch und traf zum 4:2. Die Gäste waren geschockt, und die Blue Devils hatten mehrfach die Chance, die Führung weiter auszubauen.
Zum Ende des Drittels wurde Rosenheim wieder stärker, auch mit Unterstützung eines Powerplays. Mit viel Kampfgeist, einer Portion Glück und einem starken Patrick Mühlberger verteidigten die Weidener ihr Gehäuse. Kurz vor der zweiten Pausensirene musste Weiden erneut in Unterzahl, und diesmal dauerte es nicht lange: Scott Feser verkürzte auf 4:3. Derselbe Spieler hatte anschließend zweimal die Chance zum Ausgleich, doch der Pfosten und eine Glanztat von Mühlberger verhinderten den Treffer. So blieb es nach dem zweiten Drittel bei einer etwas glücklichen Führung für die Blue Devils.
Blue Devils retten 6:5-Sieg im Krimi
Mit viel Aggressivität starteten die Gäste aus Oberbayern ins letzte Drittel und drückten sofort auf den erneuten Ausgleich. Zunächst bremsten sie sich jedoch selbst mit einer Strafzeit aus, und Weiden durfte zum dritten Mal in Überzahl ran. Diesmal wurde das Powerplay genutzt: Mike Regush erzielte mit seinem ersten Treffer für die Blue Devils das 5:3. Anschließend hatten die Weidener Glück, als ein Schuss der Gäste erneut am Pfosten landete.
Rosenheim erhöhte den Druck wieder, und das mit Erfolg: In einem Gestocher vor dem Tor stellte Scott Feser auf 5:4. Weiden kam daraufhin plötzlich wieder mit Schwung nach vorne, und nach einem wunderschönen Spielzug traf Niklas Postel zum 6:4. Die Entscheidung war das noch nicht, denn im Gegenzug musste der bis dahin überragende Patrick Mühlberger einen eher harmlosen Schuss von Luigi Calce passieren lassen.
In den letzten Minuten setzten die Gäste die Blue Devils erwartungsgemäß unter Dauerdruck. Doch die Defensive und Mühlberger hielten stand und brachten dieses wahnsinnige Spiel und den Sieg über die Zeit.
Rubes enttäuscht, Mühlberger glücklich
Enttäuscht zeigte sich Tomas Rubes nach der Partie: „Es war ein wildes Spiel, leider mit vielen Fehlern von uns. Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen.” Auf der Gegenseite stand ein Mann besonders im Mittelpunkt: Weidens Torhüter Patrick Mühlberger, der 37 von 42 Torschüssen parierte und dafür zum „Man of the Match” gewählt wurde. Der Keeper übte sich anschließend in Selbstkritik: „Das fünfte Tor geht auf mich, damit habe ich das Spiel noch einmal spannend gemacht. Aber ich freue mich und bedanke mich bei den Fans.” Von diesen wurde Mühlberger ausgiebig gefeiert. Zum Dank vollführte er vor der Kurve seinen ersten Purzelbaum auf dem Eis.
Blue Devils Weiden – Starbulls Rosenheim 6:5 (2:2/2½2)
Tore:
0:1 L. Zerter-Gossage (01:22), 1:1 A. Voer (03:18), 2:1 L. Ribarik (07:43), 2:2 L. Laub (17:30), 3:2 J. Tracey (20:33), 4:2 A. Voyer (28:10), 4:3 S. Feser (38:32), 5:3 M. Regush (43:18), 5:4 S. Feser (46:26), 6:4 N. Postel (51:57), 6:5 L. Calce (52:49)
Strafminuten:
12 – 12
Zuschauer:
1758




