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FC Vorbach startet mit neuem Trainer in die nächste Bewährungsprobe

Vorbach. Nach zwei schwierigen Jahren, mehreren Trainerwechseln und einer langen Verletztenmisere soll unter Manuel Lautner wieder Ruhe einkehren.

FC Vorbach startet mit neuem Trainer in die nächste Bewährungsprobe

Der neue Übungsleiter in Vorbach: Manuel Lautner. Foto: Jürgen Masching

Der FC Vorbach hat in den vergangenen Spielzeiten eine wahre Achterbahnfahrt erlebt. Der größte Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte gelang in der Saison 2022/2023, als die Mannschaft die Meisterschaft in der Kreisliga Nord gewann und nach 40 Jahren wieder den Aufstieg in die Bezirksliga feiern durfte. Die Euphorie hielt jedoch nicht lange an.

Unter Aufstiegstrainer Michael Kaufmann verlief die Bezirksligasaison äußerst schwierig. Vor allem zahlreiche Verletzungen warfen die Mannschaft immer wieder zurück. Sportlich konnte der FCV nie richtig Fuß fassen und musste den bitteren Gang zurück in die Kreisliga antreten.

Nach dem Abstieg verabschiedete sich Kaufmann, Peter Schramm übernahm die Mannschaft und führte sie in seiner ersten Saison auf den zehnten Tabellenplatz. Schon damals machte der Trainer deutlich, dass die Folgen der schwierigen Zeit noch immer nachwirkten. „Da steckt noch einiges in den Köpfen der Jungs drin“, erklärte Schramm damals und sprach damit vor allem die fehlende Leichtigkeit und das mangelnde Selbstvertrauen an.

Auch die vergangene Spielzeit verlief alles andere als problemlos. Erneut hatte der FC Vorbach mit einer langen Verletztenliste zu kämpfen. Die sportliche Situation spitzte sich immer weiter zu, sodass Schramm im Herbst seinen Rücktritt bekannt gab. Der Verein befand sich mitten im Abstiegskampf. Markus Tusek übernahm die Mannschaft bis zum Saisonende und schaffte schließlich am vorletzten Spieltag den erlösenden Klassenerhalt.

Ein Vorbacher übernimmt Verantwortung

Für die Verantwortlichen war anschließend klar, dass zur neuen Saison ein langfristiger Neuanfang notwendig ist. Vorstand Gerhard Wilterius musste nicht lange nach einem Nachfolger suchen. Seit dem 1. Juli 2026 steht Manuel Lautner an der Seitenlinie des FC Vorbach.

Für den neuen Trainer ist es eine Rückkehr zu seinen Wurzeln. Bereits in der Jugend und später auch in der ersten Mannschaft trug Lautner das Trikot des FC Vorbach. Erst ein Umzug führte ihn zum SV Seybothenreuth. „Ich war eigentlich nie ganz weg aus Vorbach“, sagt der neue Übungsleiter.

Witron Bewerbertag 18.07.
Witron Bewerbertag 18.07.

Zuletzt trainierte Lautner den Nachwuchs der SG Speichersdorf/Seybothenreuth. Erste Gespräche mit dem FC Vorbach gab es bereits im vergangenen Winter. „Ich habe schon damals die Anfrage bekommen, wollte aber meine Jugendmannschaft nicht hängen lassen. Nach einem weiteren Anruf habe ich dann für den Sommer zugesagt“, berichtet der Trainer.

Seit dem 16. Juni befindet sich seine Mannschaft auf dem Trainingsplatz und arbeitet intensiv an der Vorbereitung. Die Beteiligung stimmt den neuen Coach positiv. „Es sind fast immer 20 Mann im Training und die Jungs haben richtig Bock. Das macht Spaß.“ Gleichzeitig sieht Lautner aber noch einige Baustellen. „Es fehlt noch an vielen Dingen“, sagt er offen. Vor allem mental müsse sich die Mannschaft weiterentwickeln. „Der Kopf ist weiterhin ein großes Thema.“ Zudem sei der Kader insgesamt nicht besonders breit besetzt.

Positive Ansätze trotz neuer Rückschläge

Auch in der laufenden Vorbereitung blieb der FC Vorbach vom Verletzungspech nicht verschont. Mehrere Spieler mussten bereits pausieren. Trotzdem fallen die Ergebnisse bislang durchaus positiv aus. Lautner misst den Testspielen dabei weniger den Resultaten als vielmehr den Erkenntnissen bei. „Genau dafür sind Vorbereitungsspiele da.“

Eine konkrete Platzierung hat die Vereinsführung nicht ausgegeben. Vielmehr soll die Mannschaft frühzeitig die nötigen Punkte für den Klassenerhalt sammeln. „Wir wollen schnellstmöglich den Klassenerhalt schaffen und nicht wieder bis zum Schluss zittern müssen“, betont Vorstand Gerhard Wilterius.

Lautner weiß, welche Herausforderungen auf seine Mannschaft warten. „In der Liga gibt es viele Derbys und schwere Spiele. Die Saison wird wieder nicht einfach. Wir müssen von Anfang an ackern und voll konzentriert sein.“

Beim Vorbereitungsturnier in Kirchenthumbach belegte der FC Vorbach den zweiten Platz. Gegen die DJK Neustadt/WN verspielte die Mannschaft nach einer 3:0-Führung zwar noch einen Sieg und musste sich mit einem 3:3 begnügen, zeigte anschließend beim 3:2-Erfolg gegen den SV Heinersreuth jedoch erneut Moral.

Vor dem Ligastart stehen noch zwei Testspiele auf dem Programm. Ernst wird es dann am Freitag, 24. Juli, wenn der FC Vorbach im offiziellen Saisoneröffnungsspiel der Kreisliga Nord beim ambitionierten SV TuS/DJK Grafenwöhr gastiert. Dort wird sich erstmals zeigen, ob die Handschrift des neuen Trainers bereits erkennbar ist – und ob der FC Vorbach den schwierigen Jahren endlich wieder eine erfolgreichere Zukunft folgen lassen kann.