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Derby-Sieg im Pokal-Kracher: SpVgg SV Weiden zieht souverän in die Hauptrunde ein

Weiden. Die SpVgg SV Weiden hat sich in der 3. Qualifikationsrunde des Toto-Pokals der Saison 25/26 mit einem verdienten 4:1-Erfolg beim SC Luhe-Wildenau durchgesetzt. Vor einer stimmungsvollen Kulisse im Derby behielten die reiferen Gäste trotz tropischer Temperaturen kühlen Kopf und sicherten sich das begehrte Ticket für die erste Pokalhauptrunde.

Derby-Sieg im Pokal-Kracher: SpVgg SV Weiden zieht souverän in die Hauptrunde ein

Vorbereitungen auf das Match: Der Mannschaftskreis der SpVgg SV Weiden kurz vor dem Spielbeginn; Foto: Norbert Tannhäuser
Julius Richter (Nr. 2, SC Luhe-Wildenau) und Jamal Dubois im Duell mit Niklas Lang von der SpVgg SV Weiden (im schwarz-blauen Trikot); Foto: Norbert Tannhäuser
Die Spieler der SpVggSV Weiden feieren gemeinsam das erste Tor der Partie; Foto: Norbert Tannhäuser
Moritz Zeitler (SpVggSV Weiden) versucht sich auf der linken Seite gegen Felix Diermeier (SC Luhe-Wildenau) durchzusetzen; Foto: Norbert Tannhäuser
Kampf um jeden Meter: Fabian Magerl (links/rechts) liefert sich ein Laufduell mit seinem Weidener Gegenspieler; Foto: Norbert Tannhäuser
Gemeinsame Einstimmung: Die Mannschaft des SC Luhe-Wildenau schwört sich kurz vor dem Spielbeginn im Kreis ein; Foto: Norbert Tannhäuser

Vor 285 Zuschauern und unter der Leitung von Schiedsrichter Lukas Schwendner legte die SpVgg SV Weiden einen enorm flotten Beginn hin. Bereits in den ersten Minuten erarbeiteten sich die Gäste zwei hochkarätige Großchancen, die der Wilnauer Schlussmann Justin Klein jedoch zunächst mit zwei bravourösen Glanzparaden entschärfte. Umso tragischer verlief die 9. Spielminute: Nach einer Ecke verschätzte sich Klein im Fünfmeterraum und ließ einen eigentlich sicher geglaubten Ball wieder fallen – im anschließenden Gewusel reagierte Felix Behnke am schnellsten und schob das Leder zur frühen 1:0-Gästeführung ein.

Kaltschnäuzige Weidener Effizienz noch vor dem Pausenpfiff

Das Spiel entwickelte sich in der Folgezeit zu einer chancenreichen Begegnung, in der auch der gastgebende SC gute Gelegenheiten verbuchen konnte. Die Tore machten jedoch die abgebrühten Weidener. In der 31. Minute verfehlte Lukas Dirnberger aufseiten der Hausherren den Ball, wodurch Christoph Fenninger plötzlich völlig allein vor dem Torwart auftauchte und eiskalt zum 2:0 einnetzte.

Keine elf Minuten später war es erneut Fenninger, der nach einer wunderschönen Vorarbeit von Moritz Zeitler im Sechzehner sträflich alleingelassen wurde und auf 3:0 erhöhte. Die beste Chance zum Anschlusstreffer vor der Pause verbuchte Luhes David Bezdicka, dessen leicht abgefälschter Freistoß aus 25 Metern von Weidens Keeper Justin Bartl jedoch gekonnt um den Pfosten gelenkt wurde.

Aufbäumen der Gastgeber in der Hitze und der finale K.-o.-Schlag

Nach dem Seitenwechsel kam der SC Luhe-Wildenau spürbar besser in Tritt und drängte auf den Anschluss: Zunächst strich ein gefährlicher Flachschuss von Bezdicka knapp am langen Pfosten vorbei, ehe Matthew Carswell den Weidener Keeper prüfte, der den Ball jedoch über die Latte lenkte. Auch Benedikt Meckl vergab nach schöner Vorarbeit von Nico Argauer.

Auf der Gegenseite schnupperte Weiden bei zwei Riesenmöglichkeiten am vierten Tor, doch einmal spitzelte Keeper Klein dem Angreifer den Ball im letzten Moment vom Fuß, ein anderes Mal klärte Janne Lautner in allerhöchster Not auf der Torlinie. In der 86. Minute belohnte sich der SC schließlich für seinen Aufwand: Meckl eroberte den Ball an der gegnerischen Grundlinie, dribbelte in den Strafraum und bediente den frei stehenden Argauer, der gekonnt ins lange Eck zum 1:3 traf. Der Schlusspunkt gehörte jedoch wieder den Gästen: In der Nachspielzeit stellte Felix Behnke nach einer Ecke den alten Drei-Tore-Abstand zum 1:4-Endstand wieder her.

Die Trainerstimmen zum Derby

Michael Riester (Trainer SpVgg SV Weiden):

Grammer Solar
Grammer Solar

„Gegen den Ball waren wir heute noch nicht so gut, aber da sind wir auch noch nicht soweit. Im eigenen Ballbesitz haben wir bereits sehr reif, abgebrüht und mit großer Erfahrung agiert. Wenn wir unsere Angriffe im letzten Drittel noch einen Tick konsequenter zu Ende gespielt hätten, wäre sogar ein noch deutlicherer Sieg möglich gewesen.“

Benjamin Urban (Trainer SC Luhe-Wildenau):

„In der ersten Halbzeit hat man deutlich gesehen, dass Weiden fitnessmäßig einfach schon weiter ist und auch spielerisch besser war. Schade, dass uns diese individuellen Fehler passiert sind – es wäre sehr interessant gewesen, zu sehen, wie das Spiel läuft, wenn wir defensiv die Null länger hätten halten können. Wir hatten auch ein paar Nadelstiche dabei. Im Endeffekt geht der Sieg für die SpVggSV aber absolut in Ordnung.“

Mit diesem Sieg darf sich die SpVgg SV Weiden auf die offizielle Auslosung am 10. Juli in Bad Kötzting freuen, wo im Topf der ersten Pokalhauptrunde nun äußerst attraktive Gegner auf die Mannschaft warten.