Kreisliga Nord: Bleiben die drei Teams an der Spitze weiter ungeschlagen?
Kreisliga Nord: Bleiben die drei Teams an der Spitze weiter ungeschlagen?
Kreisliga Nord, 4. Spieltag
Freitag, 14.08.2026
18 Uhr TSV Reuth – SC Eschenbach
Reuth und Eschenbach treffen am Freitag um 18 Uhr aufeinander – und für beide Mannschaften steht dabei einiges auf dem Spiel. Beide Teams stehen bislang noch ohne Punkte da und wollen die Negativserie in dieser Partie endlich beenden. Dass die Begegnung damit für beide Seiten enorme Bedeutung hat, ist auch den beiden Spielertrainern im Vorfeld bewusst, und es könnte in den Aufstellungen beider Teams die eine oder andere Überraschung geben. Reuths Martin Bächer bezeichnete die Partie als extrem wichtig, das sei kein Geheimnis. Man müsse sich zunächst auf die eigene Defensive konzentrieren, dann ergebe sich nach vorne bestimmt auch die ein oder andere Lücke. Nach den Niederlagen gegen Eslarn, Erbendorf und Weiden-Ost bekommt es der TSV nun mit einem etwas anderen Gegner zu tun.
In Eschenbach ist man zuversichtlich, in Reuth endlich die ersten Punkte der Saison einzufahren. Allerdings fehlt Spielertrainer Benjamin Scheidler weiterhin ein wichtiger Baustein: Valentin Schieder steht nicht zur Verfügung. Scheidler räumte ein, dass man nach drei Spieltagen leider noch ohne Punkte dastehe – das sei nicht der Start, den man sich vorgestellt habe. Dennoch sei die Stimmung in der Mannschaft gut, man wisse, dass man nur gemeinsam aus dieser Situation herauskomme. Entscheidend sei, von der ersten Minute an konzentriert aufzutreten, in den Zweikämpfen präsent zu sein und die Chancen konsequenter zu nutzen, denn in den vergangenen Spielen habe man sich für gute Phasen nicht belohnt. Man wisse um die Bedeutung der Partie gegen Reuth, wolle sich aber nicht unnötig unter Druck setzen, so Scheidler weiter. Man wolle Fußball spielen, mutig auftreten und alles auf dem Platz lassen. Das Ziel sei klar: Die ersten drei Punkte der Saison müssten her, egal wie – dafür werde man alles geben. Vielleicht habe man ja noch ein Ass im Ärmel, so Scheidler abschließend, ob man diese Karte bereits am Freitag ziehen könne, werde sich zeigen.
18:30 SV Kulmain – FC Vorbach
Beim SV Kulmain gab man unter der Woche den Abgang von Trainer Oliver Drechsler aus persönlichen Gründen bekannt, sodass Sylvian Lorenz, der Trainer der zweiten Mannschaft, das Training leitete. Wer am Freitagabend an der Seitenlinie stehen wird, wird sich zeigen. Fußball-Abteilungsleiter Florian Greger nahm zur Partie Stellung: Nach der deutlichen Auswärtsniederlage am vergangenen Wochenende sei beim SV Kulmain Wiedergutmachung angesagt. Trotz einiger Ausfälle kehrten auch Spieler zurück, sodass das Interimstrainer-Duo Marius Sokol und Alexander Schäffler auf einen schlagkräftigen Kader bauen könne. Die Jungs um Kapitän Nik Griener wollten vor heimischem Publikum ein deutlich anderes Gesicht zeigen und mit Kompaktheit, Mentalität und sehenswertem Fußball überzeugen. Mit dem FC Vorbach warte eine unbequeme Mannschaft auf den SVK. Die Truppe um Kapitän Lukas Wiesnet sei ebenfalls nicht optimal gestartet, könne in dieser Liga aber jederzeit für ein Ausrufezeichen sorgen. Entsprechend werde es für Kulmain darauf ankommen, von Beginn an geschlossen und konzentriert aufzutreten. Im Fokus stehe dabei auch der bisherige Trainer Oliver Drechsler, der sein Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt habe. Drechsler habe sich mit großem Engagement für den SV Kulmain und die Mannschaft eingesetzt, Verein und Team wünschten ihm für die Zukunft alles Gute. Am Freitag wolle die Mannschaft auch für ihren ehemaligen Trainer eine starke Leistung auf den Platz bringen.
In Vorbach hat man sich den Saisonstart etwas anders vorgestellt, auch wenn schwere Gegner vor der Brust warteten. Trainer Manuel Lautner bezeichnete Kulmain als unberechenbaren Gegner, der zu Hause auf jeden Fall sehr heimstark sei. Egal, wie die letzten Ergebnisse gewesen seien, müsse man sich in Kulmain auf jeden Fall strecken, um etwas mitzunehmen. Die Personalsituation kenne man ja, das wolle er nicht weiter ausdiskutieren, das sei nicht seine Art. Es würden auf jeden Fall wieder elf Mann auf dem Platz stehen, und diese würden gut genug sein. Er hoffe, dass man da etwas Zählbares mitnehmen könne, dafür müsse man aber die beste Leistung der Saison abrufen.
18:30 FC Dießfurt – FC Weiden-Ost
Zum Kirwa-Heimspiel erwartet Aufsteiger FC Dießfurt den Tabellenführer der Kreisliga, den FC Weiden-Ost II. Nach den schweren Aufgaben gegen Tremmersdorf und Grafenwöhr konnte man in Vorbach den ersten Punkt der Saison in der Kreisliga einfahren und will nun nachlegen. Henry Schraml vom FCD erklärte, dass man am Freitag zu Hause endlich drei Punkte einfahren wolle. Gegen die junge Truppe des FC Weiden-Ost II werde das allerdings eine schwere Aufgabe. Man müsse endlich einmal über die gesamte Spielzeit konzentriert die Leistung bringen, vor allem gegen den Ball gut arbeiten, dann werde sich auch ein Erfolgserlebnis einstellen.
In Weiden ist man mit dem Saisonstart sehr zufrieden, schließlich holte man in drei Spielen die maximale Punktzahl. Trainer Tim Schlesinger will jedoch, dass sein Team auch weiterhin erfolgreich spielt, auch wenn es am Wochenende nicht leicht werde. Gegen Dießfurt werde man zu den grundlegenden Tugenden zurückkehren und die Spielweise aufgrund einiger urlaubsbedingter Ausfälle entsprechend anpassen, so Schlesinger. Damit müssten aktuell aber viele Mannschaften zurechtkommen. Er sei sich sicher, dass man trotz der notwendigen Umstellungen auch in Dießfurt erfolgreich auftreten werde. Das klare Ziel sei, mindestens einen Punkt mit nach Weiden zu nehmen.
Sonntag, 16.08.2026
15 Uhr TSV Eslarn – SpVgg Trabitz
Im vergangenen Jahr ärgerte der heimische TSV den damaligen Meisterschaftsfavoriten aus Trabitz gleich zweimal und nahm ihm dabei drei Punkte ab, die am Ende zur Meisterschaft fehlten. Nun will man in der Grenzstadt dieses Kunststück wiederholen und dem Favoriten erneut ein Bein stellen. Nach der deutlichen Niederlage am vergangenen Wochenende ist zudem Wiedergutmachung angesagt. Spielertrainer Peter Rackl erklärte, man wolle nach der verdienten Niederlage gegen Haidenaab wieder guten Fußball zeigen. Ob es gegen die Startruppe aus Trabitz zu drei Punkten reiche, sei tagesformabhängig. Man werde sich jedenfalls nicht verstecken und wolle die positive Heimbilanz dieser Saison weiter ausbauen. Die Liste der Verletzten und Verhinderten sei leider weiterhin lang. In Trabitz hat man nach dem emotionalen Heimsieg gegen Altenstadt/WN noch mehr Selbstvertrauen getankt. Christian Recht forderte von seiner Mannschaft, konsequenter, wacher und galliger zu werden. Der Anspruch müsse sein, solche Spiele früher an sich zu reißen und gar nicht erst in Situationen zu geraten, in denen man mit einem Kraftakt alles retten müsse.
Am Sonntag wartet mit dem TSV Eslarn ein extrem starker Gegner, der nach der Heimniederlage am vergangenen Wochenende eine Reaktion zeigen wolle. Man wisse, was einen dort erwarte, so Recht weiter, das werde kein Spiel für Schönwetterfußball. Man müsse von der ersten Minute an giftig sein, Zweikämpfe annehmen, dagegenhalten und zeigen, dass man dieses Spiel unbedingt gewinnen wolle. Spielerische Qualität allein werde in Eslarn nicht reichen, man brauche Leidenschaft, Kampfeskraft, Ehrgeiz und den unbedingten Willen, jeden Meter und jeden Zweikampf für die Mannschaft zu gehen. Das Trainerteam um Cheftrainer Daniel Liermann und Co-Trainer Fabian Helleder habe die Mannschaft entsprechend vorbereitet und einen klaren Matchplan erarbeitet. Personell bleibt die Situation angespannt: Mit Andre Bertelshofer sei ein weiterer längerfristiger Ausfall zu verkraften, hinzu kämen weitere verletzungs- und urlaubsbedingte Ausfälle. Jammern helfe aber nicht, der Unterbau sei momentan sehr erfolgreich unterwegs, sodass man auf Spieler zurückgreifen werde, die sich dort ihre Chance erarbeitet hätten. Erfreulich sei zudem, dass Neuzugang Matej Kraclik erstmals im Kader stehen werde. Trotz der personellen Situation fahre man mit einer schlagkräftigen Mannschaft nach Eslarn, man wolle dort nicht nur mitspielen, sondern das Spiel annehmen und über 90 Minuten zeigen, dass man die drei Punkte unbedingt mit nach Trabitz nehmen wolle.
15 Uhr SV Altenstadt/WN. – FC Tremmersdorf-Speinshart
Aufsteiger Altenstadt/WN hat bereits wichtige Punkte gesammelt und brachte am vergangenen Spieltag sogar den Meisterschaftsfavoriten aus Trabitz an den Rand einer Niederlage – und das trotz einiger Ausfälle, die die Mannschaft spürbar schwächten. Trainer Marvin Häffner erklärte, die Personalsituation werde eher schlechter als besser. Dennoch habe man in der vergangenen Woche bewiesen, wozu man fähig sei. Es helfe nun aber nichts, man müsse da durch und noch enger zusammenarbeiten. Er werde sich für Sonntag wieder etwas einfallen lassen, wie man die Partie angehe, und dann werde man sehen, was am Ende dabei herauskomme.
Florian Dötsch vom FC Tremmersdorf äußerte sich ebenfalls zur Partie am Sonntagnachmittag. Beim FCT zeigt man sich zufrieden mit den Leistungen seit Saisonstart, an diese positive spielerische Entwicklung wolle man nun anknüpfen und nach dem erfolgreichen vergangenen Wochenende gegen den TSV Pleystein auch beim nächsten Aufsteiger in Altenstadt eine gute Leistung zeigen. Das Ziel sei klar: Mit einer konzentrierten und engagierten Vorstellung wolle der FCT möglichst die nächsten drei Punkte einfahren und die Heimreise erfolgreich antreten. Aufgrund urlaubsbedingter Abwesenheiten könne es dabei zu der ein oder anderen Veränderung beziehungsweise Rotation im Kader kommen. Gleichzeitig freue sich der FCT sehr darauf, nach drei Jahren wieder in Altenstadt zu Gast zu sein. Besonders schön wäre es, wenn die Mannschaft dabei erneut auf die Unterstützung zahlreicher mitreisender Fans zählen könne.
15 Uhr TSV Erbendorf – ASV Haidenaab
Nach einem schlechten ersten Spieltag hat sich der TSV Erbendorf mit zwei Siegen in Folge wieder in die Spur gebracht. Nun gilt es, gegen die Gäste aus Oberfranken nachzulegen und den nächsten Dreier einzufahren. Trainer Roland Lang erklärte, dass mit dem ASV Haidenaab eine etablierte und starke Kreisligamannschaft zu Gast sei, die aktuell gut in Form sei und auch körperlich stark auftrete. Man habe unter der Woche wegen einiger Urlauber und angeschlagener Spieler etwas dosierter trainieren müssen, so Lang. Er hoffe, dass die angeschlagenen Spieler bis Sonntag wieder fit würden, man wolle den schweren Gegner aber unbedingt schlagen. ASV-Trainer Michael Kaufmann sieht die Entwicklung seiner Mannschaft positiv, da in jedem bisherigen Spiel eine Steigerung erkennbar gewesen sei. Der jüngste Sieg sei sicher gut fürs Selbstvertrauen gewesen, am Ende hätten aber vor allem die drei wichtigen Punkte gezählt. Nach dem Spiel in Erbendorf werde man eher beurteilen können, ob man wirklich auf diesem Level mithalten könne, weshalb es eine interessante Partie werde, die Aufschlüsse geben werde. In Erbendorf sei es schon immer schwer gewesen, etwas zu holen, unmöglich sei es aber nicht, so Kaufmann.
Bringe der Gegner seine offensiven Qualitäten auf den Platz, sei er nur schwer zu schlagen. Für ihn zähle Erbendorf – auch wegen Sandro Hösl– zu den absoluten Topteams der Liga, stets mit Potenzial für die vorderen fünf Plätze: ein starker Torwart, gute Standardschützen, mit Mohr nochmal spürbar Qualität hinzugewonnen und mit Kargi eine technisch starke Arbeitsmaschine im Zentrum. Da müsse man einfach ein Top-Auswärtsspiel abliefern, wenn etwas mitgenommen werden solle. Es werde ein schweres Auswärtsspiel, doch wie die Mannschaft in der Vorwoche die Ausfälle kompensiert habe, mache Mut, dass etwas zu holen sei. Über Ausfälle wolle er deshalb gar nicht jammern, damit hätten aktuell alle Mannschaften urlaubsbedingt zu kämpfen. Wer da sei, müsse abliefern und sich zeigen, so Kaufmann abschließend. Man werde sehen, was am Ende herauskomme, er freue sich jedenfalls schon auf Sonntag und hoffe auf ein gutes, verletzungsfreies Spiel.
15 Uhr TSV Pleystein – SV TuS/DJK Grafenwöhr
Der Aufsteiger aus Pleystein musste am vergangenen Spieltag nach zwei sehr guten Auftritten eine deutliche Niederlage in Tremmersdorf hinnehmen. Das sei aber, so Trainer Alexander Schön, kein Beinbruch. Dennoch weiß er, welches Kaliber am Sonntagnachmittag nach Pleystein kommt. Man werde nun wieder den Schalter umlegen und sich auf das zweite Heimspiel in der Kreisliga konzentrieren, so Schön. Dass es gegen Grafenwöhr schwer werde, sei nicht von der Hand zu weisen, darüber müsse man gar nicht diskutieren. Man habe zuletzt gut trainiert und werde sich auch vor dem Spiel noch einmal intensiv vorbereiten. Auch die Zuschauer würden die Partie sicher wieder zahlreich besuchen. Man werde sich auf das Spiel gegen Grafenwöhr einstellen und versuchen, wieder einen Punkt oder vielleicht sogar den Sieg in Pleystein zu behalten. Ergänzend fügte Schön hinzu, dass man einige Verletzte und Urlauber ersetzen müsse, aber trotzdem versuchen wolle, etwas Zählbares zu holen.
In Grafenwöhr ist man nach drei Siegen aus drei Spielen naturgemäß gut gelaunt und will den nächsten Erfolg folgen lassen. Trainer Turan Bafra wünschte zunächst dem zurückgetretenen Oliver Drexler alles Gute für die Zukunft, dieser werde seine Gründe gehabt haben. Er habe Pleystein bereits gegen Trabitz beobachtet und bezeichnete den Aufsteiger als eine Art Wundertüte, geprägt von Euphorie und Aufstiegseuphorie. Dennoch sehe er die eigene Mannschaft als Favorit, daraus mache man keinen Hehl, man sei im Großen und Ganzen die bessere Mannschaft und werde versuchen, die drei Punkte zu holen. Man habe ordentlich trainiert, bis auf die Langzeitverletzten Jenan Kesitovic und Johannes Kopp seien alle an Bord, zudem falle Xavier Siemski gesperrt aus. Der Verein fahre auch mit einem Fanbus nach Pleystein. Ziel sei es, die nächsten drei Punkte zu holen und mit zwölf Zählern in den fünften Spieltag zu gehen. Er sei guter Dinge, aktuell passe vieles, natürlich werde es kein Selbstläufer, aber grundsätzlich sei man gewappnet und überzeugt, in Pleystein zu bestehen. Alles Weitere werde sich zeigen, man wolle einfach die Tabellenführung verteidigen und ganz oben dranbleiben.


