Kreisliga Nord: Grafenwöhr überzeugt im Derby
Kreisliga Nord: Grafenwöhr überzeugt im Derby
Kreisliga Nord, 2. Spieltag
Freitag, 31.07.2026
SV Kulmain – FC Tremmersdorf-Speinshart 1:0 (0:0)
Nach der SpVgg Trabitz hatte der SV Kulmain mit dem FC Tremmersdorf-Speinshart die nächste Spitzenmannschaft der Liga zu Gast – und behielt am Ende knapp die Oberhand. Trainer Oliver Drechsler sprach nach der Partie von einem glücklichen, aber nicht unverdienten Sieg. Seine Mannschaft habe kämpferisch alles gegeben, sodass am Ende gleich vier oder fünf Spieler mit Krämpfen zu kämpfen hatten. Das Glück habe man sich unter diesen Umständen redlich erarbeitet, so Drechsler weiter. Geholfen habe dabei auch ein überragender Torhüter: Jannik Netzel hielt seine Mannschaft mit starken Paraden im Spiel. Vorne nutzte Kulmain derweil nur eine von drei guten Chancen – aus Sicht des Trainers dennoch keine schlechte Quote, zumal man im Vorjahr häufiger das Nachsehen gehabt habe.
Den entscheidenden Treffer erzielte Maximilian Kuhbandner in der 73. Minute. Wenig später parierte Netzel zudem einen Foulelfmeter und avancierte damit endgültig zum Matchwinner. Drechsler sprach von einem Spiel, das nicht unbedingt vorauszusehen gewesen sei, gerade deshalb aber umso mehr Freude bereite. Es seien genau solche Siege – wenn man sich hintenraus durchkämpfen und das Ergebnis über die Zeit retten müsse – die am Ende am meisten Freude auslösten. Bei den Gästen aus Tremmersdorf-Speinshart überwog dagegen die Enttäuschung. Florian Schnödt sprach von einem bitteren Freitagabend für seine Mannschaft. Über die gesamten 90 Minuten sei man die klar bessere Mannschaft gewesen und habe sich zahlreiche Torchancen erspielt, den Ball aber nicht im gegnerischen Tor unterbringen können. Wie es im Fußball oft der Fall sei, falle das Gegentor dann auf der anderen Seite. Umso ärgerlicher sei es, dass sich seine Mannschaft für den couragierten Auftritt nicht habe belohnen können – ein Punktgewinn wäre nach Ansicht Schnödts mehr als verdient gewesen.
FC Dießfurt – SV TuS/DJK Grafenwöhr 0:4 (0:2)
Der Aufsteiger aus Dießfurt erlebte im Derby vor über 200 Zuschauern einen schlechten Start und lag bereits nach zehn gespielten Minuten mit 0:2 zurück. Marcello Siemski verwandelte einen Strafstoß, dem zuvor ein nicht eindeutiges Foulspiel vorausgegangen war, ehe Luca Reiß auf 0:2 erhöhte. Danach hatten die Gastgeber zwei gute Gelegenheiten, um im Spiel zu bleiben, konnten diese jedoch nicht nutzen. In der Folge kontrollierte Grafenwöhr weiterhin Ball und Gegner – lediglich die Tore blieben zunächst aus. Sebastian Käs vom FC Dießfurt sprach von einem schlechten Auftakt seiner Mannschaft und betonte, dass man die von Grafenwöhr geschenkten Chancen hätte nutzen müssen. Grafenwöhrs Trainer Turan Bafra zeigte sich nach dem Spiel sehr zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, vor allem weil erneut die Null stand.
Im zweiten Abschnitt versuchte Dießfurt, offensiver aufzutreten, was jedoch prompt zu Kontern führte. Zunächst erzielte erneut Siemski, kurz darauf traf der auffällige O’Anthony Brown zum Endstand. Am Ende stand für den FC Dießfurt die zweite Niederlage der Saison zu Buche. „Wir müssen weiter an uns glauben, dann kommen auch die Punkte“, so Käs. Grafenwöhr um Trainer Turan Bafra steht nach zwei Spieltagen weiterhin ungeschlagen mit einem Torverhältnis von 5:0 im Spitzenfeld der Liga. Man wolle auch gegen den nächsten Gegner, den SV Kulmain, das eigene Spiel durchziehen, so Bafra.
Samstag, 01.08.2026
TSV Pleystein – SpVgg Trabitz 1:1 (0:0)
Der Aufsteiger aus Pleystein hatte den großen Meisterschaftsfavoriten aus Trabitz zu Gast und lieferte sich mit ihm einen intensiven Kampf. Am Ende stand ein Unentschieden, das vor allem die Gastgeber freuen dürfte, die damit nach zwei Spielen bereits vier Punkte auf dem Konto haben. Trainer Alexander Schön zeigte sich nach der Partie sichtlich bewegt und sprach von einer echten Kampfleistung seiner Mannschaft. Spielerisch habe man nicht ganz das gezeigt, was sonst üblich sei, kämpferisch und läuferisch sei man aber durchgehend präsent gewesen. Nach dem 1:0 in der zweiten Halbzeit habe die Mannschaft den nötigen Schub bekommen, ehe der Ausgleich fiel – aus Sicht Schöns ein gerechtes Ergebnis, da Trabitz spielerisch überlegen gewesen sei, Pleystein dagegen kämpferisch und in den Zweikämpfen die Nase vorn gehabt habe. Schön zeigte sich stolz auf seine Mannschaft und lobte auch die Unparteiischen für ihre starke Leistung. Den Punktgewinn wollte man am Abend gemeinsam bei einer Vereinsfeier in Pleystein feiern.
Pleystein ging in der 81. Minute durch Torjäger Moritz Hartwig in Führung, ehe nur wenige Minuten später Miroslav Spirek per Handelfmeter zum 1:1-Endstand ausglich. Auch bei den Gästen aus Trabitz überwog trotz des verpassten Sieges Anerkennung für den Gegner. Christian Recht sprach von einer insgesamt guten Leistung seiner Mannschaft, die jedoch früh durch eine schwere Verletzung von Daniel Tesar überschattet worden sei. Pleystein habe sich als schwieriger Gegner erwiesen. Bis zur 80. Minute habe man kaum etwas zugelassen, ein Fehler im Mittelfeld habe dann den Weg zum 1:0 für Hartwig geebnet. Postwendend sei durch den verwandelten Handelfmeter von Spirek der Ausgleich gelungen. Danach habe man noch zwei weitere Chancen zum 2:1 gehabt, unter anderem sei ein Kopfball von Ben Beer an den Pfosten gegangen. Insgesamt sei man aus den wenigen Gelegenheiten, die der Gegner zugelassen habe, nicht kaltschnäuzig und gierig genug gewesen. Das 1:1 gehe daher in Ordnung, so Recht, der Pleystein zu der gezeigten Leistung gratulierte und davon ausgeht, dass noch einige Mannschaften ihre Probleme mit dem Aufsteiger bekommen werden.
Sonntag, 02.08.2026
TSV Eslarn – SC Eschenbach 5:0 (3:0)
In der Grenzstadt gab es für den SC Eschenbach am Sonntagnachmittag nichts zu holen. Die Gastgeber setzten die Gäste früh unter Druck und erspielten sich bereits zur Halbzeitpause einen beruhigenden 3:0-Vorsprung. Sebastian Striegl, Lukas Pavlicek und Rene Gall sorgten für die frühe Führung. Spielertrainer Peter Rackl zeigte sich hochzufrieden mit dem Saisonstart seiner Mannschaft. Mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel habe man erneut eine starke Mannschaftsleistung gezeigt. Entscheidend sei gewesen, dass man über die gesamte Spielzeit konzentriert geblieben sei und defensiv kaum etwas zugelassen habe. Offensiv habe man die Chancen konsequent genutzt und sich den Sieg verdient. Nun gelte es, den positiven Schwung mit in die kommenden Spiele zu nehmen.
Nach der Pause stellten Striegl und Rene Schwarz auf 5:0, was zugleich den Endstand bedeutete. Eschenbachs Spielertrainer Benjamin Scheidler zeigte sich entsprechend bedient. Das Ergebnis falle deutlich aus und sei enttäuschend, spiegele den Spielverlauf aber nicht vollständig wider. Über weite Strecken sei seine Mannschaft gut im Spiel gewesen, habe sich eigene Chancen erarbeitet und zeitweise die Kontrolle übernommen. Der entscheidende Unterschied habe in der Effizienz gelegen: Während man selbst die eigenen Möglichkeiten ungenutzt gelassen habe, habe der Gegner seine Chancen konsequent genutzt und Unaufmerksamkeiten eiskalt bestraft. Gerade in den entscheidenden Situationen habe es an Konzentration, Konsequenz und Cleverness gefehlt – Bereiche, an denen man nun arbeiten wolle. Positiv hob Scheidler die Einstellung seiner Mannschaft hervor: Einsatzbereitschaft, Wille und Zusammenhalt seien über die gesamte Spielzeit vorhanden gewesen, auch nach den Gegentoren habe das Team nicht aufgegeben. Die Niederlage in dieser Höhe schmerze zwar, die Saison sei aber noch jung. Man werde die Partie ehrlich analysieren, die richtigen Lehren ziehen und bereits im nächsten Spiel eine Reaktion zeigen wollen. Abschließend wünschte Scheidler dem verletzten Spieler Christian Schmiga im Namen der gesamten Mannschaft eine schnelle und vollständige Genesung.
SV Altenstadt/WN. – ASV Haidenaab 2:2 (2:1)
Der Aufsteiger aus Altenstadt spielte eine starke erste Hälfte und ging mit einer knappen Führung in die Kabine. Trainer Marvin Häffner betonte, man habe Haidenaab in dieser Phase kaum ins Spiel kommen lassen. Die Gastgeber gingen durch Fabian Zaus früh in Führung, mussten nach einem individuellen Fehler jedoch in der 31. Minute durch Christian Scherm den Ausgleich hinnehmen. Noch vor der Halbzeitpause stellte Zaus erneut auf die knappe Führung. Nach dem Seitenwechsel machte sich die aktuelle Verletztenmisere der Altenstadter bemerkbar: Häffner konnte personell nicht mehr nachlegen, während die Gäste zunehmend stärker wurden. So war es erneut Scherm, der in der 69. Minute den erneuten Ausgleich erzielte. Häffner zeigte sich im Nachhinein dennoch zufrieden mit dem Saisonverlauf – hätte ihm vor der Saison jemand gesagt, dass man nach zwei Spieltagen noch ungeschlagen sei, hätte er sofort unterschrieben.
ASV-Trainer Michael Kaufmann sprach von einem absolut verdienten Punktgewinn seiner Mannschaft, nachdem der Gegner in der ersten Halbzeit sehr stark und körperlich robust aufgetreten sei. Er hätte sich hier konsequentere Schiedsrichterentscheidungen gewünscht, etwa im Zweikampfverhalten um die zweiten Bälle. Insgesamt habe man in der Halbzeitpause vieles umgestellt, was sich ausgezahlt habe: Das Chancenverhältnis in Durchgang zwei sah Kaufmann bei etwa 2:8 für sein Team. Nach schwacher erster Hälfte müsse man daher letztlich mit dem Punkt zufrieden sein, wobei die Qualität der zweiten Halbzeit für sich genommen sogar für einen Sieg gereicht hätte. In der 90. Minute habe man sogar den eigenen Mitspieler auf der Torlinie angeschossen, sonst wäre das 3:2 gefallen. Kaufmann zeigte sich stolz, dass seine Mannschaft auswärts nach zwei Rückständen zweimal zurückgekommen sei und phasenweise sogar auf den dritten Treffer gedrängt habe. Der Punktgewinn sei am Ende zwar mit einem Quäntchen Ärger verbunden, dennoch könne man auf der starken zweiten Halbzeit aufbauen.
FC Vorbach – FC Weiden-Ost II 0:4 (0:2)
Einen schlechten Tag erwischte der FC Vorbach im Heimspiel gegen den Aufsteiger aus Weiden-Ost II. Von Beginn an waren die Gäste aus der Max-Reger-Stadt präsenter und erzielten ihre Treffer zu wichtigen Zeitpunkten der Partie. Heimtrainer Manuel Lautner sprach von einem erwartet schweren Gegner, der auch in dieser Höhe verdient gewonnen habe. Seine Mannschaft sei chancenlos gewesen, was er unter anderem auf zahlreiche Ausfälle zurückführte: Drei Spieler auf der Bank hätten bereits 65 Minuten oder mehr in der zweiten Mannschaft in den Knochen gehabt. Jammern bringe in dieser Situation aber ohnehin nichts, so Lautner.
Die Treffer vor der Pause erzielten Max Auer in der 15. Minute sowie Michael Kraus in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel netzten zudem Yaroslav Demaretskyi und Robin Lache ein und sorgten so für den deutlichen Endstand. Weidens Trainer Tim Schlesinger zeigte sich entsprechend zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. Das frühe 0:1 sowie das mental wichtige 0:2 kurz vor der Halbzeit hätten seinem Team in die Karten gespielt. Dadurch hätten sich folgerichtig mehr Räume ergeben, die die Mannschaft gut habe bespielen können. Mit der Art und Weise des Auftritts zeigte sich Schlesinger sehr zufrieden.
TSV Erbendorf – TSV Reuth 5:1 (3:1)
Das Nachbarschaftsduell am Sonntagnachmittag in Erbendorf erlebte vor knapp 300 Zuschauern am Ende einen sicheren Sieger. Zunächst sah es allerdings nicht danach aus: Bereits in der 3. Minute erzielte Michael Sonnberger die Führung für die Gäste. Die Mannen von Heimtrainer Roland Lang schüttelten sich jedoch kurz und gingen anschließend selbst in den Angriffsmodus. Torjäger Sandro Hösl gelang in der 10. Minute der schnelle Ausgleich, ehe Bastian Wiesent nur acht Minuten später die 2:1-Führung erzielte. Noch vor dem Pausenpfiff erhöhte Marvin Mohr auf 3:1. Nach dem Seitenwechsel gelang Hösl dann ein Doppelpack zum am Ende deutlichen 5:1-Endstand.
Erbendorfs Trainer äußerte sich nach der Partie kurz und trocken: Das frühe 0:1 sei für seine Mannschaft ein Weckruf gewesen, in dessen Folge man einen verdienten Heimsieg habe einfahren können. Gästetrainer Martin Bächer sah seine Mannschaft trotz des perfekten Starts mit der frühen Führung letztlich unterlegen. Der Gegner sei an diesem Tag im Zweikampf- sowie im Offensivspiel überlegen gewesen. Man habe nicht konsequent genug verteidigt, während Erbendorf die eigenen Angriffe gut zu Ende gespielt habe. Erfreut zeigte sich Bächer hingegen über den Gesundheitszustand von Michael Fichtner: Dessen Verletzung sei offenbar glücklicherweise nicht so schwerwiegend wie zunächst befürchtet, weshalb er auf eine baldige Rückkehr des Spielers hoffe.
Kreisliga Nord
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