Kreisliga Nord: Grafenwöhr zieht einsam von Sieg zu Sieg
Kreisliga Nord: Grafenwöhr zieht einsam von Sieg zu Sieg
Kreisliga Nord, 9. Spieltag
Freitag, 18.09.2026
SV Kulmain – TSV Eslarn 1:3 (0:1)
Die Grenzstädter aus Eslarn nahmen am Freitagabend die volle Punktausbeute aus Kulmain mit. Lukas Pavlicek traf doppelt für die Gäste, den dritten Treffer steuerte Rene Schwarz bei. Für den SV Kulmain war lediglich Maximilian Kuhbandner erfolgreich.
Kulmains Florian Greger analysierte die bittere Heimpleite: „Die erste Halbzeit war ziemlich zerfahren. Wir hatten einige gute Chancen, konnten diese aber leider nicht nutzen. Eslarn ging nach einem Freistoß mit 1:0 in Führung. Nach der Pause kamen wir deutlich besser ins Spiel und erzielten schnell den Ausgleich. Anschließend hatten wir das Momentum und weitere sehr gute Chancen. Nach einem groben Foul und der Verletzung von Kuhbandner waren wir zunächst geschockt. Eslarn ging überraschend durch einen Schuss aus 20 Metern wieder in Führung. In der Schlussminute mussten wir noch das 1:3 hinnehmen. Uns fehlt momentan einfach das Spielglück, zudem nutzen wir unsere Chancen nicht konsequent genug und bekommen die Gegentore zu einfach.“
Eslarns Trainer lobte den Zusammenhalt seines Teams: „Die ersten Minuten haben wir gut ins Spiel gefunden, wir waren in Hälfte eins spielbestimmend und hatten viel Ballbesitz. Nach Wiederanpfiff hat die Heimelf 15 Minuten richtig Alarm gemacht und verdient ausgeglichen. Ein dickes Lob an mein Team, das sich von den Widrigkeiten, Foulspielen und der Hektik nicht hat aus der Ruhe bringen lassen. Wir haben das erwartete schwere Auswärtsspiel mit absolutem Willen und Teamgeist für uns entschieden.“
Samstag, 19.09.2026
FC Tremmersdorf-Speinshart – ASV Haidenaab 1:0 (1:0)
Jonas Frank war der Mann des Tages beim knappen Heimsieg des FC Tremmersdorf gegen den ASV Haidenaab. Kurz vor der Halbzeitpause erzielte er den goldenen Treffer.
Florian Schnödt vom FCT fasste zusammen: „Der FC Tremmersdorf freut sich über einen verdienten 1:0-Heimsieg. In der ersten Halbzeit war unsere Mannschaft klar spielbestimmend und von Beginn an am Drücker. Wir erspielten uns zahlreiche Chancen, doch beim letzten Pass fehlte oft die Genauigkeit. Kurz vor der Pause schob Frank Jonas zur verdienten Führung ein. Bis dahin hatten wir das Spiel weitgehend im Griff. In der zweiten Halbzeit zeigte sich ein etwas anderes Bild. Haidenaab hatte mehr Spielanteile und war vor allem über Standards gefährlich. Gleichzeitig hatten auch wir immer wieder die Möglichkeit, mit dem 2:0 für die Vorentscheidung zu sorgen. Am Ende brachte die Mannschaft die knappe Führung erfolgreich über die Zeit.“
Haidenaabs Trainer Michael Kaufmann zog ein gemischtes Fazit: „Wenn man die erste Halbzeit anschaut, war die Führung für Tremmersdorf absolut verdient. Der Gegner hat die ersten 20 Minuten sehr ansehnlichen Fußball gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir einige Umstellungen vorgenommen und waren brutal besser im Spiel. Wir haben zigmal die Chance auf den Ausgleich gehabt. Tremmersdorf hat in der ersten Halbzeit einfach viel mehr investiert, insofern war die Niederlage nicht unverdient, aber definitiv unglücklich. Ein Punkt wäre heute absolut möglich gewesen. Zwei neue Verletzte tun uns natürlich sehr weh.“
Sonntag, 20.09.2026
FC Vorbach – TSV Reuth 1:3 (0:1)
Im Kellerduell sicherten sich die Gäste aus Reuth einen immens wichtigen Sieg. Daniel Weigl traf vor der Pause, Justus Bader und Frank Eckl legten im zweiten Durchgang nach. Den Ehrentreffer der Hausherren markierte Lukas Barthelmann.
Reuths Spielertrainer Martin Bächer zeigte sich erleichtert: „Wir sind gut ins Spiel reingekommen, waren griffig in den Zweikämpfen und haben nicht allzu viele Offensivaktionen des Gegners zugelassen. Wir gingen durch eine gute Flanke und Abschluss in Führung. Das 2:0 und 3:0 fielen dann nach etwa einer Stunde kurz hintereinander, ehe Vorbach durch einen Elfmeter nochmal verkürzen konnte. Für uns war das nicht mehr und nicht weniger als ein wichtiger Arbeitssieg nach all den Niederlagen der letzten Wochen.“
Vorbachs Trainer Manuel Lautner war extrem enttäuscht von der Leistung seines Teams: „Das war ein blutleerer Auftritt meiner Mannschaft in dieser so wichtigen Begegnung. Ich bin sehr enttäuscht und will auch gar nicht mehr dazu sagen.“
FC Weiden-Ost II – SpVgg Trabitz 1:3 (0:2)
Beide Verfolger des Spitzenreiters hatten sich viel vorgenommen, doch die Gäste aus Trabitz erwischten einen Blitzstart. Miroslav Spirek traf früh zur Führung und legte noch in der ersten Halbzeit nach. Auch nach dem Seitenwechsel dominierte Trabitz zunächst, Timo Göllner erhöhte auf 0:3. Fabian Helleder besorgte mit einem Eigentor den Endstand.
Weidens Trainer Timo Schlesinger zeigte sich nach dem Spielverlauf bedient: „Wir haben uns vorgenommen, tief zu stehen, bekommen aber schnell zwei Tore aus der Distanz. Die beiden Gegentore zu Beginn waren natürlich so nicht im Matchplan. In der zweiten Halbzeit haben wir dann aber gut mitgehalten.“
Trabitz-Coach Fabian Helleder sah eine dominante Leistung seiner Elf: „Wir wussten, was hier auf uns zukommt und waren in der ersten Halbzeit brutal effizient. Zwei Tore selbst gemacht und hinten die Null gehalten. Das war eine Top-Leistung des Teams, auch wenn wir in Halbzeit zwei etwas den Faden verloren haben. Unser Ziel waren die drei Punkte, die haben wir geholt. Nun geht es in die Spitzenspiele gegen Tremmersdorf und Grafenwöhr, und wir sind definitiv bereit.“
TSV Pleystein – SV Altenstadt/Wn. 3:2 (2:0)
Ein packendes Aufsteigerduell erlebten die Zuschauer in Pleystein. Die Hausherren gingen durch einen Doppelpack von Torjäger Moritz Hartwig in Führung. Altenstadt kam nach dem Seitenwechsel durch Fabian Zaus und Vehbi Zogaj zurück, ehe Volkan Kuzpinari in der 90. Minute den 3:2-Siegtreffer markierte.
TSV-Trainer Alexander Schön atmete tief durch: „In der ersten Halbzeit haben wir hervorragend gespielt und sind hochverdient 2:0 in Führung gegangen. Danach haben wir aber 20 Minuten sehr schlecht gespielt und zu Recht den Ausgleich kassiert. Nach der Gelb-Roten Karte für Altenstadt haben wir uns wieder gefangen und das späte 3:2 gemacht. Ein Unentschieden wäre vielleicht gerecht gewesen, aber wir haben es uns erkämpft. Respekt an die Mannschaft, wir haben momentan eine gute Phase.“
Altenstadts Trainer Marvin Häffner haderte mit dem Resultat und den Unparteiischen: „Wir lagen zur Pause leider mit 0:2 in Rückstand. Danach kamen wir super aus der Kabine, spielten eine viel bessere zweite Halbzeit, machten den verdienten Ausgleich und hatten sogar die Chance zum 3:2. Postwendend bekommen wir dann den Gegentreffer. Eigentlich müsste das Spiel unentschieden ausgehen! Ich kritisiere selten Schiedsrichter, aber so eine schwache Leistung des gesamten Gespanns habe ich noch nie gesehen. Mir fehlen die Worte.“
FC Dießfurt – TSV Erbendorf 0:2 (0:2)
Marvin Mohr und Sandro Hösl entschieden die Partie für Erbendorf bereits im ersten Durchgang. Dießfurt drängte nach dem Rückstand kurz auf den Ausgleich, kassierte jedoch postwendend das 0:2.
Henry Schraml vom FC Dießfurt bilanzierte realistisch: „Erbendorf war der erwartet schwere Gegner, die Niederlage war am Ende verdient. Wir konnten nur nach dem 0:1 eine kurze Druckphase entwickeln, in der Ondrej Ruda eine gute Kopfballchance hatte. Im Gegenzug fiel dann das 0:2. In der zweiten Hälfte hatte Erbendorf gute Konterchancen und hätte das Spiel früher entscheiden müssen. Die gute Torwartleistung von Timo Schraml verhinderte Schlimmeres. Wir müssen uns schnellstmöglich verbessern, um wieder Punkte einzufahren.“
Gästetrainer Roland Lang war weitgehend zufrieden: „Ein gutes Auswärtsspiel, wir haben wenig zugelassen. Allerdings haben wir viele Konterchancen leichtfertig liegen lassen. So hat man den Gegner zu lange am Leben gelassen. An dem Auswärtssieg gibt es aber am Ende gar nichts zu rütteln.“
SV TuS/DJK Grafenwöhr – SC Eschenbach 5:0 (2:0)
Das David-gegen-Goliath-Duell endete standesgemäß. Luca Reiß, Xavier Siemski (2), Alexander Dobmann und Marcello Siemski trafen für den ungeschlagenen Spitzenreiter, der seinen neunten Sieg in Folge feierte.
Trainer Turan Bafra sah trotz des klaren Ergebnisses Verbesserungsbedarf: „Wir haben uns die ersten 25 Minuten hartgetan. Dann war Luca Reiß wieder unser Dosenöffner. Die Laufleistung war anfangs unsauber. Wir hätten früher das 3:0 machen müssen. Es hätte nochmal eng werden können, da Eschenbach bei einem Konter durchaus einen Elfmeter hätte bekommen können. Und sie hatten noch einen Freistoß, der an die Latte ging. Das Ergebnis spiegelt vielleicht nicht ganz den Spielverlauf. Mir tut es leid für die Eschenbacher, weil sie richtig fighten und sich durch individuelle Fehler selbst bestrafen. Wir haben jetzt fünf zu null gewonnen, neun Siege in Folge und ein super Torverhältnis – in Grafenwöhr ist alles rosig.“
Eschenbachs Spielertrainer Benjamin Scheidler blickt auf die bevorstehenden Aufgaben: „Das Ergebnis ist natürlich extrem bitter, gerade weil wir in den letzten zehn Minuten noch drei unnötige Gegentore bekommen haben. Grafenwöhr ist sicherlich nicht unser Maßstab, aber wir müssen defensiv stabiler werden. Jetzt müssen wir dringend anfangen, Punkte zu sammeln, sonst wird es immer schwieriger. Glückwunsch an Bobby und seine Jungs.“
Kreisliga Nord
Weitere Infos gibt es auf den Seiten des BFV.




