Kreisliga Nord: Kann Eschenbach im Derby endlich punkten?
Kreisliga Nord: Kann Eschenbach im Derby endlich punkten?
Kreisliga Nord, 8. Spieltag
Freitag, 11.09.2026
SC Eschenbach – FC Tremmersdorf-Speinshart
Das Flutlicht-Derby am Freitagabend birgt eine besondere Brisanz: Während die Gastgeber aus Eschenbach als punktloses Schlusslicht massiv unter Zugzwang stehen und den Bock zwingend umstoßen müssen, reisen die Gäste aus dem nur fünf Kilometer entfernten Tremmersdorf eigentlich ohne großen Druck an. Doch ein Derby vor erwartungsgemäß großer Kulisse schreibt bekanntlich seine eigenen Gesetze. Die Hausherren wollen an die verbesserte Leistung aus dem Trabitz-Spiel anknüpfen und endlich die ersehnten ersten Zähler einfahren. Benjamin Scheidler dazu: Natürlich wird es ein intensives und emotionales Spiel. Das gehört zu einem Derby dazu. Trotzdem wollen wir fair und mit dem nötigen Respekt auftreten. Am Ende soll der Fußball entscheiden. Wir freuen uns riesig auf Freitag. Die Jungs sind motiviert, wir haben unter der Woche konzentriert gearbeitet und jetzt wollen wir diese Energie mit ins Spiel nehmen. Wir wollen nicht nur dabei sein, wir wollen dieses Derby annehmen und alles dafür tun, dass die drei Punkte in Eschenbach bleiben. Jetzt zählt Zusammenhalt, jetzt zählt Leidenschaft, jetzt zählt der SC Eschenbach!“
FC-Trainer Robert Schäffler warnt eindringlich vor Leichtsinn: „Beim FCT freut man sich auf das Derby am Kirchweihwochenende. Gegen Eschenbach trifft man auf bekannte Gesichter mit den beiden ehemaligen Trainern Scheidler und Ferstl. Unterschätzen wird man Eschenbach aber auf keinen Fall.“ Die Favoritenrolle liegt klar bei den Gästen, die den Anschluss an die Spitzengruppe wahren wollen. Schäffler betont: „Auch im vergangenen Jahr hat man sich in den beiden Spielen teils schwergetan. Wir haben Respekt vor der Eschenbacher Mannschaft, unabhängig vom Tabellenplatz. Mit vollem Einsatz möchten wir am Kirchweihwochenende die nächsten drei Punkte einfahren und weiter an den Spitzenmannschaften dranbleiben. Außerdem freut man sich darauf, wieder viele heimische Fans auswärts in Eschenbach zu sehen.“
TSV Reuth – SV TuS/DJK Grafenwöhr
David gegen Goliath in Reuth: Der Tabellenvorletzte empfängt den noch verlustpunktfreien Spitzenreiter aus Grafenwöhr. Die Rollen sind scheinbar klar verteilt, doch die Gastgeber wollen sich nicht kampflos ergeben. Reuths Spielertrainer Martin Bächer sieht seine Elf als krassen Außenseiter, wittert aber dennoch eine kleine Chance: „Die Ausgangslage kann kaum gegensätzlicher sein. Wir spielen gegen den Tabellenführer, der bislang eine beachtliche Serie von sieben Siegen hingelegt hat. Trotzdem ist es mit einer disziplinierten Leistung nicht unmöglich, zu punkten. Hinter wenigen Akteuren steht noch ein Fragezeichen, das wird sich kurzfristig entscheiden.“
Der Spitzenreiter aus Grafenwöhr reist derweil mit extrem breiter Brust und fast vollem Kader an. SV-Trainer Turan Bafra fordert höchste Konzentration: „Das Positive ist, dass ich 24 einsatzfähige Spieler habe. Bis auf den Langzeitverletzten Jenan Kesetovic fehlt mir kein Spieler. Grundsätzlich geht es jetzt darum, die Spannung hochzuhalten und in Reuth nicht nachlässig zu werden.“ Bafra erwartet einen dominanten Auftritt seiner Elf: „Wir wollen natürlich auch in Reuth die drei Punkte holen. Wir sind eingespielt, motiviert, die Jungs haben eine brutale Einstellung. Wir werden Reut in keinster Weise unterschätzen, aber es gilt, voller Fokus von Anfang an konzentriert die Sache anzugehen.“
Sonntag, 13.09.2026
TSV Eslarn – FC Dießfurt
Aufatmen beim TSV Eslarn: Nach einer Durststrecke konnte das Team am vergangenen Spieltag in Vorbach endlich wieder einen eminent wichtigen Dreier einfahren, auch dank eines treffsicheren Torjägers Sebastien Striegl (5:3). TSV-Spielertrainer Peter Rackl will nun den Schwung nutzen: „Den positiven Aufschwung aus Vorbach nehmen wir mit ins Heimspiel gegen Dießfurt. Wir möchten auch am Sonntag die drei Punkte in Eslarn lassen.“ Die Partie gegen den starken Aufsteiger birgt für Rackl auch eine persönliche Note: „Ich kenne die Mannschaft natürlich sehr gut. Schön wird es sein, ehemalige Weggefährten wiederzusehen, zumal ich ja drei Jahre in Dießfurt als Spieler zugange war.“ Rackl warnt jedoch vor einem harten Stück Arbeit: „Wir werden definitiv gefordert sein, aber wir haben jüngst bewiesen, dass wir bis zum Schlusspfiff 110 Prozent geben können.“
Auch die Gäste aus Dießfurt reisen nach zwei Siegen in Serie mit viel Selbstvertrauen an. Der Aufsteiger ist im Soll und peilt beim Tabellennachbarn den nächsten Coup an. Aus dem FC-Lager heißt es: „Eslarn gehört zu den höher einzuschätzenden Mannschaften. Es wird volle Konzentration und Einsatzwille erfordert sein, um etwas zu holen. Ausschlaggebend wird es sein, den Torjäger Striegl in Schach zu halten.“ Zudem entspannt sich die angespannte Personallage bei den Gästen wieder etwas.
SV Altenstadt/WN. – SV Kulmain
Richtungsweisendes Duell in Altenstadt: Der starke Aufsteiger hat nach einem fulminanten Saisonstart zuletzt etwas an Schwung verloren – geschuldet auch dem harten Auftaktprogramm gegen die Schwergewichte der Liga. Gegen den punktgleichen SV Kulmain soll nun vor heimischem Publikum zwingend die Wende gelingen. SV-Trainer Marvin Häffner bemängelt vor allem die fehlende Effizienz: „Wir müssen in der letzten Zone, im letzten Drittel, einfach sauberer und effektiver unsere Chancen nutzen. Wir spielen hinten raus übers Mittelfeld guten Fußball, nur meist fehlt die letzte Aktion, die letzte richtige Entscheidung zum Torerfolg.“ Häffner fordert einen Heimsieg: „Mit Kulmain kommt ein Gegner, den wir aktuell gar nicht einordnen können. Das kann uns aber eigentlich egal sein. Wir spielen daheim, wollen effektiven, schönen Fußball zeigen – nur diesmal mit drei Punkten.“
Die Gäste aus Kulmain wollen ihrerseits die Punkte nicht kampflos in Altenstadt lassen. Florian Greger aus dem Kulmainer Lager erwartet ein umkämpftes Spiel: „Die Gastgeber werden vor heimischer Kulisse sicherlich um jeden Meter kämpfen, um wichtige Punkte einzufahren. Entsprechend erwartet den SV Kulmain eine intensive und schwierige Partie.“ Nach der ärgerlichen Niederlage am vergangenen Spieltag fordert Greger mehr Konstanz: „Über die kompletten 90 Minuten gilt es, konzentriert zu bleiben und dem Gegner entschlossen entgegenzutreten. Wir möchten etwas Zählbares aus Altenstadt mitnehmen.“
TSV Erbendorf – FC Vorbach
Trotz der bitteren und knappen Niederlage beim Spitzenreiter in Grafenwöhr geht der TSV Erbendorf als klarer Favorit in das Heimspiel gegen den stark abstiegsbedrohten FC Vorbach. TSV-Trainer Roland Lang zollt seiner Mannschaft großen Respekt für die jüngsten Auftritte trotz angespannter Personallage: „Ich muss mich bei meinen Spielern bedanken. Letzte Woche haben vier Spieler stark angeschlagen gespielt. Das war sehr mannschaftsdienlich.“ Lang fordert nun den Pflichtsieg gegen Vorbach: „Wir haben leider immer noch ein paar angeschlagene Spieler, aber der Kader muss eigentlich stark genug sein, um einen Heimsieg zu landen. Das ist unser Ziel, ohne den Gegner zu unterschätzen. Wir wollen nach der etwas ärgerlichen Niederlage in Grafenwöhr wieder in die Erfolgsspur zurückkehren.“
Die Vorbacher reisen nach der Heimpleite im Kirwaspiel gegen Eslarn als krasser Außenseiter in die Steinwaldstadt. FC-Trainer Manuel Lautner ist sich der schweren Aufgabe bewusst: „Die Favoritenrolle ist ganz klar verteilt, sie liegt auf jeden Fall bei den Erbendorfern.“ Dennoch will Lautner sein Team nicht abschreiben: „Nichtsdestotrotz fahren wir nicht hin, um dort die Punkte einfach kampflos herzugeben. Wir werden alles geben, versuchen den Gegner zu ärgern. Wenn am Schluss vielleicht doch ein Punkt für uns rausspringt, wären wir mehr als zufrieden.“
TSV Pleystein – FC Weiden-Ost
Der fulminante Saisonstart des TSV Pleystein ist etwas ins Stocken geraten. Nun empfängt der Aufsteiger ausgerechnet den noch ungeschlagenen Titelanwärter FC Weiden-Ost. Der sportliche Leiter der Hausherren, Daniel Vater, erwartet eine Mammutaufgabe: „Sonntag steht ein ganz schweres Spiel gegen Weiden-Ost an. Die sind natürlich sehr gut in die Saison gestartet.“ Pleystein hat unter der Woche intensiv gearbeitet, um den Bock umzustoßen: „Uns ist natürlich am Sonntag wichtig, gut in das Spiel reinzukommen, was uns die letzten Spiele nicht so ganz gelungen ist.“ Vater baut auf die kämpferischen Tugenden: „Wenn wir an die Leistung von Kulmain anknüpfen können und mit mannschaftlicher Geschlossenheit und Kampfgeist in das Spiel kommen, dann ist auch da was zu holen.“ Die Personalsituation hat sich bei Pleystein zudem leicht entspannt, auch wenn weiterhin drei Stammspieler fehlen. Vater gibt sich kämpferisch: „Wenn wir von der ersten Minute an wach sind und wirklich alles in das Spiel reinlegen, dann können wir da auch die Punkte vielleicht in Pleystein behalten.“
Weidens Trainer Tim Schlesinger dazu: „Pleystein verfügt über individuelle Qualität und hat diese Saison schon des Öfteren bewiesen, dass sie in dieser Liga mithalten können. Wir werden sehr viel investieren, um aus Pleystein nicht mit leeren Händen nach Hause zu fahren. Personell wird sich einiges aufgrund der angespannten Situation unserer 1.Mannschaft verändern, was nicht weiter schlimm ist, wenn die Jungs eng zusammenrücken.“
ASV Haidenaab – SpVgg Trabitz
Turbulente Tage bei der SpVgg Trabitz: Nach dem überraschenden Rücktritt von Trainer Daniel Liermann reist die Mannschaft mit dem Interims-Duo Fabi Helleder (spielender Co-Trainer) und Stefan Schlaffer (Torwarttrainer) zum schweren Auswärtsspiel beim ASV Haidenaab. Christian Recht aus dem Trabitzer Lager gibt die Marschroute vor: „Wir wollen nach dieser turbulenten Woche als Mannschaft die richtige Reaktion zeigen und die nächsten drei Punkte einfahren.“ Personell kann das Interims-Duo fast aus dem Vollen schöpfen, zudem ist Neuzugang Adam Cisek endlich spielberechtigt. Recht weiß um die Stärken der Hausherren: „Wir wissen, dass uns Haidenaab alles abverlangen wird. Entscheidend wird sein, die Grundtugenden auf den Platz zu bringen und insbesondere die Offensive um Christian Scherm aus dem Spiel zu nehmen.“
ASV-Trainer Michael Kaufmann erwartet seinerseits einen harten Kampf: „Die nächste brutal schwere Aufgabe. Der bisherige Saisonverlauf hat gezeigt, dass man in dieser Liga keine Punkte geschenkt kriegt.“ Kaufmann fordert vollen Einsatz: „Wir wollen dem Gegner das Leben brutalst schwer machen, alles reinwerfen und hoffen, dem Gegner maximal Paroli zu bieten. Es sind diese Spiele, wo du als Amateursportler keine extra Motivation brauchst. Ich gehe fest davon aus, dass meine Jungs alles reinhauen.“
Kreisliga Nord
Weitere Infos gibt es auf den Seiten des BFV.




