Kreisliga Nord: Spielgemeinschafts-Derby in Dießfurt steht an
Kreisliga Nord: Spielgemeinschafts-Derby in Dießfurt steht an
Kreisliga Nord
Freitag, 31.07.2026
18:30 Uhr SV Kulmain – FC Tremmersdorf-Speinshart
Der SV Kulmain empfängt am Freitag den FC Tremmersdorf-Speinshart zum Kreisliga-Nord-Duell. Für die Gastgeber ist es eines von drei Partien in Folge gegen einen namhaften Gegner: Nach Trabitz und vor Grafenwöhr wartet nun Tremmersdorf – aus Sicht von Kulmains Trainer Oliver Drechsler kein leichtes Auftaktprogramm. Erschwerend kommt die angespannte Personalsituation hinzu. Drechsler berichtet von mehreren Ausfällen: „Diesmal fallen zwei Spieler aus familiären Gründen aus, dazu ist noch einer angeschlagen, bei dem ich nicht weiß, ob es geht. Wir haben ohnehin einen dünnen Kader, da wird es ziemlich eng. Außerdem haben wir noch einen Verletzten, der letzte Woche schon nicht gespielt hat, und einen Langzeitverletzten.“
Der Trainer hofft deshalb erneut auf Unterstützung aus der zweiten Mannschaft sowie auf einige erfahrene Spieler. Trotz der schwierigen Lage will Kulmain zu Hause endlich Punkte sammeln: Ein Sieg wäre das erklärte Ziel, wie belastbar der Kader tatsächlich ist, entscheidet sich aber erst kurzfristig. Tremmersdorf reist mit breiter Brust an. Trainer Robert Schäffler zum Duell: „Der Sieg im Eröffnungsspiel beim Sportfest war ein gelungener Auftakt und hat der Mannschaft Selbstvertrauen gegeben. Jetzt wartet mit Kulmain eine schwierige Auswärtsaufgabe auf uns. Dort gab es für uns in den vergangenen Jahren nur selten etwas Zählbares mitzunehmen. Umso wichtiger wird es sein, wieder als geschlossene Mannschaft aufzutreten und an die Leistung aus dem ersten Spiel anzuknüpfen.“
18:30 FC Dießfurt – SV TuS/Grafenwöhr
Ein Spiel, das es lange nicht mehr gab: Der FC Dießfurt und der SV TuS/DjK Grafenwöhr, die in der Reserve eine Spielgemeinschaft bilden, treffen am Freitagabend erstmals direkt aufeinander. Dießfurts Henry Schraml blickt voraus: „Nach der dummen Niederlage im Derby gegen Tremmersdorf folgt das nächste Derby, gegen den SV Grafenwöhr. Wir müssen die Leistung aus der ersten Halbzeit gegen Tremmersdorf wiederholen und diesmal auch in der zweiten Halbzeit konservieren. Dann haben wir auch gegen einen Meisterschaftskandidaten wie Grafenwöhr eine Chance, zumindest einen Punkt zu holen.“ Personell hofft Schraml, dass die angeschlagenen Marcel Hermann, Marek Ruda, Miroslav Havel, Alexander Mosin und Ondra Struzka wieder fit werden. Fehlen werden dagegen Andy Brüderer (Knieprobleme) und Arbios Tocani (Urlaub).
Grafenwöhrs Trainer Turan Bafra freut sich auf das Derby: „Wir haben das Spiel gegen Vorbach nochmal analysiert und sind zu dem Schluss gekommen, dass es ein verdienter Arbeitssieg war, vor allem wegen der starken zweiten Halbzeit. Jetzt gegen Dießfurt wird es das erste Mal seit Jahren ein richtig geiles Derby, zumal beide Mannschaften erstmals gegeneinander spielen. Die Euphorie bei Dießfurt nach dem Aufstieg ist sicher groß, die werden sich reinwerfen und uns ein Bein stellen wollen. Wir müssen clever und abgezockt spielen, unsere Chancen nutzen und dann hoffentlich gewinnen. Personell steht mir der gleiche Kader wie letzte Woche zur Verfügung.“
Samstag, 01.08.2026
15:15 TSV Pleystein – SpVgg Trabitz
Der TSV Pleystein bestreitet am Wochenende sein erstes Heimspiel in der Kreisliga seit 13 Jahren – und trifft dabei gleich auf ein Spitzenteam: die SpVgg Trabitz. Pleysteins Trainer Alexander Schön blickt der Partie mit Vorfreude entgegen: „Das erste Heimspiel in der Kreisliga ist für uns ein besonderes Spiel, vor allem weil der große Titelfavorit kommt. Wir haben das erste Spiel gut gespielt und wollen diese Leistung auch gegen Trabitz bringen. Dass es schwer wird, wissen wir, aber mit der Einstellung der letzten Spiele, der Laufbereitschaft und dem Spaß am Fußball ist alles möglich. Meine Jungs freuen sich auf das Spiel und sind richtig heiß.“
Trabitz reist nach dem gelungenen Saisonauftakt selbstbewusst nach Pleystein. Christian Recht: „Wir freuen uns auf unser erstes Auswärtsspiel der Saison. Der erfolgreiche Auftakt hat uns Selbstvertrauen gegeben, dennoch wissen wir, dass wir uns weiterhin entwickeln und als Mannschaft stabilisieren müssen. Mit Pleystein erwartet uns ein Aufsteiger, der sein Auftaktspiel gewann und nun sein erstes Heimspiel in der neuen Liga bestreitet – das ist für uns Warnung genug. Gerade deshalb gehen wir die Partie mit höchster Konzentration und der nötigen Demut an, fahren aber gleichzeitig mit großem Selbstvertrauen nach Pleystein. Unser Anspruch ist klar: Wir wollen die drei Punkte mitnehmen. Personell können wir nahezu aus dem Vollen schöpfen, bis auf drei bis vier Spieler steht uns der Kader komplett zur Verfügung.“
Sonntag, 02.08.2026
15 Uhr TSV Eslarn – SC Eschenbach
Während der TSV Eslarn erfolgreich in die Saison gestartet ist, lief es beim SC Eschenbach zum Auftakt nicht so gut. Nun wollen die Grenzstädter auch Spiel Nummer zwei mit einem Sieg fortführen und die Gäste, bei denen es wie in der Vorsaison vor allem um den Klassenerhalt gehen dürfte, mit leeren Händen nach Hause schicken. Eslarns Spielertrainer Peter Rackl fordert eine Steigerung: „Nach dem knappen Match gegen Reuth wollen wir zuhause etwas überzeugender auftreten. Vor allem die fahrige Schlussphase war kein Augenschmaus. Wir werden versuchen, konsequenteren Fußball zu spielen. Die Gäste gilt es aber nicht zu unterschätzen, bereits in der letzten Saison hatten wir zuhause Probleme gegen den SC.“ Personell bleibt die Lage angespannt: Bei Rupp, Gall und Dierl steht jeweils ein Fragezeichen. Die Kaderplanung in Eslarn ist nun auch abgeschlossen: Insgesamt verstärken fünf Neuzugänge sowie ein Spieler aus der eigenen Jugend die beiden Herrenmannschaften. Neu zum TSV Eslarn stoßen Lukas Pavlicek, Lukas Grünauer, Alexander Brenner, Sebastian Rieder und Rene Schwarz. Zudem rückt mit Benedikt Rieder ein talentierter Nachwuchsspieler aus der eigenen Jugend in den Herrenbereich auf.
Eschenbachs Spielertrainer Benjamin Scheidler weiß um die Schwere der Aufgabe: „Mit Eslarn erwartet uns eine Mannschaft, die genau weiß, wie man Spiele unangenehm gestaltet. Sie sind eingespielt, verfügen über große individuelle Qualität und werden uns alles abverlangen. Genau diese Herausforderung nehmen wir mit voller Überzeugung an. Wir haben unter der Woche intensiv trainiert und uns akribisch vorbereitet. Entscheidend wird sein, dass wir mit Leidenschaft, Konzentration und dem unbedingten Willen auftreten, jeden Zweikampf anzunehmen und füreinander zu kämpfen. Wenn wir geschlossen auftreten, können wir uns dafür belohnen. Wir wollen die ersten drei Punkte der Saison nach Eschenbach holen.“
15 Uhr SV Altenstadt/WN. – ASV Haidenaab
Der SV Altenstadt/WN. geht mit Personalsorgen in die Partie gegen den ASV Haidenaab. Wegen mehrerer Verletzungen sagten die Gastgeber unter der Woche bereits die Toto-Pokalpartie ab, Trainer Marvin Häffner will kein Risiko eingehen und die Spieler für die Kreisliga schonen. „Wenn alles passt, könnten wir die nächsten drei Punkte holen. Aber aufgrund der Verletzten und auch einiger Urlauber wird das nicht einfach. Dennoch haben wir eine gute Truppe, die auch gegen den ASV Haidenaab bestehen kann. Und wie heißt es so schön: Schritt für Schritt und bei uns Spiel für Spiel.“
Beim ASV Haidenaab war Trainer Michael Kaufmann nach der Heimniederlage in der Vorwoche sehr angefressen, nun soll es in Altenstadt besser laufen: „Die Niederlage war maximal bitter und nach dem Spielverlauf in Halbzeit zwei auch brutal unglücklich. Die Enttäuschung war bei allen groß, das haben wir uns sicher anders vorgestellt, da braucht man kein Geheimnis draus machen. Altenstadt ist ein unbequemer Gegner, gerade auswärts sehr schwer – sie haben ihre gute Form bereits im Pokal und zu Saisonbeginn bewiesen. Erst mal geht es darum, es über 90 Minuten besser zu machen als in der Vorwoche. Nach so einem Nackenschlag gilt es, Charakter zu zeigen. Wir arbeiten konzentriert weiter und wollen nicht nochmal mit leeren Händen dastehen – ich glaube fest an meine Jungs und daran, dass wir am kommenden Wochenende in Altenstadt wieder eine deutliche Reaktion zeigen können und uns dafür belohnen.“
15 Uhr FC Vorbach – FC Weiden-Ost
Der FC Vorbach hat sich beim Saisonauftakt in Grafenwöhr ordentlich verkauft und will nun im ersten Heimspiel darauf aufbauen. Trainer Manuel Lautner blickt voraus: „Nach unserer Auftakt-Niederlage am Freitag in Grafenwöhr spielen wir am Sonntag das erste Mal zu Hause. Gegner ist Weiden-Ost 2, die, denke ich, schon für viele überraschend gegen Erbendorf gewonnen haben. Da sieht man schon, was da für eine Mannschaft auf uns zukommt, die müssen wir auf jeden Fall zu hundert Prozent ernst nehmen. Wir werden definitiv dieselbe Einstellung, dieselbe Laufbereitschaft und denselben Willen wie am Freitag brauchen, um gegen sie bestehen zu können. Dazu müssen wir fußballerisch noch eine Schippe drauflegen, um uns Chancen zu erspielen und das Spiel für uns zu entscheiden. Das muss unser Ziel sein: den ersten Heimdreier der Saison einzufahren. Dass es nicht leicht wird, ist uns klar, aber dafür werden wir alles tun.“
Auch Weiden-Ost-Trainer Tim Schlesinger weiß, was ihn in Vorbach erwartet: „Vorbach ist eine sehr unangenehm zu bespielende Mannschaft, die über viel Erfahrung im Kader verfügt. Defensiv sind sie sich für klare Aktionen keineswegs zu schade und nehmen die spielerische Lösung nicht immer als erste Option – genau daraus entstehen für sie immer wieder gefährliche Kontersituationen. Wir selbst werden gut vorbereitet sein, auch wenn uns die prognostizierten 30 Grad zu einer Anpassung unserer Spielweise zwingen. Trotzdem fahren wir mit klarem Anspruch nach Vorbach.“
15 Uhr TSV Erbendorf – TSV Reuth
Es steht wieder an: das Derby der beiden Nachbarn aus Erbendorf und Reuth. Jedes Jahr ist es ein besonderes Spiel im Kalender beider Mannschaften – und diesmal haben beide Teams auch etwas gutzumachen, denn sowohl Erbendorf als auch Reuth verloren ihr Saisonauftaktspiel jeweils mit 2:3. Entsprechend groß dürfte die Motivation auf beiden Seiten sein, direkt nach dem Fehlstart nachzulegen und sich für die enttäuschende erste Woche zu rehabilitieren. Erbendorfs Trainer Roland Lang blickt voraus: „Wir haben gegenüber der Auftaktbegegnung in Weiden einen fast vollzähligen Kader. Jedoch fehlen uns noch einige Langzeitverletzte, und einige meiner Spieler sind noch angeschlagen. Und ob Derby oder nicht, das ist mir egal. Wir wollen eigentlich nur viel besser spielen als in Weiden, und das werden wir auch, davon bin ich überzeugt. Nach den 90 Minuten werden wir sehen, was dabei herauskommt.“
Reuths Spielertrainer Martin Bächer sieht dem ersten Auswärtsspiel der Saison mit Respekt entgegen: „Ähnlich wie Eslarn hat auch Erbendorf sicherlich Ambitionen, im vorderen Drittel mitzumischen. Deshalb sind wir uns natürlich der Qualität in deren Reihen bewusst. Wenn wir die Fehler vom letzten Spiel abstellen können, sind wir auf einem guten Weg.“ Beide Trainer dürften sich einig sein: Nach dem verpatzten Auftakt soll das Nachbarschaftsduell die Wende einleiten und den ersten Saisonsieg der jeweiligen Mannschaft bringen.





