SVSW Kemnath: Klaus Schinner startet Mission in Pressath
SVSW Kemnath: Klaus Schinner startet Mission in Pressath
Viele Verantwortliche in der Kreisklasse West im Spielkreis Amberg/Weiden sehen den SVSW Kemnath in der kommenden, am Freitag startenden Saison ganz oben in der Tabelle. In der abgelaufenen Spielzeit 2025/2026 war das ebenfalls so, doch am Ende reichte es nur zu Platz vier. Seit dem Abstieg aus der Kreisliga Nord in der Saison 2018/2019 versucht der Verein bislang vergeblich, den Weg zurück ins Kreisoberhaus zu finden.
Rückkehr eines bekannten Gesichts
Nun soll dies mit einem bekannten Namen gelingen: Nach einjähriger Pause steht Klaus Schinner wieder als Trainer an der Seitenlinie. Der in Kemnath wohnhafte Coach musste nicht lange überlegen, ob er sich die Aufgabe zutraut. „Ich bin immer noch etwas in der Anlaufzeit, man gewöhnt sich einfach daran, alles etwas ruhiger angehen zu lassen“, sagt Schinner. Doch das Feuer des ehemaligen Trainers des Kreisligisten ASV Haidenaab, der zuletzt eine Saison pausierte, kehrt allmählich zurück: „Ich bin glücklich, dass ich zugesagt habe.“ Schinner hatte Kemnath bereits von 2005 bis 2008 in der Bezirksliga trainiert und verbindet damit nur gute Erinnerungen.
Vorbereitung mit Höhen und Tiefen
Mit dem Start in die Vorbereitung zeigt sich Schinner zufrieden: „Ich bin sehr zufrieden mit meiner neuen Mannschaft, die Jungs sind engagiert und die Trainingsbeteiligung ist sehr hoch“, so der neue Kemnather Übungsleiter. „Ich bin eigentlich sogar positiv überrascht.“ Feinschliff sei aber noch nötig, auch wenn die Ergebnisse der Testspiele nicht immer als Maßstab taugten.
So verlor Kemnath zu Hause mit 1:4 gegen den neuen Kreisligisten aus Altenstadt/WN – mit guten wie schlechten Phasen im Spielverlauf. Den einzigen Treffer des Tages erzielte dabei kein Feldspieler, sondern Torhüter Christian Sächerl, der den Ball aus der Hand abschlug und direkt im gegnerischen Kasten versenkte. Auch Neuzugang Martin Pasieka, der als Topspieler der Kreisklasse West gilt, konnte in dieser Partie noch keine Akzente setzen. Der ehemalige Landesligaspieler vom SV Etzenricht soll in Kemnath künftig für Tore sorgen und dabei helfen, das Saisonziel – oben mitzuspielen – zu erreichen.
Auswärtstest bei Geheimfavorit Pressath
„So als Topfavorit sehe ich uns jetzt nicht“, dämpft Klaus Schinner die Erwartungen. Er kennt die Liga genau und weiß, dass der Weg zur Meisterschaft nicht allein über Kemnath führt: „Es ist heuer viel schwieriger aufzusteigen. Neusorg, Kreisliga-Absteiger Kirchenthumbach und Seugast/Freihung sehe ich ganz oben dabei.“ Gemeinsam mit dem letztjährigen Trainer Tobias Gradl, der künftig als Co-Trainer fungiert, will Schinner den SVSW Kemnath ans Ziel bringen.
Gleich das erste Saisonspiel wird für ihn zum Gradmesser: Den TSV Pressath sieht der neue Trainer als kleinen Geheimfavoriten der Kreisklasse West. Eine feste Zielvorgabe wurde ihm nicht gemacht. „Wenn man hier das Sportgelände sieht, die super Mannschaft, die mir Tobias Gradl übergeben hat, und vieles mehr, gehört der SVSW Kemnath in die höchste Spielklasse im Kreis. Aber ein Muss, aufzusteigen, gibt es nicht.“
Am Sonntag, den 26.07.2026, wird sich nach 90 Minuten in Pressath zeigen, wie der Saisonstart für den SVSW Kemnath verläuft und ob die Mannschaft unter dem neuen Coach die richtige Richtung einschlägt.




