Hiobsbotschaft für die Damen des HC Weiden nach geglücktem Aufstieg
Hiobsbotschaft für die Damen des HC Weiden nach geglücktem Aufstieg
Dementsprechend wird das Ausnahmetalent (20) wohl die aktive Karriere beenden müssen; ein Schlag ins Gesicht der ambitionierten HC-Handballerinnen. „Mit Clara verlieren wir eine extrem talentierte Spielmacherin, die uns in beiden Spielen ein gutes Stück besser gemacht hat und letztlich mitentscheidend für den erfolgreichen Aufstieg war“, meinte HC-Trainer Niklas Deml. Besonders bitter ist die erneute Knieverletzung, weil Richthammer ohne große gegnerische Einwirkung bereits nach 20 gespielten Minuten wegknickte und sofort anzeigte, dass sie ausgewechselt werden muss.
Nach 20 Spielminuten weggeknickt
Bis dahin hatte das Weidener Eigengewächs bereits fünf Tore auf dem Konto und war hauptverantwortlich für den gelungenen Auftakt in die Partie. Richthammer selbst wirkte nach der Diagnose überraschend gefasst. „Bei meiner Verletzungshistorie war mir wahrscheinlich insgeheim klar, dass ich nicht ewig Handball spielen würde. Dass es aber jetzt doch so kurz nach meinem Comeback schon wieder vorbei ist, frustriert mich natürlich“, reflektierte Richthammer.
Zuspruch bekam die HC-Hoffnungsträgerin auch von ihren Mannschaftskolleginnen. „Clara hat nicht umsonst bereits Bayernliga gespielt und wir alle haben uns riesig gefreut, dass sie wieder für den HC aufläuft. Unsere Gedanken sind jetzt bei Clara und wir drücken ihr die Daumen, dass sie schnellstmöglich wieder auf die Beine kommt“, so Mannschaftsführerin Sarah Eichinger.
Die Spielmacherin wird schwer zu ersetzen sein
Die HC-Verantwortlichen haben jetzt die Herkules-Aufgabe, Ersatz für Richthammer zu finden. „Ehrlich gesagt werden wir Clara nicht ersetzen können. Clara ist nur wieder nach Weiden gekommen, weil der Heimatverein ihr am Herzen liegt und sie gemeinsam mit dem Team etwas aufbauen wollte. Wir haben eigentlich keine Argumente, warum eine Bayernliga-Spielerin zu uns kommen sollte, außer, der Verein bedeutet ihr etwas. Dementsprechend ist der Ausfall sportlich nicht zu kompensieren“, weiß Deml.
Trainerin Clara Richthammer?
Alle Parteien stehen nun vor der Aufgabe, mit der Schockdiagnose umzugehen. „Clara soll sich jetzt einfach nur auf sich und ihre Genesung konzentrieren. Aber ich weiß, dass sie durch und durch Handballerin ist und dem Sport wahrscheinlich nicht lange widerstehen kann. Ich denke, dass Clara eine Rolle im Verein – welche auch immer – übernehmen wird. Als ungemein talentierte Spielmacherin wäre sie ja eigentlich prädestiniert für meinen Job“, so Deml.
„Ich werde auf jeden Fall dem HC erhalten bleiben; auf welche Art und Weise weiß ich noch nicht und hab mir auch noch keine Gedanken gemacht, aber ich denke, ich bleibe dem Team erhalten“, schließt das Weidner Ausnahmetalent, das bereits mit 20 Jahren ihre aktive Karriere beenden wird.




