Liga sperrt Hirano und Kaiser für je ein Spiel

Liga sperrt Hirano und Kaiser für je ein Spiel
Die Deutsche Eishockey Liga 2 sperrt nach zwei Vorfällen vom 04.01.2026 jeweils ein Spiel lang die Spieler Yushiroh Hirano (Düsseldorfer EG) und Rio Kaiser (ESV Kaufbeuren). Beide erhalten zusätzlich eine Geldstrafe. Außerdem prüft die Liga Vorwürfe gegen die Starbulls Rosenheim und hat dazu ein weiteres Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Sperre für Yushiroh Hirano (Düsseldorfer EG)
Die Ligagesellschaft leitete gem. § 1 (3) Disziplinarordnung gegen Yushiroh Hirano ein Ermittlungsverfahren ein. Als Belege dienten der Spielbericht vom 04.01.2026, die Videoaufzeichnung sowie Stellungnahmen der Düsseldorfer EG und des Lizenzspielers vom 05.01.2026. Die Szene ereignete sich bei Spielzeit 38:22 in der neutralen Zone nach einer Abseits-Entscheidung. Hirano spielte kurz weiter, weil er den Pfiff offenbar nicht wahrnahm, lieferte sich ein Wortgefecht mit Teemu Pulkkinen (Starbulls Rosenheim) und trat ihn anschließend. Die Schiedsrichter belegten Hirano nach Videobeweis gemäß DEL-Regel 49 mit einer 5+Spieldauerdisziplinarstrafe.
Der Disziplinarausschuss bewertete die Aktion als Verstoß gegen Regel 49. Er führte an, dass der Körperkontakt einen Spieler ohne Puck-Besitz traf, Hirano mit seiner Aktion eine Verletzung in Kauf nahm und der Gegenspieler ahnungslos war. Die Liga verhängt daher eine Sperre von ein Spiel in Verbindung mit einer Geldstrafe. Die Entscheidung stützt sich auf die DEL-Regel 49 sowie die §§ 1, 4, 11, 16, 24, 27 der Disziplinarordnung und § 5 Spieler-Lizenzvertrag.
Ein Spiel Sperre für Rio Kaiser (ESV Kaufbeuren)
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Die Ligagesellschaft eröffnete gem. § 1 (1) Disziplinarordnung nach Sichtung der Bilder ein nachträgliches Verfahren gegen Rio Kaiser. Als Beweismittel lagen der Spielbericht vom 04.01.2026, eine Videoaufzeichnung sowie die Stellungnahme der Blue Devils Weiden vor. In der strittigen Szene führte Paul Vinzens (Blue Devils Weiden) den Puck hinter dem gegnerischen Tor und spielte quer zu einem Mitspieler. Unmittelbar nach dem Pass attackierte Kaiser ihn mit dem Stock quer vor dem Körper auf Kopfhöhe und traf ihn. Die Schiedsrichter verhängten dafür eine zwei Minutenstrafe nach DEL-Regel 59 (Cross-Checking).
Der Disziplinarausschuss sah in der Aktion einen Verstoß gegen Regel 59. Er bewertete den Kopf des Gegners als Hauptkontaktpunkt, stellte fest, dass Kaiser eine Verletzung in Kauf nahm und Vinzens ahnungslos war. Auch hier setzt die Liga eine Sperre von ein Spiel sowie eine Geldstrafe fest und verweist auf die DEL-Regel 59, die §§ 1, 4, 11, 16, 24, 27 der Disziplinarordnung und § 5 Spieler-Lizenzvertrag.
Weiteres Verfahren gegen Starbulls Rosenheim
In Zusammenhang mit der Stellungnahme der DEG zu Hiranos Verfahren leitete die Liga ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen die Starbulls Rosenheim ein, um die erhobenen Vorwürfe zu prüfen. Eine Entscheidung steht noch aus. Die Sperren zwingen Düsseldorf und Kaufbeuren kurzfristig zu Anpassungen in den Aufstellungen, während der Vorfall um Vinzens auch in Weiden genau beobachtet wird.




