Jetzt Tickets für die kommenden Jahn-Spiele sichern!
Steinwald Allianz – Artenschutztag
Steinwald Allianz – Artenschutztag

Spgg SV Weiden lässt sich in der Nachspielzeit die Butter vom Brot nehmen

Weiden. Bitterer Abend für die SpVgg SV Weiden: Trotz einer 1:0-Pausenführung und einer lange Zeit ordentlichen Defensivleistung musste sich die Mannschaft von Michael Riester dem SV Fortuna Regensburg in den letzten Minuten mit 1:2 geschlagen geben.

Spgg SV Weiden lässt sich in der Nachspielzeit die Butter vom Brot nehmen

Jahi Sylemani im Fight mit dem ehemaligen Weidener Andrea Nocerino. Foto: D. Nachtigall

Bayernliga Nord: SpVgg SV Weiden – SV Fortuna Regensburg 1:2 (1:0)

Ausgerechnet in der siebten Minute der Nachspielzeit schlug der eingewechselte Tobias Kordick zu und besiegelte die Niederlage der Weidener.

Fenninger trifft zum 1:0

809 Zuschauer im Sparda-Bank-Stadion erlebten am Freitag zunächst eine Partie, in der die Gastgeber mit der Führung im Rücken lange auf einen Dreier hoffen durften. Christoph Fenninger hatte die SpVgg SV Weiden kurz vor der Pause mit 1:0 in Führung gebracht. Der Angreifer nutzte eine der wenigen Möglichkeiten und sorgte dafür, dass die Mannschaft von Michael Riester mit einem knappen Vorsprung in die Kabine ging.

Patrik Vacek wohl schwerer verletzt

Dabei hatte die Partie für Weiden bereits früh mit einem Schock begonnen: Nach 26 Minuten musste Patrik Vacek vermutlich schwer verletzt durch Niklas Lang ersetzt werden. Zur Halbzeit reagierte Fortuna Regensburg ebenfalls und brachte Jason Sarajlic für Lucas Schmitt. Nach dem Seitenwechsel erhöhte die Fortuna den Druck. Weiden wechselte Tobias Söllner für Finn Horgan ein, doch mit zunehmender Spieldauer verlagerte sich das Geschehen immer stärker in Richtung Weidener Tor. Die Regensburger drängten vehement auf den Ausgleich.

„Verdiente Niederlage“

„Es war eine verdiente Niederlage. Nach dem 1:0 waren wir zu passiv und haben nicht zwingend genug unsere Umschaltmöglichkeiten genutzt“, analysierte Weidens Cheftrainer Michael Riester nach dem Abpfiff. Die Fortuna sei im Spielaufbau dominant gewesen, „in den Räumen, in denen wir sie spielen ließen“. Lange Zeit konnte man die Gäste dennoch vom eigenen Tor fernhalten. „Lange hatten sie keine Torchance. Dann begehst du zwei dumme, unnötige Fouls und gerätst dadurch auf die Verliererstraße.“

Die Weidener Defensive hielt dem zunehmenden Druck zunächst stand. Für neue Impulse sorgte Fortuna in der 66. Minute mit einem Doppelwechsel: Amir Hedider und Lukas Da Silva Freundorfer kamen für Marco Maul und Artur Kamscha. Ebenso folgte neun Minuten später der entscheidende Wechsel: Tobias Kordick kam für Ilhami Medineli.

Witron Zoiglbrotzeit
Witron Zoiglbrotzeit

Hauptrolle des eingewechselten Kordick

Folgerichtig fiel in der 83. Minute der Ausgleich. Freundorfer traf mit einem unhaltbaren Freistoß zum 1:1 und brachte die Fortuna endgültig zurück. Weiden hatte die Führung aus der Hand gegeben und musste nun sogar um einen Punkt bangen. „Es ist ärgerlich, in allerletzter Minute einen Treffer zu kassieren“, sagte Friedrich Lieder. Dabei sah er viel Positives bei der eigenen Defensivleistung: „Wir haben wenig Chancen zugelassen, und unsere kleinen Möglichkeiten nicht genutzt.“ Das Freistoßtor der Gäste zum 1:1 bezeichnete Lieder als „mega“. Danach hätten die Regensburger das Spiel endgültig übernommen. Lieders Fazit: „Aber genauso ist Fußball, die Floskel passt schon seit 100 Jahren.“

Die ominöse 97. Minute

Als alles auf ein Unentschieden hinauslief, schlug der eingewechselte Tobias Kordick im Getümmel im Strafraum zu. Sein Treffer zum 2:1 ließ die Fortuna jubeln und die Weidener fassungslos zurück. Ausgerechnet der Mann, den Trainer Arber Morina erst eine Viertelstunde vor Schluss gebracht hatte, wurde zum Matchwinner. Morina sah den späten Erfolg als logische Konsequenz des Spielverlaufs. „Am Ende war es ein verdienter Sieg. Wir haben ein dominantes Spiel gezeigt.“ Am Ende habe sich seine Mannschaft für ihre starke Leistung belohnt. „Endlich stehen Aufwand und Ertrag in einem Verhältnis.“

SpVgg SV-Torschütze Christoph Fenninger fand nach der Partie ebenfalls deutliche Worte. „Ein verdienter Sieg der Fortunen. Wir haben einfach zu wenig investiert und das, was wir gebracht haben, reicht einfach nicht.“ Die Mannschaft zeigte über weite Strecken zwar eine defensiv kompakte Vorstellung, brachte sich aber durch die zunehmende Passivität nach dem Führungstreffer um den möglichen Punktgewinn.

Wiedergutmachung gegen Stadeln?

Die Zahlen unterstreichen die schwierige Situation: Mit fünf Niederlagen, zwei Siegen und zwei Unentschieden rangiert die SpVgg SV Weiden auf dem ersten Abstiegsplatz. 22 Gegentreffer nach neun Spieltagen zeigen, wo der Hebel angesetzt werden muss. Für die Weidener geht es nun darum, die bittere Schlussphase schnell abzuhaken. Die nächste Gelegenheit zur Wiedergutmachung bietet sich am kommenden Samstag um 14 Uhr beim FSV Stadeln.

Jubel nach der Führung durch Christoph Fenninger. Foto: D. Nachtigall
Foto: Dagmar Nachtigall
Fritz Lieder (Mitte) in Aktion. Foto. D. Nachtigall
Am Keeper lag es nicht: Eldin Becic rettete einige Male. Foto. D. Nachtigall
Moritz Zeitler enteilt einem Regensburger. Foto: D. Nachtigall