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Verrückter 6:5 Heimsieg gegen den EV Füssen

Weiden. Es war kein hochklassiges Oberligaspiel am Mittwochabend vor knapp 1.100 Zuschauern in der Hans-Schröpf-Arena. Aber die Zuschauer sahen eine bis zur Schlusssirene spannende und torreiche Partie.

Verrückter 6:5 Heimsieg gegen den EV Füssen

Der Siegtorschütze für die Blue Devils Weiden Chad Bassen. Foto: Werner Moller

Die Blue Devils begannen wie die Feuerwehr und lagen bis zur 5. Spielminute schon mit 2:0 in Führung. Zuerst war es Robert Hechtl, der etwas kurios den Puck mit dem Bauch über die Linie brachte. Danach war es Kurt Davis, der von der blauen Linie abzog und zum zweiten Weidener Tor traf. Danach hatten Luca Gläser und Martin Heinisch sogar die Möglichkeit auf 3:0 zu stellen.

Doch dann wurden sie ausgekontert und Jere Helenius traf in der 7. Spielminute zum 1:2 Anschlusstreffer. Von da an drehte sich das Spiel und der EV Füssen wurde stärker. Chad Bassen musste in der 11. Spielminute auf die Strafbank und der Altmeister spielte sich fast zwei Minuten im Weidner Drittel fest, ohne jedoch gefährlich zu werden. Doch kurz darauf eine ähnliche Szene wie beim ersten Füssener Treffer, diesmal überwand Bauer Neudecker Weidens Goalie Marco Wölfl zum Ausgleich. Eine Überzahl für die Blue Devils zum Ende des ersten Drittels brachte nichts mehr ein und so ging es mit einem 2:2 in die Kabinen.

Schwere Gesichtsverletzung bei Alessandro Schmidbauer

Und schon die erste Minute des Mittelabschnittes hatte es wieder in sich. Erst erzielte Tomas Rubes nach 22 Sekunden den erneuten Führungstreffer für die Blue Devils. Kurz darauf eine Schrecksekunde für die Fans und Spieler auf dem Eis, Alessandro Schmidbauer bekam die Scheibe ins Gesicht, musste blutüberströmt vom Eis geführt werden und kam ins Krankenhaus. Und wieder nur Sekunden später fiel der wiederholte Ausgleich für den EV Füssen, Leon Dalldush war der Torschütze.

Danach brauchten die Gastgeber etwas, um wieder in das Spiel zu finden. Ab Mitte des Zweiten Drittels wurden die Devils-Angriffe druckvoller und Weiden übernahm wieder die Initiative. Doch es dauerte bis zur 36. Spielminute, ehe wieder das tschechische Duo zuschlug. Rubes auf Martin Heinisch – der trifft zum 4:3. Danach waren die Weidener wieder Herr im Haus, aber Tore fielen keine mehr im Mittelabschnitt.

Siegtreffer 42 Sekunden vor der Schlusssirene

Etwas ruhiger gingen beide Mannschaften in den letzten Abschnitt. Doch ab Minute 45 wurde es wieder spannend. Erst musste Tomas Rubes und dann auch noch Mirko Schreyer auf die Strafbank. Die Gäste aus dem Allgäu schlugen sofort zu. Wieder war Helenius der Torschütze. Weiden war geschockt und kam nun kaum zu Angriffen und Füssen war immer gefährlich. Doch dann nutzte Kapitän Dennis Thielsch einen Zwei- zu-Eins-Angriff zur 5:4 Führung. Nun glaubten alle bereits an den Heimsieg, doch wieder hatte Helenius etwas dagegen und machte in der 58. Spielminute den Ausgleich. Doch das Spiel war noch nicht zu Ende, Florian Simon musste aufseiten der Gäste auf das Sünderbänkchen. Die Devils versuchten noch einmal alles und wurden belohnt: Chad Bassen konnte 42 Sekunden vor der Schlusssirene tatsächlich noch zum 6:5 Sieg einnetzten.

Füssens Trainer Janne Kujala war stolz auf seine Mannschaft: „Wir haben in den ersten zehn Minuten etwas Schwierigkeiten gehabt. Aber wir haben gekämpft und es ärgert mich, dass wir keinen Punkt mitgenommen haben“. Blue Devils Trainer Sebastian Buchwieser meinte nach dem Spiel: „Wir sind sehr gut gestartet, aber Füssen war kampfstark und effizient. Wir haben nicht aufgegeben und am Ende doch noch den Sieg geschafft. Normalerweise verlierst du solche Spiele, wenn du so einen kämpferischen Gegner hast, der aus 17 Schüssen fünf Tore macht“.

SSV Jahn
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