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MSR Bertelshofer
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Fahrradgigant Cube baut 37 Meter hohes Hochregallager mit Kletterwand

Waldershof. Die Entwicklung bei Cube kennt seit Jahren nur eine Richtung: nach oben. Jetzt geht es auch baulich in die Höhe: Der Fahrradhersteller baut an seinem Firmensitz ein fast 40 Meter hohes Hochregallager.

Fahrradgigant Cube baut 37 Meter hohes Hochregallager mit Kletterwand

Hauptsächlich auswärtige Autofahrer reiben sich seit einigen Tagen verwundert die Augen, wenn sie am Cube-Gelände vorbeifahren. Am Ortsrand von Waldershof wächst ein beeindruckendes Bauwerk in die Höhe. Noch ist davon zwar nur das Stahlgerüst zu sehen, das aber erahnen lässt, dass dort etwas Großes entsteht.

37 Meter hoch, 46 Meter breit

1000 Bohrpfähle, 160 Meter lang, 46 Meter breit, 37 Meter hoch, Platz für knapp 50.000 Europalettenstellplätze, 40 Millionen Euro Baukosten: Das sind die nackten Zahlen für den wohl futuristischsten Bau landauf, landab. Der Waldershofer Fahrradgigant Cube ist für Superlative bekannt. So produziert er mit seinen mehr als 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern jährlich mehr als eine Million Fahrräder und Pedelecs. Damit verbunden ist eine ständig steigende Lagerkapazität. In dem neuen, vollautomatisierten Hochregallager werden Paletten doppelt tief gelagert. Das heißt, dass jedes Regalbediengerät, das die Paletten aus den Regalen herausnimmt, dies sowohl rechts als auch links vom Fahrgang aus jeweils in zwei hintereinander liegenden Regalreihen schichten kann. Dies spart Platz und erhöht die Zahl der Paletten, die auf dem zur Verfügung stehenden Raum eingelagert werden können.

Die Investitionen setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen. Neben dem Hauptbauwerk, das durch eine Brücke mit der Montagehalle verbunden wird, benötigt man dort ein weiteres vollautomatisches Kleinteilelager. Dazu kommen im Außenbereich weitere Flächen für Regenrückhaltebecken und neue Parkplätze. „Mit diesem klaren Bekenntnis zur Region glauben wir, nicht nur den Standort langfristig sichern, sondern durch die Einsparung von hunderttausenden Lkw-Kilometern einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten zu können“, sagte Firmenchef Markus Pürner in einem Interview mit der Frankenpost.

So soll das neue Hochregallager einmal aussehen. Bürgermeisterin Margit Bayer ordnet das Vorhaben so ein: „Damit könnte ein überregional beispielhaftes Vorzeigeprojekt für maximales Flächensparen und zugleich gesunder und verträglicher Gewerbeentwicklung entstehen.“ Grafik: Architekturbüro Kuchenreuther
So wird sich das Lager ab Ende 2027 den aus Richtung Pfaffenreuth kommenden Autofahrern präsentieren. Grafik: Architekturbüro Kuchenreuther
Ein anderes mächtiges Cube-Bauwerk ist die 85 Meter lange Brücke zwischen zwei Hallen. Bald wird darunter die Waldershofer Ortsumgehung führen. Foto: Archiv David Trott

Einwände ernst genommen

Die Firma Cube nahm auch Einwände gegen die ersten Pläne ernst und versuchte, möglichst viele, auch teure Anregungen umzusetzen. So investiert man unter anderem eine Million Euro in eine riesige Kletterwand an der Westseite der Fassade. 30 Meter hoch, gespickt mit zig Routen und Überhängen sowie abgestimmt auf die Bedürfnisse vom Kind bis zum Profi. Vergleich: Die weltweit höchste künstliche Kletterwand in Abu Dhabi ist 43 Meter hoch. Pürner: „Es ist uns wichtig, dass auch die Bevölkerung etwas von dem Bau hat und bestenfalls auch Kletterfans von auswärts anlockt.“

Auch die Kritik an dem ursprünglich anthrazitfarben geplanten Bauwerk und daran, dass es den Blick auf die Kösseine versperre, wurde aufgenommen. Vor allem Autofahrer, die aus Richtung Pfaffenreuth kommen, werden zwar auf eine riesige Wand hinter dem Kreisverkehr zufahren. „Sie sehen aber ein Landschaftsbild in Anthrazitgrau, Staubgrau und Lichtgrau, das in grafischer Form den genannten Höhenzug darstellt und nach oben hin immer heller wird, erläutert Architekt Peter Kuchenreuther.

Neues Waldershofer „Wahrzeichen“

Durch das Hochregallager werden mehrere Cube-Außenlager überflüssig und sollen schrittweise aufgelöst werden. Das betrifft die Standorte Hof, Oberkotzau, Röslau und Trabitz sowie einige kleinere Außenstellen. Hingegen bleibt Lorenzreuth mit 11.500 Quadratmetern Fläche bestehen. Das neue zentrale Hochregallager in Waldershof soll Ende 2027 in Betrieb gehen. Spätestens dann hat die Stadt Waldershof ein neues Wahrzeichen.

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