Kassecker aus Waldsassen setzt 10.000 Schweißnaht am SuedOstLink
Kassecker aus Waldsassen setzt 10.000 Schweißnaht am SuedOstLink
Beim Bau des SuedOstLinks im Raum Staßfurt (Sachsen-Anhalt) erreichte Kassecker einen symbolträchtigen Meilenstein: die 10.000. Schweißnaht an den Kabelschutzrohren, die Kassecker über rund 40 Kilometer der Gleichspannungstrasse verlegt. Für das Baustellenteam ist sie ein sichtbares Zeichen für den Baufortschritt auf einem der bedeutendsten Infrastrukturprojekte der Energiewende.
60 Mitarbeiter und bis heute 120 Kilometer Schutzrohr
Auch Kassecker-Geschäftsführer Tobias Bauernfeind und Sebastian Weiß, technischer Bereichsleiter des ausführenden Tief- und Rohrleitungsbaus, werden diese Schweißnaht länger in Erinnerung behalten: Unter Anleitung der Schweißfachleute vor Ort schweißten sie persönlich ebendiese 10.000. Naht. Addiert man die Einzelrohrlängen von jeweils zwölf Metern, summieren sich die seit April 2025 verbundenen und verlegten Schutzrohrstränge bereits auf über 120 Kilometer.
Der Bauabschnitt selbst – die Schutzrohre werden in vier parallelen Strängen verlegt – erstreckt sich über circa 40 Kilometer. Bis zu 60 Mitarbeiter sowie zahlreiche Baumaschinen arbeiten zeitgleich an mehreren Punkten der Trasse. Zu den Hauptaufgaben gehören der Aushub der Leitungsgräben, die Vorbereitung und Verdichtung des Untergrunds, die Verbindung der Schutzrohre mit einem speziellen Schweißverfahren sowie deren Verlegung. Anschließend werden die Gräben wieder verfüllt, lagenweise verdichtet und der landschaftliche Ursprungszustand wiederhergestellt.
Schweißcontainer in Eigenentwicklung
Was von außen vor allem wie eine klassische Tiefbau-Baustelle mit jeder Menge Erdbewegung aussieht, ist in Wirklichkeit ein hochkomplexes Zusammenspiel aus Technik, Logistik und Organisation. Neben den gewerblichen Mitarbeitern arbeitet ein bedeutender Teil des Teams auch im Hintergrund, damit die Baustelle überhaupt funktionieren kann: Flächen müssen koordiniert, Baustraßen angelegt, Materialströme organisiert und zahlreiche Auflagen berücksichtigt werden. Für die Verschweißungen der Schutzrohre entwickelte und baute Kassecker eigene Schweißcontainer. Wettergeschützt und unter gleichbleibenden Bedingungen können so die hochfesten PE-Verbindungen hergestellt werden.
10.000. Schweißnaht ist eine Mannschaftsleistung
„Wir liegen leicht vor dem Zeitplan“, zeigt sich Weiß zufrieden mit dem Baufortschritt. „Natürlich gibt es bei einem Projekt dieser Größenordnung immer Unwägbarkeiten. Aber unsere Mannschaft leistet hervorragende Arbeit, und wir werden unseren Beitrag dazu leisten, dass der SuedOstLink wie geplant Realität wird“, ergänzt Bauernfeind. Die 10.000. Schweißnaht steht daher vor allem auch stellvertretend für abertausende Arbeitsschritte, die bereits erfolgreich umgesetzt wurden. Jede einzelne Rohrverbindung, jeder Meter Graben ist ein weiterer Baustein hin zur Energiewende. Die Schutzrohre bilden später die schützende Hülle für die Erdkabel, über die künftig vor allem erneuerbare Energie aus Nord- und Ostdeutschland Richtung Süden transportiert werden soll.
Mit dem Meilenstein der 10.000. Naht und dem bereits erreichten Baufortschritt blickt die Kassecker-Mannschaft optimistisch auf die kommenden Monate. Die Arbeiten auf dem Teilabschnitt zwischen Magdeburg und Halle werden planmäßig fortgesetzt – stets vor Augen, einen wichtigen Beitrag zur zukünftigen Energieversorgung Deutschlands zu leisten.
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