Mehr Geld für Bäckerei-Azubis in Weiden ab März

Mehr Geld für Bäckerei-Azubis in Weiden ab März
Bäckerei-Azubis in Weiden, im Landkreis Neustadt/WN und im Landkreis Tirschenreuth erhalten ab März 50 Euro mehr pro Monat. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) verweist auf den neuen, allgemeinverbindlichen Tarifvertrag, der die Vergütung im Bäckerhandwerk anhebt. Betroffene profitieren in der Backstube ebenso wie an der Verkaufstheke.
Mehr Geld für angehende Bäckerinnen und Bäcker
In Weiden nennt der Regionalgeschäftsführer der NGG Oberpfalz, Rainer Reißfelder, konkrete Zahlen: „Wer seine Ausbildung anfängt, geht mit 1.070 Euro im Monat nach Hause. Im zweiten Ausbildungsjahr sind es 1.140 Euro. Und im dritten bekommt der Bäckerei-Nachwuchs sogar 1.280 Euro.“
Die NGG bewertet die Wirkung klar: „Die Ausbildung in Bäckereien wird damit deutlich attraktiver – für die, die Brot und Brötchen backen, Kuchen und süße Teilchen machen. Und genauso für die, die in den 10 Bäckereien und deren Filialen in Weiden in der Oberpfalz an der Ladentheke beraten und für einen guten Umsatz verantwortlich sind. Also für alle, die die Menschen in der Region täglich mit frischen Backwaren versorgen.“ Dafür setzte sich die NGG am Tariftisch ein.
Weiden: Betriebe, Verkauf und Auswirkungen
Der Tarifvertrag gilt allgemeinverbindlich für alle Auszubildenden im Bäckerhandwerk in Weiden. In den Betrieben der Stadt lernen aktuell 20 Azubis, was 48 weniger als vor zehn Jahren bedeutet. Die NGG beruft sich dabei auf Zahlen der Arbeitsagentur.
Im Landkreis Neustadt/WN umfasst das Bäckerhandwerk 51 Bäckereien und deren Filialen. Dort starten 17 Azubis in ihre Ausbildung, das sind 10 weniger als vor zehn Jahren. Damit fällt jungen Menschen die Entscheidung für eine Ausbildung leichter.
Neustadt/WN und Tirschenreuth im Überblick
Im Landkreis Tirschenreuth hebt Marcel Adelhardt von der NGG Oberfranken die Vergütungen hervor: „Wer seine Ausbildung anfängt, geht mit 1.070 Euro im Monat nach Hause. Im zweiten Ausbildungsjahr sind es 1.140 Euro. Und im dritten bekommt der Bäckerei-Nachwuchs sogar 1.280 Euro.“ Im Kreis zählen 38 Bäckereien und deren Filialen. Insgesamt lernen dort 14 Azubis, 25 weniger als vor zehn Jahren.
Mit dem verbindlichen Tarif schafft das Bäckerhandwerk in der Nordoberpfalz planbare Einkommen für den Nachwuchs. So gewinnen Betriebe in Backstube und Verkauf mehr Argumente im Wettbewerb um Schulabgängerinnen und Schulabgänger. Zugleich bleibt die tägliche Versorgung mit Backwaren in Stadt und Land im Fokus.


