Aus Opfer werden Täter
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Aus Opfer werden Täter
Weiden. Um einer Strafe wegen Schwarzfahrens aus dem Weg zu gehen, gab sich ein Trio als Opfer eines Raubes in der Tschechischen Republik aus. Aufgrund von widersprüchlichen Aussagen kam die Polizei den Männern auf die Schliche.
Am Freitag gegen 14.30 Uhr erschien bei der Polizeiinspektion Weiden ein bereits polizeibekanntes Trio, um einen Raub, der am Tag zuvor, in der Tschechischen Republik passiert sein soll, anzuzeigen. Nachdem sich allerdings die Aussagen der drei Männer, ein Mann (26) aus Leipzig, sowie zwei Augsburger (20 & 25), bezüglich der Tat widersprachen, änderte die Polizei kurzerhand den Inhalt der aufgenommenen Anzeige.
Während in einer Version des Tathergangs der Täter eine Frau war, war es in der nächsten Aussage ein Mann; aus einem Messer als Tatwaffe, wurde später eine Pistole. Statt einem Raub, nahm die Polizei Weiden so das Vortäuschen einer Straftat auf, und die Kläger sahen sich plötzlich als Beschuldigte.
Grund für die versuchte Anzeigenerstattung war, dass die drei Männer im Zug von Marktredwitz nach Weiden von einem Schaffner kontrolliert worden waren und keine Fahrkarte vorzeigen konnten. Dafür gaben sie gegenüber dem Kontrolleur an, dass sie in Tschechien beraubt worden wären und deshalb kein Geld für die Fahrkarten gehabt hätten.
Um ihre Mittellosigkeit nachzuweisen, wollte der Schaffner allerdings eine Anzeigenbestätigung bezüglich des Raubes sehen. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Weiden, bekommt das Trio diese nun stattdessen über das Vortäuschen einer Straftat.


