Callcenter-Betrug führt zu Schmuckraub in Neunburg vorm Wald

Callcenter-Betrug führt zu Schmuckraub in Neunburg vorm Wald
Am Dienstag gegen 12.05 Uhr rief ein unbekannter Täter eine 67-jährige Frau im Westen von Neunburg vorm Wald an und täuschte einen Notrufeingang vor. Anschließend erschien ein Mann an der Wohnungstür und gab sich als Beamter der Kriminalpolizei aus. Der Mann nahm eine Schachtel mit Schmuckgegenständen im Wert eines mittleren vierstelligen Eurobetrags an sich. Als die Frau den Mann am Verlassen der Wohnung hindern wollte, kam es zu einem Gerangel, bei dem der Täter ihr die Hand verletzte und daraufhin mit dem Schmuck in einem dunklen Auto Kombi mit dem Teilkennzeichen HH-LK ???? floh.
Neue Masche mit der 110
Der Täter behauptete, in der Nachbarschaft sei eingebrochen worden, und forderte die Frau auf, die Echtheit des Einsatzes über die 110 zu prüfen. Dabei wählte die Angerufene nach einem vermeintlichen Freizeichen die 110, blieb aber nicht mit der Einsatzzentrale verbunden, weil die Betrüger in der Leitung blieben und das Gespräch am Notruf vortäuschten. Die Kriminalpolizeiinspektion Amberg warnt ausdrücklich: „Diese Methode ist nicht echt!“ Außerdem betont die Behörde: „Sie können nur den Notruf wählen, wenn Sie das aktuelle Gespräch beenden und dann die 110 wählen!“
Die Ermittler suchen Zeugen, die am 11. August 2026 gegen 12.05 Uhr im Bereich Katzdorfer Straße, Herbststraße, Frühlingsstraße und Amberger Straße in Neunburg vorm Wald verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben. Sachdienliche Hinweise nimmt die Kriminalpolizeiinspektion Amberg unter der Telefonnummer 09621/890-0 entgegen. Einsatzkräfte leiteten umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein, die bislang ohne Erfolg blieben, und Rettungskräfte versorgten die 67-Jährige ambulant nach der Handverletzung. Die Ermittler unterstreichen: „Jeder Hinweis kann von Bedeutung sein!“ Außerdem geben die Behörden Verhaltenshinweise gegen Callcenter-Betrüger, darunter: „Legen Sie bei solchen Anrufen sofort auf und bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr!“, „Die Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen, um Ermittlungen durchzuführen!“, „Rufen Sie niemals über die am Telefon angezeigte Nummer zurück!“ und „Im Zweifel 110 wählen.“
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