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Couragierter Bürger verhindert Callcenter-Betrug in Amberg

AMBERG. Ein couragierter Bürger verhinderte einen Callcenter-Betrug und half, einen Geldabholer festzunehmen. In einem Fall übergab ein Geschädigter etwa 23.000 Euro; die Abholerin wurde festgenommen.

AMBERG. Ein couragierter Bürger verhinderte einen Callcenter-Betrug und half, einen Geldabholer festzunehmen. In einem Fall übergab ein Geschädigter etwa 23.000 Euro; die Abholerin wurde festgenommen.
Foto: PP Oberpfalz/Bäumler

Couragierter Bürger verhindert Callcenter-Betrug in Amberg

Bei einem Pressegespräch der Kriminalpolizeiinspektion Amberg zum Thema Callcenter-Betrug dankte die Behörde am Montag dem 67-jährigen Herrn Seegerer, weil er Anfang März einen Schockanruf erkannte, am Telefon mitspielte und so die Polizei verständigen konnte. Die Polizei nahm daraufhin am Nachmittag einen 56-jährigen Polen als Geldabholer vorläufig fest. Die Veranstaltung diente zugleich dazu, die aktuelle Lage, Präventionshinweise und Handlungsempfehlungen vorzustellen.

Festnahme nach Schockanruf in Amberg

Am Freitag, den 17. April 2026, erhielt ein 48-jähriger Amberger gegen 11.52 Uhr einen Anruf, in dem sich eine Frau als Polizeibeamtin ausgab und behauptete, seine Tochter habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht, bei dem eine Person gestorben sei. Die Anruferin forderte eine Kaution in Höhe von 50.000 Euro, um die Untersuchungshaft zu verhindern; der Geschädigte sammelte daraufhin etwa 23.000 Euro und übergab das Bargeld an eine Abholerin. Kurz nach der Übergabe erstattete der Geschädigte Anzeige bei der Polizeiinspektion Amberg, woraufhin Fahndungsmaßnahmen eingeleitet wurden. Kräfte der Polizeiinspektion Schwandorf nahmen die 29-jährige serbische Tatverdächtige noch am Bahnhof Schwandorf fest, sie führte das gesamte Bargeld bei sich, und ein Ermittlungsrichter erließ am 18. April 2026 Haftbefehl; die 29-Jährige befindet sich seither in Untersuchungshaft.

Die Kriminalpolizeiinspektion Amberg machte bei dem Pressegespräch deutlich, dass das Phänomen Callcenter-Betrug die Polizei in der Region weiterhin stark beschäftigt und nicht mehr nur ältere Menschen trifft. Im Jahr 2025 verzeichnete die Oberpfalz 1.027 Anzeigen wegen dieser Betrugsmasche; bei 108 vollendeten Betrugsfällen entstand ein Vermögensschaden von über 1,8 Millionen Euro. Die Polizei stellte bei der Veranstaltung auch konkrete Hinweise zum Schutz vor solchen Anrufen vor und unterstrich gleichzeitig die Bedeutung bürgerlicher Mithilfe: „Der Fall zeigt, wie wichtig das Mitwirken der Bürgerinnen und Bürger ist, um Straftaten zu verhindern.“

Die Polizei warnte ausdrücklich vor Anrufen dieser Art und gab folgenden Rat: „Die Polizei warnt ausdrücklich vor Anrufen dieser Art. Seriöse Behörden fordern keine Kaution am Telefon und kontaktieren Angehörige niemals unter Androhung von Haft.“ Ergänzend empfahl die Behörde konkrete Verhaltensregeln, unter anderem: „Legen Sie sofort auf, wählen Sie selbstständig die 110 und fragen Sie bei der Polizei nach, ob die angegebenen Informationen des Telefonats richtig sind.“ Außerdem rät die Polizei: „Die Polizei fordert niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände von Ihnen.“ Ferner betonte sie: „Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an Fremde – auch nicht an Personen, die sich als Polizisten ausgeben.“ Die Polizei bittet, solche Anrufe sofort zu beenden und sich unverzüglich an die Einsatzkräfte zu wenden.

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