Ermittlungen in Schwandorf wegen Betrugs

Ermittlungen in Schwandorf wegen Betrugs
Die Polizeiinspektion Schwandorf ermittelt seit Ende Oktober 2025 gegen einen 51-jährigen Unternehmer aus Schwandorf. Der Mann bestellte im Jahr 2021 bei einer Schwandorfer Firma eine Terrassenüberdachung für seinen Betrieb im Wert von 62.000 Euro und bezahlte weder die Anzahlung noch den Gesamtbetrag nach Fertigstellung. Insgesamt blieb er 50.000 Euro schuldig.
Ermittler beleuchten Fördermittel und Rechnungen
Polizeiliche Ermittlungen brachten ans Licht, dass der Unternehmer für das nicht vollständig bezahlte Projekt sowie für begleitende Werbemaßnahmen – Erstellung einer Homepage und Fertigung von Fotos – Coronahilfen beantragte und erhielt. Dabei handelte es sich um die Überbrückungshilfe III sowie November-/Dezemberhilfen in Höhe von rund 80.000 Euro.
Der Mann legte der zuständigen Stelle über ein Firmenkonstrukt fingierte Rechnungen oder keine Schlussrechnungen vor. Die zuständige Stelle fordert die Hilfen zurück. Die Dienstleister für Homepage und Fotos erhielten kein Geld, weil der polizeibekannte Mann ihre Forderungen nicht beglich.
Vorwürfe und Auswirkungen
Die Polizei führt gegen den Schwandorfer Ermittlungsverfahren wegen Leistungskreditbetrug, Subventionsbetrug sowie Urkundenfälschung. Der Fall betrifft mehrere Unternehmen in der Region und berührt zugleich die ordnungsgemäße Verwendung staatlicher Hilfen.
Ausstehende Zahlungen können die Liquidität der betroffenen Dienstleister belasten und zivilrechtliche Schritte nach sich ziehen. Rückforderungen der Coronahilfen durch die zuständige Stelle können für den Beschuldigten finanzielle Verpflichtungen zur Folge haben, zusätzlich zu möglichen strafrechtlichen Konsequenzen.


