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Feuerwehr Dießfurt plant Anschaffung einer Einsatzdrohne für mehr Überblick und Sicherheit

Dießfurt. Die Freiwillige Feuerwehr Dießfurt will künftig eine eigene Einsatzdrohne betreiben, um bei zeitkritischen Lagen schneller ein Luftlagebild zu erhalten.

Feuerwehr Dießfurt plant Anschaffung einer Einsatzdrohne für mehr Überblick und Sicherheit

Die Drohne bei einer Vorführung. Foto: Feuerwehr Dießfurt

Die Freiwillige Feuerwehr Dießfurt plant die Beschaffung und Indienststellung einer eigenen Feuerwehreinsatzdrohne. Das System soll Einsatzleitungen künftig bei zeitkritischen Lagen rasch ein verwertbares Luftlagebild liefern und damit zu sichereren, zielgerichteteren Entscheidungen beitragen. Zum Einsatzbereich der geplanten Drohneneinheit sollen neben Pressath und Schwarzenbach bei Bedarf auch umliegende Gemeinden zählen.

Die Drohne sei dabei kein Selbstzweck, betont die Feuerwehr: Sie solle den Einsatzkräften in anspruchsvollen Lagen früher Überblick verschaffen, die Sicherheit der Kräfte vor Ort erhöhen und die bereits gewachsene Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren Dießfurt und Schwarzenbach zu einer verlässlichen, gemeinsamen Einheit weiterentwickeln.

Zeitgewinn für die Einsatzleitung

Ein zentrales Argument für die Anschaffung ist der Zeitfaktor: Bestehende Drohneneinheiten benötigten teilweise bis zu 20 Minuten, um in den Raum Pressath zu gelangen. Die geplante Einheit soll künftig deutlich schneller vor Ort verfügbar sein und das Lagebild aus der Luft ergänzen.

Der Einsatzwert der Drohne zeigt sich nach Angaben der Feuerwehr in mehreren Szenarien. Bei Bränden und Vegetationsbränden könnten Ausbreitung, Dachbereiche, Glutnester und Restwärme aus sicherer Distanz beurteilt werden. Bei Personensuchen ließen sich Wald, Feld und unübersichtliches Gelände strukturiert und zügig erkunden. Bei Unwettern und Hochwasser helfe die Luftperspektive dabei, Schadenlagen zu überblicken, Prioritäten zu erkennen und Einsatzabschnitte besser zu koordinieren. Auch bei technischer Hilfeleistung könnten schwer einsehbare Bereiche vor dem eigentlichen Einsatz aus der Luft geprüft werden.

Betrieben werden soll die Drohne künftig bei der Feuerwehr Dießfurt und auf dem Fahrzeug 14/1 stationiert sein. Qualifizierte Kräfte der Feuerwehr Schwarzenbach sollen die Einheit personell unterstützen – ein Punkt, der laut Feuerwehr besonders für eine verlässliche Verfügbarkeit auch tagsüber wichtig ist. Beide Wehren arbeiten bereits seit Jahren bei Übungen, Leistungsprüfungen und Einsätzen eng zusammen. Die gemeinsame Nutzung sei organisatorisch und versicherungsrechtlich grundsätzlich umsetzbar; Alarmierung, Führungszuordnung, Dokumentation und die konkreten Abläufe würden gemeinsam mit den zuständigen Stellen verbindlich festgelegt.

Finanzierung über mehrere Säulen

Die Vorbereitungen für das Projekt laufen nach Angaben der Feuerwehr bereits seit fast einem Jahr. Gespräche mit der Kreisbrandinspektion sowie mit den Bürgermeistern der Stadt Pressath und der Gemeinde Schwarzenbach seien geführt, die Vorstandschaft der Feuerwehr Dießfurt habe die Umsetzung des Projekts bereits beschlossen. Nun gehe es darum, die Finanzierung verlässlich abzuschließen.

Witron Zoiglbrotzeit
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Der Beschaffungsrahmen liegt bei rund 10.000 Euro netto. Davon sind bereits 1.500 Euro an Förderung bewilligt, hinzu kommt eine aktuell laufende Crowdfunding-Aktion über die örtliche VR-Bank. Getragen werden soll die Erstbeschaffung insgesamt aus einem Mix aus bewilligter Förderung, Crowdfunding, Spenden, Sponsoring und Vereinsmitteln. Erste Unterstützung und Zusagen aus Politik, Wirtschaft und Bürgerschaft lägen bereits vor, für einen sicheren Abschluss der Finanzierung würden jedoch noch weitere Beiträge benötigt.

Die Feuerwehr ruft daher die Öffentlichkeit zur Unterstützung auf – ob durch eine private Spende, die Unterstützung eines Unternehmens oder das Teilen des Crowdfunding-Aufrufs. „Mit der Drohne wollen wir nicht Technik um der Technik willen beschaffen. Sie soll uns helfen, Einsatzlagen schneller zu erkunden, Kräfte sicherer einzusetzen und die Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg weiter zu stärken“, erklärt Andreas Eckert, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Dießfurt.