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Güterzug rast ungebremst von Cheb bis Wiesau und Weiden

Wiesau. Ein mit Holz beladener 1.500 Tonnen schwerer Güterzug rast ungebremst durch Oberfranken und die halbe Oberpfalz. Nur der Reaktion der Fahrdienstleiter der DB Netz ist es zu verdanken, dass […]

Wiesau. Ein mit Holz beladener 1.500 Tonnen schwerer Güterzug rast ungebremst durch Oberfranken und die halbe Oberpfalz. Nur der Reaktion der Fahrdienstleiter der DB Netz ist es zu verdanken, dass […]
Wiesau. Ein mit Holz beladener 1.500 Tonnen schwerer Güterzug rast ungebremst durch Oberfranken und die halbe Oberpfalz. Nur der Reaktion der Fahrdienstleiter der DB Netz ist es zu verdanken, dass […]

Güterzug rast ungebremst von Cheb bis Wiesau und Weiden

Wiesau. Ein mit Holz beladener 1.500 Tonnen schwerer Güterzug rast ungebremst durch Oberfranken und die halbe Oberpfalz. Nur der Reaktion der Fahrdienstleiter der DB Netz ist es zu verdanken, dass es zu keinem Unglück kam.

Von Udo Fürst

Zug Bahn Lokomotive Symbol
Die Lokführer haben offenbar Fehler gemacht. Der Zug konnte aber zum Glück doch noch gestoppt werden. Foto: Matt Tunjic auf Pixabay

Wie durch ein Wunder und vor allem dank der schnellen Reaktion mehrerer Fahrdienstleiter der Deutschen Bahn hatte die ungebremste Fahrt eines im tschechischen Cheb (Eger) gestarteten Güterzugs einer Privatfirma durch Oberfranken und die Oberpfalz keine gravierenden Folgen.

Wie erst jetzt bekannt wurde, raste der 1.500 Tonnen schwere Zug mit bis zu 100 Stundenkilometern kürzlich unter anderem durch Schirnding, Marktredwitz, Wiesau und Weiden, ehe er zwischen Nabburg und Schwarzenfeld ausrollte.

Vorschriften missachtet

Das betroffene Unternehmen, die K-Rail GmbH in Freilassing, sprach von einer „Fehlhandlung zweier Lokführer“, die Vorschriften missachtet hätten. Die beiden Mitarbeiter wurden freigestellt – die Bundespolizei ermittelt wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Der mit Holz beladene Zug war in Cheb gestartet und für die Salzburger Eisenbahn Transportlogistik GmbH unterwegs. Ziel war Wiesau in der Oberpfalz. Zwei Diesel-Lokomotiven wurden vorgespannt. Beim Aneinanderkuppeln der Loks und dem Verbinden der Bremsschläuche muss den Lokführern ein Fehler unterlaufen sein – welcher, ist Gegenstand der Ermittlungen. Auch die zwingend vorgeschriebene Bremsprobe wurde versäumt.

WITRON – Schnuppertage
WITRON – Schnuppertage

Fahrdienstleiter handeln richtig

Jedenfalls ließ sich der Zug, einmal ins Rollen gekommen, von den die ganze Zeit mitfahrenden Lokführern auf der stets abschüssigen Strecke Richtung Wiesau nicht mehr stoppen.

Laut Bahn konnte ein Unglück nur durch das reaktionsschnelle Handeln der acht DB-Fahrdienstleiter entlang der Strecke verhindert werden. Sie stellten alle Signale so, dass kein entgegenkommender Zug die Strecke befahren konnte.