Weidener Hochzeitswochen
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Als Gottes Mitarbeiter Not sehen und handeln

Burkhardsreuth. „Gott zur Ehr’, dem Nächsten zur Wehr“: Den altvertrauten Wahlspruch nehmen die drei Trabitzer Feuerwehren so ernst wie eh und je. Ein Gottesdienst in der Burkhardsreuther Pfarrkirche steht deshalb traditionell am Anfang ihres Florianstags. So war es auch am vergangenen Samstag.

Als Gottes Mitarbeiter Not sehen und handeln

Mit klingendem Spiel der Stadtkapelle Eschenbach zogen die Feuerwehren Burkhardsreuth, Feilersdorf-Grub-Bärnwinkel und Zessau-Weihersberg zur Burkhardsreuther Pfarrkirche. Foto: Bernhard Piegsa

In seiner Predigt rief Pfarrer Edmund Prechtl zunächst ins Bewusstsein, dass „Gott Menschen braucht, die sich in seinen Dienst stellen“, um „durch unser Tun, unseren Dienst in dieser Welt sichtbar zu werden“. Gottes Auftrag an die Christen laute, „in der Nachfolge des guten Hirten Jesus Christus Not zu sehen und zu handeln“. Im Umkehrschluss bedeute dies: „Wo wir im Dienst der Menschen stehen, werden wir zu Mitarbeitern Gottes. Wo Menschen Hilfe in Not erfahren, da erfahren sie etwas von der Zuwendung Gottes.“ Wer etwa als Feuerwehrdienstleistender bewusst so handele und durch das „Weitertragen von Gottes Segen“ dazu beitrage, dass „diese Welt heiler wird“, dürfe sich auch in belastenden Grenzsituationen „von Gott gehalten wissen“ und gehe selbst „als Bereicherter und Beschenkter aus solchen Situationen hinaus“.

Echte Helfer in der Not

Die “goldene Lebensregel” als Motivation: Beim “gemütlichen Beisammensein” im Lobersaal erinnerte der Vorsitzende der heuer für den Trabitzer Florianstag federführenden Feuerwehr Feilersdorf Stefan Lex daran, was einen Feuerwehraktiven zu seinem Dienst anspornen sollte. Foto: Bernhard Piegsa

Im Anschluss an die von Kirchenzügen eingerahmte und von der Stadtkapelle Eschenbach begleitete Messe trafen sich alle im Gasthof Lober. Der Kommandant der Burkhardsreuther Wehr, Stefan Groß, erbat dort Gottes Segen für alle seine Kameraden, „damit wir möglichst selten gerufen werden – und wenn doch: damit wir dann auch wirklich anderen Menschen helfen können“.

„Warum tun wir uns das eigentlich an“, lautete das halb ironische Motto, unter das Stefan Lex seine Florianstagsansprache im Lobersaal gestellt hatte. Ganz sicher gehe es nicht darum, sich in schmucker Uniform als Helden bewundern zu lassen und auch die Kameradschaft sei nicht das Wichtigste. Aber jeder Aktive in den Feuerwehren sei sich bewusst, „dass es im Leben Situationen gibt, wo wir uns selbst nicht helfen können und andere brauchen, und genau das ist der Grund, warum wir uns die Zeiten der Übungen und Einsätze ‚antun‘, um unsererseits anderen zu helfen“.

Eckpfeiler in der Gemeinde

Damit das gelinge, brauche es Profis, bei denen jeder Handgriff sitzt. Dass man sich auf die rasche und wirkungsvolle Hilfe der Wehren auch in gefährlichen Situationen verlassen könne, stehe für sie außer Frage, betonte Bürgermeisterin Carmen Pepiuk: „Ihr seid ein tragender Eckpfeiler der Sicherheit in der Gemeinde – immer präsent und in kürzester Zeit am Einsatzort.“ Diese Verlässlichkeit sei die Frucht „harter Ausbildung, steter Übung und unbedingten Einsatzwillens“, und diese Einsicht trage der Florianstag ins öffentliche Bewusstsein, um „die Menschen wachzurütteln“, die diesen „unendlichen ehrenamtlichen Dienst“ allzu leicht als Selbstverständlichkeit nähmen.

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