Feuerwehr feiert 130-jähriges Jubiläum in Tremmersdorf

Feuerwehr feiert 130-jähriges Jubiläum in Tremmersdorf
Gedenken am Kriegerdenkmal, feierlicher Gottesdienst mit Fahnenweihe, Festzug und Festbetrieb und schließlich zum Endspurt am Abend des Pfingstsonntags ein Rock-Spektakel: Tremmersdorfs Brandschützer verstehen es, zu feiern.
Komm, Heiliger Geist, auf uns herab, kommt Lust und Kraft zur guten Tat, heißt es im Kirchenlied, das die Tremmersdorfer und viele Gäste am Pfingstsonntag beim feierlichen Gottesdienst im Festzelt aus Anlass des 130-jährigen Feuerwehrjubiläums anstimmten. Das Lied erzählt vom frischen Wind, von der Hilfsbereitschaft und der Verständigung zwischen Menschen. Tugenden, die den Brandschützern „Gott zur Ehr und dem Nächsten zur Wehr“ selbstverständlich sind. Auch Pfarrer Adrian Kugler blickte beim musikalisch von der Blaskapelle Dießfurt gestalteten Festgottesdienst auf diese Pfingstbotschaft, um gleichzeitig in der Tradition des hl. Florian als Feuerwehr-Schutzheiligen Mut zu machen: „Wir brauchen den Einsatz von Menschen, die sich ehrenamtlich für andere einsetzen.“
Die neue Fahne symbolisiert Hilfsbereitschaft
In seiner Predigt beförderte der Prior des Klosters Speinshart Wehr und Dorf auch mit Blick auf die neue Fahne zu einem Zentrum des Gemeinsinns. Symbolisch demonstriere die Fahne die Kraft der Kameradschaft und einer Gemeinschaft des Friedens und der Hilfsbereitschaft. Zudem sei die Fahne „Flagge der Brandschützer für ein Christsein im Alltag“. Pater Adrian wünschte der Wehr und den vielen Brandschützern, die das Festzelt füllten, ein Feuer der Liebe mit einer Energie des leidenschaftlichen Helfens.
Auch Fahnenbraut Paula Ring schrieb der neuen Fahne viel Symbolkraft zu. Im Rahmen der Weihe-Zeremonie und der Übergabe des Erinnerungsbandes bezeichnete sie auch im Namen der Festdamen das neue Schmuckstück der Wehr als Zeichen einer Wertegemeinschaft. Verewigt ist auf dem kostbaren Tuch der hl. Florian, der über das Feuerwehrgerätehaus und die Dorfkirche wacht. Vor großer Kulisse gab es nach der Fahnenweihe viele Solidaritätsbekundungen und anerkennende Worte der Schirmherren Landrat Andreas Meier, Bürgermeister Albert Nickl und der Eschenbacher Patenwehr.
Beim Festzug ein Meer an Farbtupfern
Beim Festzug durchs Dorf brannte am frühen Nachmittag bei frühsommerlichen Temperaturen das „Creiß’n Fire“, so das Festmotto, unbarmherzig auf Teilnehmer und Zaungäste. Angeführt von einem Modell der Dorfkirche, der schick gewandeten Festdamen und der Ehrengäste bewegte sich eine kilometerlange Festkolonne mit vielen hundert Teilnehmern von Feuerwehren aus der Region und der Vereinswelt durch das schmucke Creußendorf. Besonders die uniformierten Wehren mit ihren Fahnenabordnungen, die schicken Festdamen und die Blaskapellen aus Dießfurt und Eschenbach, die Speinsharter Klosterwache und eine Trachtengruppe der „Haidenaabtaler“ aus Trabitz gaben dem Zug leuchtende Farbtupfer.
Damit war für die fesche Damen-Mannschaft das Fest noch lange nicht gelaufen. Auf die Festzugteilnehmer wartete das Spalier der Festdamen beim Einzug der Gruppen und Fahnenabordnungen ins Festzelt. Feuerwehrchefin Helena Diepold war es danach vorbehalten, die vielen Vereine, die Ehrengäste mit den Schirmherren Landrat Andreas Meier und seinem Stellvertreter Bürgermeister Albert Nickl und die Besuchermassen zu begrüßen und Dankadressen zu verteilen. Ein Zeremoniell, das anschließend in behaglicher Atmosphäre in einen allgemeinen Festbetrieb überging. Einmal mehr bewährte sich dabei das starke Tremmersdorfer „Löschkommando“ und das musikalische Format der Dießfurter Blaskapelle.
Fulminant klangen die „Creiß’n-Fire-Feiertage“ am Abend mit dem Gastspiel von „LOST EDEN“ aus. Die Band entfachte ein atemberaubendes Rock-Spektakel mit viel Girl-Power und spektakulärer Licht- und Pyrotechnik.
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