Zum allerletzten Mal fürstliches Sauerkraut für die Untertanen von Waldthurn
Zum allerletzten Mal fürstliches Sauerkraut für die Untertanen von Waldthurn
Produktionsende: Ende September 2026
Seit acht Jahren besteht die besondere Verbindung zwischen dem Waldthurner Dorfladen und der Krautfabrik der Familie von Lobkowicz. Rund alle zwei Monate wurde die Fahrt nach Křimice unternommen. Mit der Schließung der traditionsreichen Sauerkrautfabrik geht nun jedoch eine Ära zu Ende. Der Betrieb wird voraussichtlich Ende September 2026 eingestellt.
Das Fahrzeug der Oberpfälzer von der Sonnenseite des Fahrenbergs wurde mit Krautsalat und Krautsaft aus Böhmen für den Gänsbürgerladen beladen. Das frische Kraut erfreut sich bei den Waldthurnern seit Jahren großer Beliebtheit und wurde exklusiv im Gänsbürgerladen angeboten.
Besuch im Fürstenhaus
Für Bürgermeister Georg Bocka war die Fahrt zugleich ein besonderer Antrittsbesuch. Gemeinsam mit Josef Beimler und Petra Reil traf er Fürstin Elisabeth und Fürst Jaroslav von Lobkowicz. Die Begegnung unterstrich die enge Verbindung zwischen Waldthurn und dem traditionsreichen böhmischen Fürstenhaus, das einst über Jahrhunderte die Herrschaft in Waldthurn innehatte.
Fürstin Elisabeth bedauerte die bevorstehende Schließung der Krautfabrik. Gleichzeitig verwies sie auf die veränderten Einkaufs- und Ernährungsgewohnheiten. Auch in Tschechien würden die Menschen ihre Lebensmittel zunehmend im Supermarkt kaufen. Traditionelle Produkte und regionale Erzeugnisse hätten es dadurch schwerer.
Lebendige Freundschaft
Für Waldthurn endet damit eine liebgewonnene Tradition. Das „Fürstliche Sauerkraut für die Untertanen von Waldthurn“ wird es nur noch für kurze Zeit geben. Das letzte frische Kraut aus Křimice ist noch einmal im Marktladen Waldthurn erhältlich.
Die letzte Krautfahrt war damit weit mehr als der Abschied von einem besonderen Produkt. Sie markierte zugleich einen weiteren Höhepunkt in der langen, lebendigen Freundschaft zwischen Waldthurn und dem Hause Lobkowicz.




