Gemeinderat beschließt Sanierung und mehr Kita-Parkplätze in Schlammersdorf

Gemeinderat beschließt Sanierung und mehr Kita-Parkplätze in Schlammersdorf
Sanierung und Parkflächen: Rat setzt auf schnelle Umsetzung
Auch die Schlammersdorfer haben ein Lenbachviertel. Dieses Quartier schreibt man allerdings mit einem „m“ und einem „h“ im Straßennamen. Im Gegensatz zum exklusiven Münchner Ortsteil am Stachus ist das Schlammersdorfer Domizil „Am Lehmbach“ eher ein Sanierungsfall. Es besteht Handlungsbedarf, betonte zweite Bürgermeisterin Tanja Renner in der jüngsten Ratssitzung. In Vertretung des ersten Bürgermeisters wünschte sich Renner schnelle Entscheidungen. „Wir dürfen nicht länger warten, weil die Kosten explodieren.“
Gemeint ist die Optimierung des Grüngut-Lagerplatzes und des Abfall-Containerstandortes in Bauhofnähe, die mit einer dauerhaften Verbesserung der angrenzenden Verkehrsfläche einhergehen soll. Die Überlegungen sind laut Sachvortrag des VG-Mitarbeiters Simon Götz weit vorgeschritten. Im Mittelpunkt der Planungen steht die Sanierung der schadhaften Straßenflächen mit dem Einbau einer neuen Asphaltdeckschicht und der Straßenverbreiterung einschließlich Unterbau und Entwässerung.
Viele Kleinprojekte durch ILE-Pakt
Einig war sich das Gremium zudem mit der Fortsetzung des „ILE-Pakts“. Mit Blick auf die erfolgreiche Zusammenarbeit der zehn Gemeinden in der ILE-Region Vierstädtedreieck und auf die segensreiche Kleinprojekteförderung, zuletzt bei der Umgestaltung des Infopoints im Eingangsbereich des Bürgerhauses und der Unterstützung bei vielen Kleinprojekten der Vereine, billigte der Gemeinderat die Fortführung der interkommunalen Zusammenarbeit vorbehaltlich einer Förderzusage des Amtes für Ländliche Entwicklung. Der Förderzeitraum erstreckt sich auf fünf Jahre bis September 2031. Die Gemeinde rechnet mit einem Eigenanteil an den Personalkosten in Höhe von insgesamt zirka 9.500 Euro für fünf Jahre. Die Kostenaufteilung orientiert sich an den Einwohnerzahlen.
Weitere Parkplätze vor der Kita
Grundsätzliche Zustimmung gab es auch zu einem Antrag der Schlammersdorfer CSU-Mandatsträger zur Schaffung weiterer Parkplätze im Bereich der Kindertagesstätte St. Michael. Nach einer Ortsbegehung war sich das Gremium einig, weitere Mitarbeiterparkplätze östlich der Kita einzurichten und dazu ergänzend weitere Stellplätze am derzeit unbefestigten Straßenrand entlang der Bürgermeister-Wiesnet-Straße unter Beachtung einer ausreichenden Rest-Fahrbahnbreite anzulegen. Weitere Aufklärung soll ein Angebotsverfahren bringen.
Tiny-Häuser in der Schwebe
Zunächst zur Kenntnis nahm das Gremium einen Bauantrag zur Errichtung von drei Tiny-Häusern. Zur baurechtlichen Bewertung des Vorhabens verwies die Sitzungsleiterin auf eine umfangreiche Stellungnahme des Landratsamtes, insbesondere zu noch offenen Fragen hinsichtlich der Einhaltung der Baugrenzen und Abstandsflächen und damit verbunden von erforderlichen Befreiungen vom Bebauungsplan. Eine Entscheidung über das gemeindliche Einvernehmen vertagte der Rat bis zum Eingang einer abschließenden Beurteilung durch die Baubehörde. Im Gegensatz dazu erteilten Schlammersdorfs Kommunalpolitiker einstimmig das sogenannte gemeindliche Einvernehmen einem Bauantrag zum Neubau eines Einfamilienwohnhauses in der Schulstraße. Zustimmung fand auch eine Bauvoranfrage zur Umnutzung einer landwirtschaftlichen Scheune zu einer Autowerkstatt.
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