Einweihung des Anbaus: Regen kann Krumme-Äcker-Siedler in Weiden nicht stoppen
Einweihung des Anbaus: Regen kann Krumme-Äcker-Siedler in Weiden nicht stoppen
Fürs Wetter kann keiner etwas. Und so ließen sich die Mitglieder der Siedlergemeinschaft Krumme Äcker am Sonntagnachmittag auch von gelegentlichem Nieselregen nicht die Stimmung verderben. Beim traditionellen Siedlerfest, das wie immer am letzten Sonntag der Sommerferien stattfand, wurde gefeiert, geratscht und vor allem auf das Gemeinschaftsleben im Stadtteil angestoßen. Im Mittelpunkt stand die Segnung des neuen Anbaus am Siedlerheim.
Viele Gäste, großer Einsatz
Zahlreiche Gäste waren gekommen. Sämtliche Siedlergemeinschaften aus Weiden schauten vorbei, ebenso Vertreter des Obst- und Gartenbauvereins. Auch die Stadträte Hans Blum, Hans-Günter Gmeiner und Heiner Vierling sowie Oberbürgermeister Benjamin Zeitler gehörten zu den Gästen. Traditionell bildete das Fest zugleich den Abschluss der Weidener Siedlerfeste des Jahres.
Vorsitzender Wolfgang Pausch nutzte die Gelegenheit, sich bei seinen Siedlerkollegen und insbesondere bei der Vorstandschaft für deren Einsatz zu bedanken. Auch die Jugend- und Kindersiedler trugen zum Fest bei. Die Jugend bot Gummibärchen zum Verkauf an.
Regnerisches Wetter
Wegen des regnerischen Wetters mussten die Siedler in diesem Jahr allerdings auf die beliebten Strohballen verzichten. „Das Heu hätte nicht mehr verfüttert werden können“, erklärte Pausch. Wenn es nass werde, könne es schließlich anfangen zu verfaulen und zu schimmeln.
Neuer Anbau
Besonders stolz zeigten sich die Siedler auf den neuen Anbau am Vereinsheim. Das Gebäude wurde weitgehend in Eigenregie errichtet. Von der Bodenplatte bis zum Dach. Auch das nötige Fachwissen ist in der Vorstandschaft vorhanden: Eine eigene Architektin gehört dem Verein an.
Bauplan im Dezember eingereicht
Der Bauplan wurde bereits im Dezember eingereicht. Im Juni begannen die Arbeiten mit der Bodenplatte, nach einer kurzen Pause ging es im August mit der Holzkonstruktion und dem Dach weiter.
Platz für Gerätschaften
„Jetzt haben wir wieder mehr Platz für unsere Gerätschaften“, sagte Pausch. Die bisherige Blechhütte soll dafür abgerissen werden. Mit dem Bau verfolgen die Siedler aber noch ein größeres Ziel. „Wir wollen den Stadtteil schöner machen, Mehrwert schaffen“, betonte der Vorsitzende.
Wichtiger Treffpunkt
Das Siedlerheim und das Gelände sind längst ein wichtiger Treffpunkt im Stadtteil. Vom Maibaumaufstellen bis zur Weihnachtsfeier finden hier zahlreiche Veranstaltungen statt. Pausch bezeichnete den Ort auch als „dezentralen Jugendtreff“. Neben der Jugend gibt es bei der Siedlergemeinschaft eine Kinder- und eine Frauengruppe.
Kuscheliges Festzelt
Dass ausgerechnet beim Siedlerfest der Regen einsetzte, nahm Pausch mit Humor. „Das Wetter begeistert uns heute nicht. Aber wir lassen uns nicht kleinkriegen. Wir haben ja ein Zelt.“ Dort sei es schließlich „kuschelig“.
Stadtpfarrer Gottfried Schubach gratulierte der Siedlergemeinschaft zum gelungenen Anbau. Er hob den Wert der Siedlergemeinschaft hervor. Gerade für den Stadtteil sei das Engagement der Siedler „ganz wertvoll“. Anschließend segnete Schubach den neuen Anbau.
Abschluss der Weidener Siedlerfeste
Auch Oberbürgermeister Benjamin Zeitler ließ sich vom Wetter die gute Laune nicht verderben. „Regen ist nur nasse Sonne, da lassen wir uns nicht abschrecken davon“, sagte er. Das Siedlerfest sei ein schöner Abschluss der Weidener Siedlerfeste.
Ehrenamtliches Engagement hervorgehoben
Zeitler hob insbesondere das ehrenamtliche Engagement der Gemeinschaft hervor. Hier werde nicht nur geredet und geschimpft, sondern „gemacht und geschaffen“. „Hier rührt sich was“, sagte der Oberbürgermeister und verwies unter anderem auf die Fahrräder, die im Frühjahr bei den Siedlern repariert werden.
Stadt unterstützt
Für Zeitler ist das Gelände der Krumme Äcker ein „schöner, lebendiger Ort, wo man gerne daheim ist“. Die Stadt wisse das Engagement der Siedlergemeinschaft zu schätzen und werde die Arbeit unterstützen. „Wir als Stadt unterstützen das gerne, wo wir nur helfen können“, versicherte der Rathauschef. Es gehe vor allem um Nachbarschaft, Eigeninitiative und ein lebendiges Miteinander im Stadtteil.









