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Hubertus-Schützenball bringt Alte Turnhalle in Eslarn zum Beben

Eslarn. Die Schützengesellschaft „Hubertus“ füllte die Alte Turnhalle mit einem bunten Schützenball, Livemusik und der AWO-Tanzgruppe „Grün-Weiß“. Für sieben Euro gab es Tanz bis in die Nacht und Kostüme von Pilot bis Minion.

Hubertus-Schützenball bringt Alte Turnhalle in Eslarn zum Beben

Beim Schützenball eroberten Gäste mit vielfältigen Kostümen die „Alte Turnhalle“. Foto: Fabian Balk
Die AWO-Tänzerinnen begeisterten mit flotten Tänzen und Akrobatik. Foto: Maria Wazl
Das rührige Serviceteam um Schützen-Maestro Daniel Biermeier und Küchenchef Konrad Härtl (4. und 6.v.r.). Foto: Daniel Biermeier
Beim Schützenball liefen die Musiker zur Höchstform auf. Foto: Fabian Balk
Die Tanzgruppe stellte sich vor dem Auftritt einem Erinnerungsfoto. Foto: AWO-OVI
Schützenkönig Michael Kleber und Schützenliesl Maria Wazl eröffneten mit einem Tanz den Schützenball. Foto: Fabian Balk

Es war wieder soweit: Die Schützengesellschaft „Hubertus“ rief zur fünften Jahreszeit, und die Eslarner sowie Gäste aus nah und fern folgten dem Ruf des Schützenkapitäns Daniel Biermeier in Scharen. Für schmale sieben Euro Eintritt – was heutzutage kaum noch für eine Currywurst reicht – gab es hier das volle Entertainment-Paket. Wer behauptet, Schützenbälle seien staubige Angelegenheiten, wurde in der Eventhalle „Alte Turnhalle“ eines Besseren belehrt: Es war bunt, es war laut und es war vor allem eines: krachend voll! Es wurde gelacht, getanzt und gefeiert bis in die frühen Morgenstunden. Wer diesen Ball verpasst hat, ist selbst schuld.

Auftakt mit Königspaar und Partyband

Den stilvollen Anfang machten Schützenkönig Michael Kleber (Birlmüller) und Schützenliesl Maria Wazl. Mit einem klassischen Eröffnungstanz bewiesen sie, dass Schützen nicht nur Kimme und Korn, sondern auch das Tanzbein im Griff haben. Doch die Ruhe hielt nicht lange: Die Partyband „Pro B.L.E.M.-Fall“ aus Schwarzenfeld machte ihrem Namen alle Ehre – im positiven Sinne! Sobald die ersten Töne von „Hulapalu“ erklangen, gab es kein Halten mehr. Die Tanzfläche füllte sich, und selbst bei modernen Krachern wie „Wackelkontakt“ bewiesen die Gäste ihre Kondition.

Das Küchenteam um Konrad Härtl lieferte nach dem Motto „wer hart feiert – muss tüchtig essen“ eine Performance ab, die jedem Sterne-Restaurant, zumindest was die Sättigung betraf, Konkurrenz gemacht hätte. Die hungrigen Ballbesucher konnten zwischen Pulled-Pork-Burgern, Penne, Wurstsalat und dem ominösen „bayerischen Hotdog“ wählen. Besonders das Chili con Carne sorgte dafür, dass der nötige Treibstoff für die nächsten Tanzrunden vorhanden war. Über die „reichliche, flüssige Kost“ müssen wir nicht reden – sagen wir so: Der Durst war groß, die Schützen waren vorbereitet.

Kreative Kostüme und Politikprominenz

Ein besonderes Highlight war die bunte Gästeschar: Erfreulicherweise mischten sich extrem viele junge Leute unter das Volk. Und auch die Lokalpolitik zeigte mit tollen Kostümen Mut zur Lücke. Zweiter Bürgermeister Thomas Kleber checkte als Pilot ein und fand im Saal eine perfekte Landung. Dritter Bürgermeister Bernd Reil war als Charlie Chaplin anwesend, und Marktrat Georg Zierer fiel als gelber Minion im Saal auf.

Für die optischen Glanzlichter sorgte mit Tanz und Akrobatik die AWO-Tanzgruppe „Grün-Weiß“ aus Oberviechtach. Nach einem beeindruckenden Solo-Auftritt des Tanzmariechens legte die Truppe um Vorstand Michael Wellnhofer los. Ihr Showtanz zum Thema „Sonne, Mond und Sterne“ fand überschwängliche Begeisterung und riss alle mit. Die Mädels bringen es in der fünften Jahreszeit nach dem Vereinsmotto „Tanzen ist Träumen mit den Beinen“ auf rund 35 Auftritte. Die Hebefiguren waren so gewagt, dass mancher Schütze fast vergessen hätte, sein Bier festzuhalten. Ohne Zugabe durften die Mädels und Jungs natürlich nicht von der Bühne.

Stimmungsvolles Finale und Ausblick

Schützenmeister Daniel Biermeier war sichtlich stolz auf sein Team, das hinter der Theke und im Eventsaal für einen reibungslosen Ablauf sorgte. Es wurde gelacht, getanzt und gefeiert bis in die frühen Morgenstunden. Eslarn hat mal wieder gezeigt, dass man hier weiß, wie man die Feste feiert oder wie man nach dem dritten Pulled-Pork-Burger noch „Hulapalu“ tanzt. Und das Beste: Die Deko war so stabil, dass der dekorierte Saal direkt hängen bleibt und den Kinderfasching der SPD am Rosenmontag und den TSV am Faschingsdienstag ebenfalls bereichern wird.

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