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ILE Naturparkland übergibt Förderschilder in Eslarn für 17 Kleinprojekte

Eslarn. Beim Barthlmarkt hat die ILE Naturparkland Förderschilder für 17 Kleinprojekte an Kommunen und Vereine übergeben. Die Vorhaben stärken Tourismus, Infrastruktur, Ehrenamt sowie Natur- und Umweltschutz.

Eslarn. Beim Barthlmarkt hat die ILE Naturparkland Förderschilder für 17 Kleinprojekte an Kommunen und Vereine übergeben. Die Vorhaben stärken Tourismus, Infrastruktur, Ehrenamt sowie Natur- und Umweltschutz.
Die anwesendene Bürgermeister und Vertreter der ILE und ALE nach der Förderschilderübergabe. Foto: Karl Ziegler

ILE Naturparkland übergibt Förderschilder in Eslarn für 17 Kleinprojekte

Der Barthlmarkt in Eslarn bot den passenden Rahmen für die feierliche Übergabe der Förderschilder an die Träger der Kleinprojekte im Gebiet der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) Naturparkland Oberpfälzer Wald. Insgesamt 17 Vorhaben in den Mitgliedskommunen und bei Vereinen werden über das Regionalbudget unterstützt. Damit fließen erhebliche Fördermittel in Projekte, die unmittelbar vor Ort wirken und die Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturräume der Region weiterentwickeln sollen.

Förderschilder für 17 Kleinprojekte im ILE Naturparkland

Die elf Mitgliedsgemeinden der ILE Naturparkland Oberpfälzer Wald – Eslarn, Floß, Flossenbürg, Georgenberg, Leuchtenberg, Moosbach, Pleystein, Tännesberg, Vohenstrauß, Waidhaus und Waldthurn – arbeiten kommunalübergreifend zusammen. Ziel ist es, gemeinsame Ideen aufzugreifen, Fördermöglichkeiten zu nutzen und konkrete Verbesserungen für die Bevölkerung umzusetzen.

Gut gelaunt bei der Förderschildübergabe in Eslarn waren die Bürgermeister der ILE mit ILE-Vorsitzendem und Floßer Bürgermeister Robert Lindner, ILE-Managerin Ilona Hunsperger und Christoph Weidner (hinten von links) vom Amt für Ländliche Entwicklung e.V. Foto: Karl Ziegler

Bei der Förderschildübergabe waren unter anderem der ILE-Vorsitzende und Floßer Bürgermeister Robert Lindner, ILE-Managerin Ilona Hunsperger sowie Christoph Weidner vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz (ALE) vertreten. Auch zahlreiche Bürgermeister, Gemeindevertreter, Vereine und Institutionen nahmen an der Veranstaltung teil.

Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg

Robert Lindner unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit innerhalb der ILE. Die Kommunen könnten gemeinsam Projekte verwirklichen, die den einzelnen Orten und damit letztlich der gesamten Region zugutekommen. Die Förderung sei eine gute Möglichkeit, Ideen schnell und möglichst unbürokratisch umzusetzen.

Auch Christoph Weidner vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz und ILE-Managerin Ilona Hunsperger hoben die Bedeutung der interkommunalen Zusammenarbeit hervor. Im Naturparkland hätten sich elf Kommunen zusammengeschlossen, um gemeinsam Projekte für die Bevölkerung auf den Weg zu bringen. Viele dieser Vorhaben seien aus konkreten Bedürfnissen vor Ort entstanden, teilweise stammten die Ideen direkt aus der Bevölkerung.

Regionalbudget fördert vielfältige Maßnahmen

Das Regionalbudget ermöglicht die Förderung von Kleinprojekten. Die Vorhaben müssen dem Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept entsprechen und im Gebiet der ILE liegen. Gefördert werden unter anderem Projekte zur Verbesserung der Lebensverhältnisse, zur Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements, zur Entwicklung der örtlichen Infrastruktur sowie zur Sicherung und Verbesserung der Grundversorgung. Auch Natur-, Umwelt- und Klimaschutz sowie Digitalisierung gehören zu den Förderzielen.

SSV Jahn
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Projekte in den Mitgliedskommunen

Verwirklicht wurden 17 unterschiedliche Projekte mit einem gemeinsamen Ziel. Wie vielfältig die Anforderungen in den einzelnen Orten sind, zeigt die Liste der geförderten Projekte. Die Vorhaben reichen von touristischen Angeboten und Freizeitmöglichkeiten über Maßnahmen für Kinder und Jugendliche bis hin zu Umweltbildung, Vereinsarbeit und Verbesserungen der örtlichen Infrastruktur.

In Georgenberg entstehen zwei Tipi-Zelte auf dem Jugendzeltplatz in Neukirchen zu St. Christoph. Damit wird das Angebot für Jugendgruppen und weitere Nutzer des Zeltplatzes erweitert. Der Markt Eslarn setzt auf eine digitale Versorgungssäule am Freizeitgelände Atzmannsee. Vorgesehen sind Versorgungssäulen für Frischwasser und Strom, die Campern und Vereinen zugutekommen sollen. Das Projekt steht beispielhaft für die Verbindung von Digitalisierung, Tourismus und moderner Infrastruktur.

Die Stadt Vohenstrauß realisiert gleich zwei Vorhaben. Am Bocklradweg sollen eine Infotafel und ein Spielgerät in Form einer Lokomotive entstehen. Außerdem sind modulare Bauzaunfelder für Veranstaltungen vorgesehen. Damit werden sowohl touristische beziehungsweise familienfreundliche Angebote als auch die örtliche Veranstaltungsinfrastruktur gestärkt.

In Waidhaus wird mit Schildern historischer Hausnamen ein Stück örtlicher Heimatgeschichte sichtbar gemacht. Die Maßnahme soll an die Geschichte der Häuser und damit an die Identität des Ortes erinnern. Der Markt Waldthurn verbessert das Angebot an der Badestelle mit einem Sonnenschutz beziehungsweise Sonnensegel für die Badegäste.

In Moosbach sind mehrere Projekte vorgesehen. Im Generationenpark Gruberbach entsteht eine Holz-Kugelbahn als Spiel- und Begegnungsangebot. Außerdem wird für den Veranstaltungssaal im Schloss Burgtreswitz eine Kücheninfrastruktur geschaffen. Für die Ferien- und Ganztagsbetreuung der Grundschule Moosbach wird darüber hinaus eine Maxi-Bausteinwelt angeschafft. Ergänzt wird das Moosbacher Maßnahmenpaket durch naturnahe Umkleidemöglichkeiten an den Naturbadestellen Tröbes und Etzgersrieth.

Barrierefreiheit, Vereinsarbeit und Bildung im Fokus

In Pleystein wird die Kreuzberganlage durch eine barrierefreie Umgestaltung der Wege aufgewertet. Damit soll die Anlage besser zugänglich und nutzbar werden.

Die Siedlergemeinschaft Flossenbürg kümmert sich um die Aufwertung des Spielplatzes Torwiese. Die Maßnahme soll sowohl der touristischen Attraktivität als auch dem Schutz der Kinder dienen.

Die Kirchenstiftung der Pfarrei St. Peter und Paul Moosbach schafft für den Naturerlebnis-Kindergarten St. Anna einen wettergeschützten Außenbereich. Dadurch kann das Natur- und Betreuungsangebot auch bei wechselnder Witterung besser genutzt werden.

Die Schützengesellschaft Hubertus Eslarn erhält Unterstützung für die Anschaffung von Faltpavillons, die bei Veranstaltungen eingesetzt werden können.

Der Markt Floß investiert in ein Stretchzelt beziehungsweise zwei Flexzelte mit jeweils 75 Quadratmetern Fläche einschließlich Zubehör und Zeltsäcken. Damit wird die Ausstattung für Veranstaltungen verbessert.

Der Markt Tännesberg lässt ein ehemaliges Holz-Nebengebäude, einen früheren Hühnerstall, instand setzen. Das Gebäude soll künftig als Aktions- und Lagerfläche für die Umweltbildung genutzt werden.

Die Ortsgruppe Floß des Bund Naturschutz in Bayern erhält Unterstützung für die Ersatzbeschaffung eines Balkenmähers. Dieser wird für die Pflege von Biotopflächen eingesetzt und dient damit dem Erhalt wertvoller Naturräume.

Fördermittel für konkrete Verbesserungen

Die Bandbreite der Projekte zeigt, dass das Regionalbudget nicht auf einen bestimmten Bereich beschränkt ist. Gefördert werden sowohl kommunale Vorhaben als auch Projekte von Vereinen und anderen örtlichen Einrichtungen. Entscheidend ist, dass die Maßnahmen einen Beitrag zur Entwicklung des ländlichen Raumes leisten.

All diese Investitionen sollen bestehende Angebote verbessern und gleichzeitig neue Möglichkeiten für Einheimische und Gäste schaffen. Das Amt für Ländliche Entwicklung verwies darauf, dass Förderprogramme der Ländlichen Entwicklung konkrete Verbesserungen in den Kommunen ermöglichen. Die geförderten Projekte sollen nicht bei Konzepten und Planungen stehen bleiben, sondern tatsächlich bei den Menschen ankommen.

Förderschilder machen Unterstützung sichtbar

Mit der Übergabe der Förderschilder wurde der Abschluss der jeweiligen Kleinprojekte auch öffentlich sichtbar gemacht. Die Schilder weisen an den Projektstandorten auf die Unterstützung durch das Förderprogramm hin und würdigen zugleich das Engagement der Kommunen, Vereine und Institutionen.

Bei der Übergabe erhielten die Bürgermeister beziehungsweise Vertreter der Projektträger die entsprechenden Förderschilder. Als besonderes Zeichen der Verbundenheit mit der Region wurde den Beteiligten zudem jeweils ein Rebhuhnzoigl überreicht. Die Förderung wird durch den Freistaat Bayern, das Amt für Ländliche Entwicklung und die ILE Naturparkland Oberpfälzer Wald getragen. Sie steht im Zusammenhang mit der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes.

Gemeinsames Ziel: Lebensqualität im ländlichen Raum stärken

Die 17 Vorhaben zeigen eindrucksvoll, wie unterschiedlich die Bedürfnisse innerhalb einer Region sein können. Gleichzeitig verfolgen die Projekte ein gemeinsames Ziel: Sie sollen die Orte attraktiver machen, das ehrenamtliche Engagement unterstützen, Infrastruktur verbessern, Natur und Umwelt erhalten und damit die Lebensqualität im ländlichen Raum nachhaltig stärken. Die ILE Naturparkland Oberpfälzer Wald setzt damit weiterhin auf Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg – und darauf, dass aus Ideen von Kommunen, Vereinen und Bürgern konkrete Projekte entstehen, die vor Ort sichtbar und für die Menschen unmittelbar spürbar werden.

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